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Verbinde eine Handlung mit ihrem Ziel und unterscheide sicher zwischen for + Nomen und to + Verb.
Nach einer Handlung verwendest du meist *to + Grundform*, um die Frage warum zu beantworten. Vor einem Nomen steht *for*; *in order to* ist die formellere Zweckvariante.
Stand: Juli 2026
A2 · Gerundium und Infinitiv · 9 Min.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A2-Niveau. Du hörst Zweckangaben im Zusammenhang, unterscheidest to + Verb von for + Nomen und lernst die formelle Variante in order to. Der gesamte Lernweg dauert etwa neun Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
Der Infinitiv des Zwecks verbindet eine Handlung mit dem Ziel, das jemand damit verfolgt. Der erste Teil sagt, was geschieht; die Infinitivgruppe beantwortet anschließend die Frage *Warum?* oder *Wozu?* In *„I called to confirm the appointment“* ist *called* die Handlung und *to confirm the appointment* ihr Zweck. Die Struktur macht zwei getrennte Sätze unnötig. Statt *„I called. I wanted to confirm the appointment.“* kannst du beide Ideen knapp miteinander verbinden. Dasselbe Muster funktioniert bei Bewegung, Arbeit und Planung: *„I went to the bank to get cash.“* *„She stayed late to finish the report.“* *„We meet to discuss the budget.“* Der Infinitiv beschreibt dabei nicht, was zufällig danach geschieht, sondern welches Ziel die erste Handlung motiviert. Diese Bedeutung erkennst du mit einer einfachen Probe. Frage nach dem ersten Verb *warum?* Wenn die folgende Gruppe eine passende Antwort gibt, handelt es sich um einen Zweck. Warum rief die Person an? Um den Termin zu bestätigen. Warum blieb sie länger? Um den Bericht fertigzustellen. Genau diese Verbindung bildet Englisch mit *to + Grundform*.
Das Kernmuster besteht aus einer vollständigen Handlung und einem Infinitiv mit *to*. Nach *to* steht die unveränderte Grundform: *to confirm, to get, to discuss, to finish*. Eine Personenendung, eine Vergangenheitsform oder eine Form auf *-ing* passt an dieser Stelle nicht. In *„Lena called to confirm the appointment“* trägt *called* bereits Zeit und Person. Das zweite Verb nennt nur den Zweck und bleibt deshalb in der Grundform. Auch ein längerer Satz ändert die Struktur nicht: *„She stayed late on Thursday to finish the final report.“* Angaben zu Zeit oder Objekt können ergänzt werden, doch *to finish* bleibt als Zweckbaustein zusammen. Beim Sprechen wird *to* oft schwach ausgesprochen, während das wichtige Zweckverb den stärkeren Akzent erhält. Dadurch klingt die Verbindung wie eine natürliche Fortsetzung der ersten Handlung. Beim Schreiben hilft eine Zweiteilung: Unterstreiche zuerst das Handlungsverb, dann die Gruppe *to + Verb*. Wenn du beide Teile klar findest, kannst du prüfen, ob die zweite Gruppe wirklich die Motivation erklärt. So vermeidest du, *to* nur deshalb einzusetzen, weil zwei Verben nebeneinanderstehen.
Wenn nach der Verbindung ein Nomen folgt, verwendest du *for*: *„for a coffee“*, *„for a meeting“*, *„for the report“*. Wenn ein Verb die beabsichtigte Handlung nennt, verwendest du *to*: *„to have a coffee“*, *„to discuss the budget“*, *„to finish the report“*. Der Bedeutungsbereich kann sehr ähnlich sein, doch die Wortart bestimmt die Form. Vergleiche *„I stopped for a coffee“* mit *„I stopped to have a coffee.“* Im ersten Satz folgt auf *for* die Nomengruppe *a coffee*. Im zweiten folgt auf *to* die Grundform *have*. Diese Gegenüberstellung ist hilfreicher als eine direkte Übersetzung, weil beide englischen Sätze denselben Anlass unterschiedlich verpacken. Prüfe daher das Wort direkt nach der Lücke. Ist es ein Nomen oder beginnt dort eine Nomengruppe, passt *for*. Ist es die Grundform eines Verbs, das den Zweck nennt, passt *to*. Formen wie *„for have a coffee“* oder *„to a coffee“* mischen die beiden Muster. Halte jeden Baustein vollständig: *for + Nomen* auf der einen Seite, *to + Grundform* auf der anderen.
*In order to* drückt denselben Zweck wie ein einfacher Infinitiv mit *to* aus, gehört aber zu einem formelleren Register. *„We revised the procedure in order to reduce errors“* klingt ausführlicher und formeller als *„We revised the procedure to reduce errors.“* Beide Sätze verbinden die Änderung des Verfahrens mit ihrem Ziel. Im alltäglichen Gespräch ist die kurze Form mit *to* der Standard. Wenn du bei jeder Zweckangabe *in order to* verwendest, klingt selbst eine einfache Handlung unnötig schwer: *„I went out in order to buy bread“* ist grammatisch, doch *„I went out to buy bread“* ist im Alltag natürlicher. Für deutschsprachige Lernende entsteht die längere Form leicht aus der Gewohnheit, einen Zweck mit *um…zu* sichtbar zu markieren. Im Englischen genügt das einzelne *to*. Bewahre *in order to* für Situationen auf, in denen du bewusst formeller formulierst. Die Form ist im amerikanischen und britischen Englisch gleich. Nach dem vollständigen Ausdruck steht weiterhin die Grundform: *in order to reduce*, nicht eine Form mit *-ing* oder eine gebeugte Verbform.
