Ein Projektleiter meldet ein Lieferantenrisiko an seinen Programmdirektor – früh, sachlich und mit Lösungen im Gepäck.
B2 · Dialog · 4 Min. · kostenlos
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Transkript
Schlüsselwendungen
Sprachnotizen
In dieser Episode meldet ein Projektleiter seinem Programmdirektor ein Lieferantenrisiko: Erst die Entwarnung, dann die Fakten, dann Wahrscheinlichkeit und Auswirkung, zuletzt drei Gegenmaßnahmen. Sie lernen die Sprache des professionellen Risiko-Reportings – und den Unterschied zwischen „sensible" und „sensitive" (Niveau B2).
Tobias' erster Satz enthält beides: die Ankündigung („I'd like to flag a potential risk") und die Entwarnung („the project itself is fully on track"). Diese Reihenfolge verhindert, dass der Zuhörer in den Alarmmodus schaltet, bevor die Fakten auf dem Tisch liegen. Das Verb „to flag" ist dabei bewusst leise – es heißt markieren, nicht eskalieren. Wer stattdessen mit „We have a problem" beginnt, hat die Panik schon ausgelöst, die er vermeiden wollte.
Tobias trennt drei Ebenen, die deutsche Sprecher gern vermischen: was er beobachtet hat („two warning signs"), was es bedeuten könnte („they suggest the supplier may be under financial pressure") und wie er es bewertet („probability … low, impact … high"). Hedging-Verben wie „suggest", „may" und „perhaps" sind hier keine Schwäche, sondern Präzision: Sie zeigen, dass er Vermutung und Fakt auseinanderhält. Genau das macht eine Risikomeldung auf B2-Niveau glaubwürdig.
Das deutsche „sensibel" (heikel, empfindlich) heißt auf Englisch „sensitive" – „sensible" bedeutet „vernünftig". Ein „sensible topic" wäre also ein vernünftiges Thema, was in Tobias' Satz keinen Sinn ergibt. Richard korrigiert freundlich und setzt später eine Pointe: „Sensible steps — in the correct meaning of the word." Merken Sie sich das Paar so: sensitive data = sensible Daten, a sensible decision = eine vernünftige Entscheidung.
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Häufige Fragen
Niveau B2 (GER). Der Dialog nutzt nuanciertes Projekt-Englisch mit Hedging-Formulierungen („may", „suggest", „perhaps"); alle acht Schlüsselbegriffe werden zweisprachig erklärt.
In vier Schritten: Entwarnung vorweg („the project itself is on track"), Beobachtungen statt Urteile („we have noticed two warning signs"), Wahrscheinlichkeit und Auswirkung trennen („probability low, impact high") und fertige Gegenmaßnahmen anbieten („three mitigation steps").
„Sensible" heißt vernünftig, „sensitive" heißt sensibel/heikel. Das deutsche „sensibel" ist ein falscher Freund: „ein sensibles Thema" ist „a sensitive topic", niemals „a sensible topic".
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