Simmonds · Lego Principle
A1 · Tenses · 8 min · 10 Bausteine

Be in the Present

Drei kleine Formen – am, is, are – tragen jede Vorstellung, jeden Small Talk und jede erste E-Mail.

Der eine Satz, den du dir merken wirst
I'm Anna, this is Marco, and we're the new team from Berlin.
Drei Formen, ein Verb. Wer das Subjekt kennt, kennt die Form.
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Wann benutzt man am, is und are?

„Am“, „is“ und „are“ sind die drei Präsensformen des Verbs „be“ (sein). Das Subjekt entscheidet: I nimmt am, he/she/it nehmen is, you/we/they nehmen are.

  • Form: I am · he/she/it is · you/we/they are.
  • Kurzformen wie I'm, he's und we're sind die normalen gesprochenen Formen.
  • Fragen und Verneinungen funktionieren ohne „do“: Are you…? / She isn't…

Stand: Juli 2026

A1 · Zeitformen · 8 Min.

Am, is, are – Baustein für Baustein erklärt.

Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A1-Niveau. Du hörst die drei Formen von „be“ im Zusammenhang, lernst die Regel mit einem Tutor kennen und übst sie anschließend in sechs interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest mit fünf Fragen folgt. Der gesamte Lernweg dauert etwa acht Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.

  • GER-NiveauA1 · Anfänger
  • BearbeitungszeitEtwa 8 Minuten
  • KompetenzenGrammatik, Hören, Schreiben, Sprechen
  • Bausteine10 Bausteine

Was das Verb „be“ tatsächlich leistet

„Be“ ist das häufigste Verb der englischen Sprache, und im Präsens arbeitet es mit drei kleinen Formen: „am“, „is“ und „are“. Anders als fast jedes andere Verb beschreibt „be“ keine Handlung. Es funktioniert wie ein Gleichheitszeichen: Es verbindet das Subjekt eines Satzes mit einer Information über dieses Subjekt – mit einem Namen, einem Beruf, einem Gefühl, einem Ort oder einem Zustand. „I'm Anna“ verbindet dich mit deinem Namen. „He's our engineer“ verbindet einen Kollegen mit seiner Rolle. „We're in Berlin“ verbindet ein Team mit einem Ort. Genau deshalb ist „be“ das erste Verb, das jeder Englischkurs unterrichtet: Ohne dieses Verb kannst du dich nicht vorstellen, dein Team nicht beschreiben und nicht sagen, wie es dir geht oder wo du gerade bist. Im Berufsalltag laufen die ersten Sätze jedes Meetings – Namen, Rollen, Stimmung, Verfügbarkeit – fast vollständig über diese drei unscheinbaren Formen.

Form: am, is, are – und die Kurzformen

Das Präsens von „be“ hat genau drei Plätze, und das Subjekt entscheidet, welchen du brauchst. „I“ nimmt „am“ – immer und ausschließlich. „He“, „she“ und „it“ nehmen „is“, und dasselbe gilt für jedes Substantiv im Singular: „our manager is“, „the printer is“, „the meeting is“. „You“, „we“ und „they“ nehmen „are“, ebenso jedes Substantiv im Plural: „our clients are“, „the offices are“. Wichtig: „You“ steht immer mit „are“ – auch dann, wenn du nur mit einer einzigen Person sprichst. In der gesprochenen Sprache erscheinen diese Formen fast immer als Kurzformen: „I'm“, „you're“, „he's“, „she's“, „it's“, „we're“, „they're“. Die Kurzform ist keine nachlässige Umgangssprache, sondern die normale gesprochene Form – und auch in alltäglichen geschäftlichen E-Mails völlig akzeptabel. Die vollen Formen „I am“ und „she is“ bleiben der Betonung und sehr formellen Texten vorbehalten. Wenn du die Kurzformen von Anfang an mitlernst, klingt dein Englisch sofort natürlicher.

