Pronomen
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Die passenden Formen für Selbstbezug, Betonung und selbstständiges Handeln.
Verwende ein Reflexivpronomen, wenn Subjekt und Objekt dieselbe Person oder Gruppe sind. Es kann außerdem die handelnde Person betonen oder nach by die Bedeutung allein ausdrücken.
Stand: Juli 2026
A2 · Pronomen · 9 Min.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A2-Niveau. Du lernst alle Reflexivformen, unterscheidest Selbstbezug, Betonung und selbstständiges Handeln und vermeidest typische Übertragungen aus dem Deutschen. Der Lernweg dauert etwa neun Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
Ein Reflexivpronomen zeigt zurück auf das Subjekt eines Satzes. Die handelnde Person und die Person, auf die sich die Handlung richtet, sind dann dieselbe. In *„She taught herself Spanish“* ist *she* die Lehrerin und zugleich die Lernende. Wenn eine andere Person unterrichtet würde, bräuchtest du stattdessen ein gewöhnliches Objektpronomen: *„She taught him Spanish“*. Diese Rückverbindung erklärt den Namen der Wortart. Das Reflexivpronomen führt keine neue Person ein, sondern verweist auf eine Person oder Gruppe, die bereits als Subjekt genannt wurde. Du kannst den Satz deshalb mit einer einfachen Frage prüfen: Wer handelt, und wen betrifft die Handlung? Wenn beide Antworten dieselbe Person nennen, passt häufig eine Reflexivform. In *„I introduced myself“* beziehen sich *I* und *myself* auf den Sprecher. In *„They introduced themselves“* beziehen sich Subjekt und Objekt auf dieselbe Gruppe. Die Form muss mit Person und Anzahl des Subjekts übereinstimmen. Diese Kernfunktion ist enger als das deutsche *sich*; nicht jedes deutsche reflexive Verb verwendet im Englischen ein Reflexivpronomen.
Die Singularformen enden auf *-self*: *I → myself*, *you → yourself*, *he → himself*, *she → herself* und *it → itself*. Für mehrere Personen brauchst du *-selves*: *we → ourselves*, *you → yourselves* und *they → themselves*. Bei *you* zeigt also erst die Reflexivform eindeutig, ob eine einzelne Person oder mehrere gemeint sind. *Yourself* ist Singular, *yourselves* ist Plural. Lerne jede Form direkt mit ihrem Subjekt, nicht als isolierte Liste. Kurze Paare wie *„I introduced myself“*, *„She introduced herself“* und *„We introduced ourselves“* verbinden Grammatik und Bedeutung. Achte besonders auf *himself* und *themselves*. Formen wie *„hisself“* oder *„theirselves“* gehören nicht zum hier gelehrten Standardset. Auch *myself* beginnt mit *my-* und nicht mit dem Objektpronomen *me*. Die Formen sehen deshalb nicht vollständig gleich gebaut aus, müssen aber jeweils als ein Wort geschrieben werden. Beim Schreiben kannst du zuerst das Subjekt markieren und danach die zugehörige Form auswählen. Bei einer Pluralgruppe kontrollierst du zusätzlich die Endung *-selves* statt *-self*.
Einige häufige Wendungen zeigen die Kernfunktion besonders klar. Mit *„Let me introduce myself“* stellst du dich selbst vor; Subjekt und vorgestellte Person sind identisch. In *„She taught herself Spanish“* erwirbt die Person das Wissen ohne eine andere Lehrkraft. *„Enjoy yourself“* ist ein üblicher Wunsch, dass eine Person eine gute Zeit hat. *„Help yourself to coffee“* lädt jemanden ein, sich selbst Kaffee zu nehmen. Lerne solche Wendungen als vollständige Bausteine, denn die passende Form wechselt mit der angesprochenen Person oder Gruppe. Zu einer Person sagst du *„Help yourself“*, zu mehreren *„Help yourselves“*. Die Grammatik folgt trotzdem dem Grundmuster: Das Reflexivpronomen bezieht sich auf das ausdrückliche oder verstandene Subjekt. Bei einem Imperativ ist dieses Subjekt *you*, auch wenn es im Satz nicht sichtbar steht. Nicht jedes Verb verlangt jedoch automatisch ein Reflexivpronomen. Die Form erscheint, wenn die Bedeutung tatsächlich zur gleichen Person zurückführt oder wenn die Wendung im Englischen so gebaut wird. Eine deutsche reflexive Form allein ist kein ausreichender Grund; dafür brauchst du den englischen Satzbau.
