Vergleiche
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Zwei kleine Wörter für Grenzen, ausreichende Mengen und Entscheidungen über Zeit, Preis und Platz.
*Too* zeigt, dass eine akzeptable Grenze überschritten wird. *Enough* zeigt, dass etwas ausreicht, und steht nach einem Adjektiv, aber vor einem Nomen.
Stand: Juli 2026
A2 · Vergleiche · 9 Min.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A2-Niveau. Du hörst zwei Arten von Grenzen im Zusammenhang, lernst die wechselnde Position von enough und übst Mengen sowie Infinitivmuster. Der gesamte Lernweg dauert etwa neun Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
*Too* und *enough* ordnen eine Eigenschaft oder Menge im Verhältnis zu einer Grenze ein. *Too* zeigt, dass etwas die akzeptable Grenze überschreitet und dadurch ein Problem entsteht. In *„The price is too high“* ist der Preis nicht bloß hoch; er liegt höher, als die Situation erlaubt. *Enough* zeigt dagegen, dass ein Bedarf erfüllt wird. *„We have enough time“* bedeutet, dass die vorhandene Zeit für die geplante Aufgabe ausreicht. Der Maßstab kann sich mit der Situation ändern. Ein Raum kann für sechs Personen groß genug, für zwölf aber nicht groß genug sein. Deshalb beschreiben beide Wörter keine feste Eigenschaft der Welt, sondern eine Beziehung zwischen einem Ist-Zustand und einem Ziel, Bedarf oder Limit. Im Berufsalltag hilft dir dieser Kontrast bei Entscheidungen: Ist ein Angebot zu teuer? Gibt es genug Personal? Ist der Besprechungsraum groß genug? Sobald du die Grenze erkennst, wird die Bedeutung klar. *Too* liegt problematisch darüber; *not enough* liegt darunter; *enough* erreicht den benötigten Punkt. Diese kleine Skala trägt die gesamte Lektion.
Vor einem Adjektiv steht *too*: *„too high“*, *„too small“*, *„too tired“*. Das Wort macht aus der Eigenschaft ein Hindernis oder einen Nachteil. *„The room is small“* beschreibt nur eine Größe; *„The room is too small“* sagt, dass die Größe für den vorgesehenen Zweck nicht genügt. Bei Nomen brauchst du zusätzlich die passende Mengenform. Vor einem nicht zählbaren Nomen steht *too much*: *„too much work“*, *„too much time“*. Vor einem zählbaren Nomen im Plural steht *too many*: *„too many meetings“*, *„too many applicants“*. Die Wahl folgt also derselben Grenze wie bei anderen Mengenwörtern: Kannst du einzelne Einheiten zählen, verwendest du *many*; geht es um eine nicht einzeln gezählte Menge, verwendest du *much*. Typische Lernfehler wie *„too many work“* oder *„too much meetings“* wählen die falsche Nomenklasse. Prüfe deshalb in zwei Schritten. Entscheide zuerst, ob die Menge problematisch groß ist. Bestimme dann, ob das Nomen zählbar oder nicht zählbar ist. So erhältst du *too much work*, aber *too many tasks*.
Die Bedeutung von *enough* bleibt gleich, doch seine Position hängt davon ab, was es ergänzt. Bei einem Adjektiv steht es danach: *„big enough“*, *„old enough“*, *„reliable enough“*. Du nennst zuerst die Eigenschaft und dann, dass ihr Grad ausreicht. Vor einem Nomen steht *enough* dagegen davor: *„enough time“*, *„enough staff“*, *„enough space“*. Hier bestimmt es direkt die Menge des Nomens. Diese zwei Bausteine solltest du getrennt, aber als Paar lernen: Adjektiv + *enough*; *enough* + Nomen. Der deutsche Ausdruck *„alt genug“* hilft bei der ersten Form, weil die Reihenfolge gleich ist. Auch *„genug Zeit“* entspricht eigentlich der englischen Position. Trotzdem entsteht bei Lernenden häufig *„time enough“*, besonders wenn sie die Adjektivregel zu weit ausdehnen. In modernem Standardenglisch steht *enough* vor dem Nomen. Ein weiterer Fehler dreht die Adjektivgruppe um und erzeugt *„enough big“*. Frage beim Prüfen deshalb nur: Ergänze ich eine Eigenschaft oder eine Sache beziehungsweise Menge? Hinter der Eigenschaft, vor dem Nomen – so bleibt die Position stabil.