Deutsch verwendet für einen Zweck die zweiteilige Verbindung *um…zu*. Wer für *um* ein englisches *for* einsetzt und anschließend *to* für *zu* ergänzt, baut Formen wie *„for to buy“*. Eine andere Übertragung lässt *to* ganz weg und erzeugt *„for buy“*: *„I go to the bakery for buy bread.“* Beide Formen gehören nicht zum englischen Standardmuster. Vor einem Zweckverb steht einfach *to*: *„I go to the bakery to buy bread.“* *For* bleibt möglich, wenn danach ein Nomen steht: *„I go to the bakery for bread.“* Diese Gegenüberstellung zeigt, dass nicht der deutsche Ausdruck, sondern die englische Wortart die Entscheidung steuert. Eine sichere Korrekturfrage lautet: Kommt nach der Verbindung eine Sache oder eine Handlung? Bei einer Sache verwendest du *for + Nomen*. Bei einer Handlung verwendest du *to + Grundform*. Übersetze *um* nicht separat. Der gesamte deutsche Baustein *um…zu* entspricht in dieser Funktion dem einfachen englischen *to*. Wenn du diese Zuordnung als Einheit lernst, verschwinden sowohl *for to* als auch *for + Verb* aus deinen Zwecksätzen.
Im beruflichen Alltag macht der Infinitiv des Zwecks Entscheidungen und Handlungen nachvollziehbar. *„I called to confirm the appointment“* erklärt den Anruf. *„We meet to discuss the budget“* nennt das Ziel des Treffens. *„She stayed late to finish the report“* verbindet zusätzliche Arbeitszeit mit einem Ergebnis. Du kannst einen Zweck auch ausdrücklich ausschließen: *„I called to confirm the meeting, not to cancel it.“* Die verneinte Infinitivgruppe macht klar, welche Absicht der Anruf nicht hatte. Baue solche Sätze in drei Schritten. Nenne zuerst die Handlung, füge dann *to + Grundform* für das Ziel hinzu und ergänze bei Bedarf ein Objekt. Wenn ein Nomen statt einer Handlung folgt, wechsle zu *for*: *„We met for a discussion.“* Für einen bewusst formellen Text kannst du *in order to* verwenden, doch im normalen Gespräch und in üblichen E-Mails bleibt die kurze Form der natürliche Standard. Prüfe zuletzt, ob der Zweck logisch zur ersten Handlung passt. Ein klarer Zwecksatz beantwortet sofort die Frage, warum jemand angerufen, ein Treffen angesetzt oder länger gearbeitet hat, ohne eine zusätzliche Begründung mit mehreren Nebensätzen zu benötigen.
Vor einem Zweckverb steht *to + Grundform*: *„I called to confirm.“* Vor einem Nomen steht *for*: *„I stopped for a coffee.“* Prüfe das Wort direkt danach: Handlung bedeutet *to + Verb*, Sache bedeutet *for + Nomen*.
Die Formen übertragen Teile des deutschen *um…zu* einzeln ins Englische. Vor einem Zweckverb verwendet Standardenglisch einfach *to*: *„I went to the bakery to buy bread.“* *For* passt nur, wenn danach ein Nomen folgt, etwa in *„for bread“*.
Setze *not* vor die Infinitivgruppe: *„I called to confirm the meeting, not to cancel it.“* Die erste Gruppe nennt den beabsichtigten Zweck; *not to cancel it* schließt die Absage als Absicht aus. So kannst du zwei mögliche Ziele klar gegeneinander abgrenzen.
Nein, die Zweckstruktur ist in beiden Varianten gleich. *In order to* gehört in beiden zu einem formelleren Register; außerhalb dieses Registers ist einfaches *to* die übliche Form. Die Wahl richtet sich daher nach dem Ton, nicht nach der Region.
*too-enough* (A2) zeigt bereits Infinitivmuster wie *„enough time to finish“*. *future-going-to* (A2) hilft dir, geplante Handlungen zu formulieren, deren Zweck du anschließend erklären kannst. *imperatives* (A1) ergänzt kurze Anweisungen, die du mit einer Begründung verbinden kannst.
Deutsch kann einen Zweck nicht mit *zu* allein markieren und benötigt dafür *um…zu*. Im Englischen erfüllt *to* beide Aufgaben: Es ist der gewöhnliche Infinitivmarker und zugleich der Zweckmarker. Deshalb entspricht dem deutschen zweiteiligen Muster in dieser Funktion ein einziges englisches Wort.
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