Simmonds · Lego Principle
B2 · Workplace Skills · 10 min · 10 Bausteine

AI and the Future of Work

Im Deutschen bleibt das Verb „werden“ stehen, und die Nuance wandert in ein kleines Wort: wohl, sicher, vermutlich. Im Englischen sitzt die Nuance meist in einem festen Verbblock. Diese Lektion gibt dir die Leiter von „is bound to“ bis „is unlikely to“, die Verben der Veränderung und die Rahmen für eine ausgewogene Antwort im Meeting oder im Interview.

Der eine Satz, den du dir merken wirst
AI is likely to change my job, but it's unlikely to replace it.
Zwei Sprossen derselben Leiter in einem Satz – und kein einziges pauschales „will“.
Von Simmonds·Ohne Anmeldung·Kostenlos testen·Ca. 10 Minuten
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Wie spricht man auf Englisch über KI und die Zukunft der Arbeit?

Mit abgestufter Sicherheit statt einem pauschalen „will“: „is bound to“ für fast sicher, „is likely to“ für wahrscheinlich, „may well“ für offen, „is unlikely to“ für eher nicht. Dazu die Verben der Veränderung wie „automate“, „augment“ und „replace“ und Rahmen wie „on the one hand … on the other“ für eine ausgewogene Antwort.

  • Im Englischen sitzt die Nuance meist in einem festen Verbblock: „is likely to change“, nicht „will“ mit einem weggefallenen „wohl“.
  • „Will“ bleibt richtig für Entscheidungen und feste Vorhersagen – die Leiter liefert die Zwischentöne.
  • „Arbeitsplätze“ sind „jobs“, eine „chance“ kann negativ sein, und Stellen und Aufgaben „go“ – das schlichte Verb für „wegfallen“.

Stand: Juli 2026

B2 · Arbeitswelt · 10 Min.

KI und die Zukunft der Arbeit auf Englisch – Baustein für Baustein erklärt.

Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf B2-Niveau. Du hörst einen Satz aus einem Vorstellungsgespräch, lernst von einem Tutor, warum ein pauschales „will“ dich zu sicher klingen lässt, bekommst die Leiter von „is bound to“ bis „is unlikely to“, die Verben der Veränderung und die Rahmen für eine ausgewogene Antwort – und übst sie anschließend in den Aufgaben, bevor ein Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert etwa zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.

  • GER-NiveauB2 · Obere Mittelstufe
  • BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
  • KompetenzenSprechen, Wortschatz, Hören, Schreiben
  • Bausteine10 Bausteine

Vertiefung — Folie für Folie →

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Warum ein pauschales „will“ dich zu sicher klingen lässt

Im Deutschen ist eine Prognose eine Sache des Verbs „werden“ plus einem kleinen Wort: „Das wird wohl so kommen“, „das wird sicher so kommen“, „das wird vermutlich anders“. Das Verb bleibt gleich, die Nuance liegt in der Partikel oder im Adverb – und weil diese Wörter so unauffällig sind, gehen sie beim Übersetzen als Erstes verloren. Übrig bleibt „will“, und zwar in jedem Satz: „AI will replace the translators“, „the reporting will change“, „the jobs will go“. Für englische Ohren klingt das nicht vorsichtig, sondern absolut, als hättest du das Ergebnis bereits gesehen. Im Englischen sitzt die Nuance meist nicht in einem losen Adverb, sondern in einem festen Verbblock: „is likely to change“, „may well change“, „is unlikely to change“. Auch „will probably“ und „will certainly“ gehören auf die Leiter – die festen Blöcke sind aber die Formen, die deutschen Sprechern am ehesten fehlen. Das ist keine Frage der Höflichkeit, sondern der Information – dein Gegenüber hört an der Verbform, wie sicher du bist. „Will“ ist dabei nicht falsch; es bleibt die normale Form für Entscheidungen und feste Vorhersagen: „The tool will go live in the spring.“ Die Leiter dieser Lektion ersetzt „will“ also nicht. Sie stellt die Zwischentöne daneben, die du im Deutschen mit „wohl“ und „vermutlich“ ausdrückst – und die im Englischen meist ein anderer Verbblock ausdrückt, nicht ein eingeschobenes „wohl“.