Sowohl *too* als auch *enough* können zu einem Infinitiv führen, der die betroffene Handlung nennt. Bei *too* wird die Handlung durch das Übermaß blockiert: *„The team is too tired to work.“* Die Müdigkeit liegt über der akzeptablen Grenze, deshalb kann die Arbeit nicht stattfinden. Bei *enough* ist die Handlung möglich, weil die Bedingung erfüllt wird: *„We have enough time to finish.“* Die Zeit reicht für den Abschluss. Das Muster funktioniert auch mit einem Adjektiv: *„The room is big enough to use for the meeting.“* Entscheidend ist die logische Verbindung. Die Eigenschaft oder Menge kommt zuerst; der Infinitiv mit *to* benennt danach die Handlung, die unmöglich oder möglich wird. Lerne die Gruppen als vollständige Aussagen: *too tired to work*, *enough time to finish*, *big enough to use*. Setze nach *too* oder *enough* nicht sofort irgendeine Verbform ein. Zuerst muss die passende Adjektiv- oder Nomengruppe vollständig sein; anschließend folgt *to + Grundform*. Auf diese Weise kannst du in einer Verhandlung nicht nur ein Problem nennen, sondern auch erklären, welche praktische Folge es hat.
Die Ähnlichkeit zwischen deutschem *genug* und englischem *enough* ist hilfreich, kann aber auch zu falscher Sicherheit führen. Bei Adjektiven stimmen die Sprachen überein: *„alt genug“* entspricht *„old enough“*. Vor Nomen steht im modernen Standardenglisch ebenfalls die Reihenfolge *enough + Nomen*: *„enough time“*. Trotzdem taucht der Fehler *„time enough“* auf, weil Lernende die nachgestellte Position aus der Adjektivgruppe auf das Nomen übertragen. Behandle *enough time* deshalb als festen Baustein. Eine zweite Falle entsteht aus deutschem *zu*, das dem englischen *too* entspricht, wenn ein Grad übermäßig ist. In längeren Gruppen geraten Mengenwort und Nomen leicht durcheinander. Die sichere Reihenfolge lautet *too much + nicht zählbares Nomen* oder *too many + zählbares Nomen im Plural*: *„too much work“*, *„too many meetings“*. Lies deine Wortgruppe vor dem ganzen Satz laut. Klingt der Kern bereits richtig, kannst du Ergänzungen anhängen: *„too much work to finish today“* oder *„enough time to discuss the quote“*. Der feste Kern schützt die Wortstellung, wenn der Satz länger wird.
Bei Anforderungen helfen *too* und *enough*, eine Bewertung direkt mit einem praktischen Maßstab zu verbinden. *„The price is too high“* nennt eine überschrittene Kostengrenze. *„We don't have enough staff“* zeigt, dass die vorhandene Personenzahl den Bedarf nicht deckt. *„Is the room big enough for twelve?“* prüft, ob eine räumliche Anforderung erfüllt wird. Dabei kannst du mit der Formulierung auch den Ton beeinflussen. *„The room is not big enough“* beschreibt die fehlende Eignung neutral. *„The room is too small“* stellt die problematische Eigenschaft stärker in den Vordergrund und kann eher wie eine Beschwerde klingen. Die Wortstellungsregeln unterscheiden sich im amerikanischen und britischen Englisch nicht; beide Varianten verwenden *too + Adjektiv*, Adjektiv + *enough* und *enough + Nomen*. Wähle daher die Form nach Bedeutung und gewünschtem Ton, nicht nach Region. Eine gute kurze Bewertung enthält oft Problem, ausreichende Ressource und Folge: *„The price is too high, but the room is big enough and we have enough time to find another option.“* So wird aus Grammatik eine klare Entscheidungshilfe.
*Too* zeigt, dass eine akzeptable Grenze überschritten wird und ein Problem entsteht: *„too expensive“*. *Enough* zeigt, dass ein Bedarf erfüllt wird: *„enough time“* oder *„big enough“*. Mit *not enough* beschreibst du, dass etwas unter dem Bedarf bleibt.
Die Position hängt von der Wortart ab. Hinter einem Adjektiv steht *enough*: *„big enough“*. Vor einem Nomen steht es dagegen davor: *„enough time“*. *„Time enough“* ist in modernem Standardenglisch archaisch und nicht die Form, die du für aktuelle Standardsprache lernen solltest.
Der Infinitiv nennt die Handlung, die durch eine Grenze blockiert oder ermöglicht wird. *„Too tired to work“* bedeutet, dass die Müdigkeit die Arbeit verhindert. *„Enough time to finish“* bedeutet, dass die vorhandene Zeit den Abschluss ermöglicht.
Nein, die Positionsregeln sind in beiden Varianten gleich. Ein Unterschied liegt eher im Ton: *„not big enough“* wirkt neutral, während *„too small“* eher wie eine Beschwerde klingen kann. Diese Registerwirkung gilt in beiden Varianten.
*comparatives-superlatives* (A2) hilft dir, Eigenschaften auf einer Skala zu vergleichen. *some-any-much-many* (A2) festigt die Unterscheidung zwischen zählbaren und nicht zählbaren Mengen. Danach vertieft *infinitive-purpose* (A2) weitere Verwendungen des Infinitivs mit *to*.
*Enough* geht auf das altenglische *genog* zurück und ist mit dem deutschen *genug* verwandt. Beide Sprachen haben die alte germanische Gewohnheit bewahrt, das Wort nach Adjektiven zu setzen. Deshalb entsprechen sich *„old enough“* und *„alt genug“* in ihrer Reihenfolge.
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