Reflexivpronomen können eine Person auch betonen, ohne als notwendiges Objekt zu dienen. In *„I did it myself“* zeigt *myself*, dass der Sprecher die Aufgabe persönlich erledigt hat. Der Kernsatz *„I did it“* bleibt grammatisch vollständig; die Reflexivform fügt den Kontrast hinzu, dass keine andere Person die Handlung übernommen hat. Diese betonte Form steht häufig nach dem Objekt oder am Satzende. Eine verwandte, aber klarere Bedeutung entsteht mit *by*. *„I did it by myself“* bedeutet, dass der Sprecher ohne Hilfe oder Begleitung gehandelt hat. *„She runs the office by herself“* beschreibt eine Person, die das Büro allein führt. Bei einer Gruppe heißt es entsprechend *„We completed the report by ourselves“*. Unterscheide die beiden Muster: ohne *by* betonst du, wer die Handlung persönlich ausgeführt hat; mit *by* betonst du, dass die Person oder Gruppe allein war. Im Gespräch können sich diese Bedeutungen überschneiden, doch der Zusatz *by* macht die Idee der fehlenden Hilfe oder Begleitung ausdrücklich. Die Reflexivform stimmt in beiden Fällen weiterhin mit dem Subjekt überein.
Das deutsche *sich* wird bei deutlich mehr Verben verwendet als ein englisches Reflexivpronomen. Eine Wort-für-Wort-Übertragung erzeugt deshalb typische Fehler. Für *„Ich fühle mich gut“* sagst du *„I feel well“* oder *„I feel good“*, nicht *„I feel myself“*. Für *„Wir treffen uns um acht“* heißt es *„We meet at eight“*, nicht *„We meet us at eight“*. Auch bei *remember* steht in der hier gezeigten Bedeutung keine Reflexivform: *„I remember the name“*, nicht *„I remember myself the name“*. Diese Verben beziehen sich im Deutschen grammatisch auf das Subjekt zurück, werden im Englischen aber ohne reflexives Objekt gebaut. Lerne die Unterschiede deshalb als kurze englische Sätze: *„I feel well“*, *„We meet at eight“*, *„I remember the name“*. Daneben stehen die echten englischen Reflexivbausteine *„enjoy yourself“*, *„help yourself“*, *„introduce myself“* und *„teach herself“*. Entscheide nicht nach dem deutschen Pronomen, sondern nach dem englischen Verbmuster. Wenn du unsicher bist, prüfe, ob die englische Handlung wirklich ein Objekt braucht, das dieselbe Person wie das Subjekt bezeichnet.
Im Berufsalltag erscheinen Reflexivformen häufig bei Vorstellungen, persönlicher Verantwortung und selbstständigem Handeln. Mit *„Let me introduce myself“* beginnst du eine Vorstellung. *„I prepared the slides myself“* betont, dass du persönlich die Arbeit erledigt hast. *„I prepared the slides by myself“* fügt hinzu, dass du dabei keine Hilfe hattest. In einer freundlichen Bürosituation ist *„Help yourself to coffee“* eine Einladung. Diese Bausteine zeigen, dass dieselbe Form unterschiedliche Aufgaben übernehmen kann; der Satzbau macht die jeweilige Bedeutung klar. Bei einer einzelnen angesprochenen Person steht *yourself*, bei mehreren *yourselves*. Für eine Gruppe, zu der du selbst gehörst, brauchst du *ourselves*: *„We organised the meeting ourselves.“* Im gegenwärtigen Standardset verwendest du für *they* die Form *themselves*. Im amerikanischen Sprachgebrauch verbreitet sich *themself* für singularisches *they*, während die britische Schulgrammatik weiterhin *themselves* lehrt. Auf A2 konzentrierst du dich auf das Standardset mit *themselves*. So bleiben Person, Anzahl und Funktion zuverlässig erkennbar, während du regionale Entwicklungen später einordnen kannst.
Ein Reflexivpronomen verweist auf dieselbe Person wie das Subjekt: „She taught herself.“ Ein Objektpronomen führt eine andere betroffene Person ein: „She taught him.“ Frage, ob handelnde und betroffene Person identisch sind.
Das deutsche treffen steht in diesem Satz mit uns, aber die englische Entsprechung meet braucht hier kein Reflexivpronomen. Deshalb heißt es „We meet at eight“. Die deutsche Struktur lässt sich nicht Wort für Wort übertragen.
„I did it myself“ betont, dass ich persönlich die Handlung ausgeführt habe. „I did it by myself“ sagt ausdrücklich, dass ich dabei allein oder ohne Hilfe war. Die Bedeutungen können sich überschneiden, doch by macht die Idee allein sichtbar.
Themself verbreitet sich für singularisches they in amerikanischen Gebrauchstexten. Die britische Schulgrammatik lehrt weiterhin themselves. Auf A2 lernst du das Standardset mit themselves.
Wiederhole zuerst *subject-pronouns* (A1) und *object-pronouns* (A1), damit du handelnde und betroffene Personen unterscheiden kannst. *possessive-adjectives-pronouns* (A1) hilft dir anschließend, ähnlich aussehende Formen wie my, mine und myself auseinanderzuhalten.
Englische Reflexivformen entstanden aus einem Pronomen und dem Wort self, das zunächst der Betonung diente. Deshalb verbindet die Standardsprache my mit self zu myself und nicht das Objektpronomen me mit self. Heute wird die Verbindung als ein Wort geschrieben.
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