Verneinung und Fragen – ganz ohne „do“

„Be“ ist das eine Verb im Englischen, das seine Verneinungen und Fragen selbst bildet – ganz ohne Hilfsverb. Für die Verneinung setzt du „not“ direkt hinter die Form von „be“: Aus „she is not“ wird „she isn't“, aus „they are not“ wird „they aren't“. Die einzige unregelmäßige Ecke ist „I am not“: Das verkürzt sich zu „I'm not“, denn ein Standardwort „amn't“ gibt es im Englischen nicht. Für Fragen tauschst du einfach Subjekt und Verb: Aus „you are free“ wird „Are you free?“, aus „he is in the office“ wird „Is he in the office?“. Diese Umstellung heißt Inversion, und bei „be“ ist sie der komplette Mechanismus. „Do“ taucht hier niemals auf: „Do you are free?“ ist im Englischen unmöglich. Kurzantworten wiederholen die Verbform: „Are you ready?“ – „Yes, I am.“ „Is she in today?“ – „No, she isn't.“ Wenn du dieses kleine Muster beherrschst, kannst du bereits erstaunlich viele echte Gespräche führen.

Die Kernverwendungen im beruflichen Small Talk

Fast jeder Einstieg in den beruflichen Small Talk läuft über „am“, „is“ und „are“. Sich vorstellen: „I'm Anna. I'm from the Hamburg office. This is my colleague Marco.“ Berufe und Rollen: „I'm a project manager. She's responsible for marketing.“ Achte dabei auf den Artikel – das Englische sagt „I'm a consultant“ mit „a“, wo das Deutsche ihn weglässt („Ich bin Berater“). Gefühle und Zustände: „I'm fine, thanks. He's very busy this week. We're happy with the results.“ Orte: „She's in Room 4. The files are on the server.“ Und schließlich Verfügbarkeit, im Arbeitsleben vielleicht das nützlichste Muster überhaupt: „I'm in a meeting until two. Are you free on Friday? He's on holiday this week.“ Keiner dieser Sätze enthält ein Handlungsverb. Genau das ist die stille Stärke von „be“: Mit drei Formen und einer Handvoll Substantiven und Adjektiven meisterst du bereits die ersten fünf Minuten jedes Meetings.

Typische Fallen für Deutschsprachige

Als deutschsprachige Person startest du hier mit einem echten Vorteil, denn „sein“ funktioniert fast genauso wie „be“: „ich bin“ entspricht „I am“, „er ist“ entspricht „he is“, „wir sind“ entspricht „we are“ – und sogar „Ich bin 30“ überträgt sich direkt als „I'm 30“. Die Fallen lauern dort, wo die beiden Sprachen sich trennen. Der Klassiker ist „Ich bin einverstanden“: Im Englischen ist „agree“ ein vollwertiges Verb, der Satz heißt also schlicht „I agree“ – der weitverbreitete Fehler „I am agree“ mischt die deutsche Struktur mit englischen Wörtern. Die zweite Falle ist „Ich habe Recht“: Das Deutsche nutzt „haben“, das Englische aber „be“ – richtig ist „I'm right“, und das Gegenstück lautet „You're right“, niemals „You have right“. Die dritte Falle ist subtiler: Viele deutsche Lernende vermeiden Kurzformen und sagen „I am Anna. He is my colleague.“ Jede einzelne Form ist korrekt, aber der Rhythmus klingt steif und geschrieben. Verkürze – und du klingst sofort natürlicher.

„Be“ und alle anderen Verben im Vergleich

„Be“ verhält sich anders als jedes andere Verb im Present Simple, und genau an der Grenze zwischen den beiden Systemen rutschen A1-Lernende aus. Andere Verben beschreiben Handlungen und brauchen für Fragen und Verneinungen das Hilfsverb „do“: „Do you work here?“ „I don't know.“ „Be“ braucht kein Hilfsverb – teilt sich aber auch keinen Satz mit einem bloßen Handlungsverb. „I'm work in Berlin“ ist ein sehr häufiger Anfängerfehler: Der Satz enthält zwei konkurrierende Verben. Entscheide dich für ein System: „I work in Berlin“ (die Handlung, einfaches Present Simple) oder, für etwas, das gerade jetzt passiert, „I'm working“ – ein Muster, das dir in der Lektion zum Present Continuous richtig begegnet. Ein schneller Selbsttest: Steht nach dem Verb ein Adjektiv, ein Substantiv oder ein Ort, brauchst du wahrscheinlich „be“. Steht dort eine Handlung, brauchst du das einfache Verb – und „be“ bleibt draußen.

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