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Die Leiter: von „is bound to“ bis „is unlikely to“

Die Leiter hat vier Sprossen, und jede Sprosse ist ein fester Block, den du unverändert in den Satz setzt. Ganz oben steht die Fast-Sicherheit: „is bound to“ und „will certainly“ – die Hinweise zeigen in eine Richtung, und du sagst das auch: „Routine tickets are bound to be automated.“ Darunter kommt die Wahrscheinlichkeit: „is likely to“ und „will probably“ – deine beste Einschätzung, mit Platz für Irrtum: „The reporting is likely to change.“ In der Mitte steht das Offene: „may well“ und „could“ – eine echte Möglichkeit, die du weder zusagst noch ausschließt: „The client calls may well stay as they are.“ Dabei ist „may well“ eine Spur zuversichtlicher als ein nacktes „may“. Ganz unten steht die Unwahrscheinlichkeit: „is unlikely to“ und „probably won't“ – du erwartest es nicht, schließt es aber nicht aus: „The role itself is unlikely to go.“ Drei der Blöcke haben dieselbe Form: „be“ + „bound“ / „likely“ / „unlikely“ + „to“ + Verb, und das „be“ richtet sich nach dem Subjekt („the jobs are likely to“, „the role is likely to“). Bei „will probably“ und „may well“ steht das Adverb zwischen dem Modalverb und dem Verb. Der Satz auf der Hörfolie nutzt zwei Sprossen auf einmal – „is likely to change“, „unlikely to replace“ –, und genau das macht ihn glaubwürdig: Wer abstuft, hat offensichtlich nachgedacht.

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Die Verben der Veränderung: „automate“, „augment“, „take over“, „free up“, „replace“, „phase out“

Die Sprossen brauchen ein Verb dahinter, und im Gespräch über KI sind es immer wieder dieselben. „To automate“ heißt, dass ein System die Aufgabe erledigt, ohne dass jemand jeden Schritt ausführt: „The sorting is bound to be automated.“ „To augment“ ist das Gegenstück, für das dem Deutschen ein Alltagswort fehlt: Der Mensch bleibt, das Werkzeug macht ihn schneller oder besser – „the tool augments the advisers“. „To take over“ beschreibt den Wechsel einer Aufgabe vom Menschen zum Werkzeug: „a tool may well take over the note-taking“. „To free up“ ist das Verb für die gewonnene Zeit: „that frees up time for client work“. „To replace“ ist das deutsche „ersetzen“ – und meist das Verb, das du mit einer niedrigen Sprosse kombinierst: „is unlikely to replace“. „To phase out“ heißt etwas schrittweise abschaffen: „the old reporting is likely to be phased out“. Auf der Seite der Menschen stehen „to reskill“ (für eine neue Rolle ausbilden) und „to upskill“ (die Fähigkeiten in der bestehenden Rolle vertiefen), „to be made redundant“ (die Stelle fällt weg, nicht die Leistung) und „to shift to“ (der Schwerpunkt der Arbeit verlagert sich): „our work is likely to shift to quality checks“. Die Grundvokabeln – „generative AI“, „prompt“, „human in the loop“ – findest du in ai-at-work-vocabulary (B2), zusammen mit der Regel, dass „AI“ als Technologiebegriff meist ohne Artikel steht. Diese Lektion setzt sie voraus und kümmert sich um das, was danach kommt: die Verben, mit denen du beschreibst, was das Werkzeug mit der Arbeit macht.

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Ausgewogen antworten: „on the one hand“, „in the long run“, „rather than“

Eine gute Antwort auf die Frage „Wird KI euren Job verändern?“ ist selten ein Ja oder ein Nein, sondern ein Satz mit zwei Seiten. Dafür gibt es feste Rahmen, die du wie Klammern um deine Leiter setzt. „On the one hand … on the other (hand)“ nennt beide Seiten derselben Veränderung in einem Atemzug: „On the one hand, drafting is bound to speed up; on the other, someone still has to check every draft.“ Das deutsche „einerseits … andererseits“ verleitet zu „on the one side“ – die englische Formel arbeitet mit „hand“. „In the short term … in the long run“ trennt, was zuerst passiert, von dem, was später kommt: „In the short term that means more work, not less; in the long run it frees up time.“ „In the long term“ ist ein ebenso üblicher Partner. „The upside is … / the downside is …“ benennt Gewinn und Kosten offen: „The upside is faster drafts; the downside is that errors look confident.“ Und „rather than replacing X, it will …“ korrigiert die absolute Version, bevor jemand sie ausspricht: „Rather than replacing the advisers, the tool is likely to take over the note-taking.“ Mit einem dieser Rahmen und zwei Sprossen hast du eine Antwort, die im Meeting, im Interview und in der Mail an den Kunden gleichermaßen trägt – und die niemand als Panik oder als Schönfärberei abtun kann.

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Deutsche Fallen: Arbeitsplätze, Chance, wegfallen, ersetzen

Neben dem pauschalen „will“ gibt es vier Wörter, die bei diesem Thema fast jedes Mal aus dem Deutschen herüberrutschen. Erstens „Arbeitsplätze“: Gemeint sind Stellen, und die heißen „jobs“ – „some of the back-office jobs are likely to go“. Ein „workplace“ ist der Ort, an dem du arbeitest, nicht die Stelle; „AI will cost workplaces“ klingt, als verschwänden Gebäude. Zweitens „Chance“: Im Deutschen ist eine Chance etwas Gutes, im Englischen ist „a chance“ zunächst eine Wahrscheinlichkeit, und die kann auch negativ sein: „there's a chance the role will go“. Für eine eindeutig erwünschte Gelegenheit ist „opportunity“ oft die klarere Wahl – „the rollout is an opportunity to upskill“ –, auch wenn „chance“ ebenfalls positiv sein kann: „a great chance to learn something new“. Drittens „wegfallen“: Das schlichte Verb für Stellen und Aufgaben ist „go“ oder „disappear“ – „some of the routine tasks will simply go“. „Fall away“ ist möglich, wenn Aufgaben nach und nach überflüssig werden – für eine Stelle, die gestrichen wird, greifen Muttersprachler aber meist zu „go“. Viertens „ersetzen durch“: Das Verb ist „replace“, und das Neue kommt mit „with“ oder „by“ dazu: „replace the manual check with a tool“, nicht „replace through“. Dazu kommt eine kleine Falle in der Aussprache: Im Deutschen liegt die Betonung bei „unwahrscheinlich“ meist auf „un-“, im Englischen liegt sie bei „unlikely“ auf „like“. Wer „UN-likely“ sagt, klingt, als widerspräche er jemandem. Diese Fallen sind klein – aber sie sind genau die Stellen, an denen ein Zuhörer merkt, dass du übersetzt.

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Drei Situationen: Statusmeeting, Interview, Kundenmail

Zum Schluss die drei Situationen, in denen du diese Blöcke wirklich brauchst. Im Statusmeeting geht es um Aufgaben, nicht um Schicksale, also bleibst du konkret und auf der Leiter: „The ticket sorting is bound to be automated in the next release; the escalations are unlikely to change.“ Im Interview lautet die Frage fast immer „Do you think AI will replace your role?“, und die stärkste Antwort nutzt zwei Sprossen und einen Rahmen: „Parts of it are likely to be automated, but the client side is unlikely to go – if anything, the tool frees up time for it.“ In der Kundenmail zählt Zurückhaltung: Du versprichst nichts, was du nicht weißt, und sagst „is likely to“ statt „will“, sobald es um Zeitpläne geht, die nicht in deiner Hand liegen – „the new export is likely to be ready after the next release“. In allen drei Fällen gilt derselbe Grundsatz: erst die Sprosse wählen, dann das Verb. Wenn dir die Grundlagen fehlen – wann „will“, wann „going to“, wann das Present Continuous die Zukunft ausdrückt –, ist future-forms (B1) die richtige Vorstufe. Und wer die Leiter beherrscht und noch vorsichtiger formulieren will, etwa in einem Bericht oder vor Kunden, findet in hedging-distancing (C1) den nächsten Schritt.

Arbeitsblatt: AI and the Future of Work (PDF)3 Seiten · am Bildschirm ausfüllbar oder ausdrucken · mit LösungsschlüsselPDF herunterladen

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