Simmonds · Lego Principle
A1 · Modals · 9 min · 10 Bausteine

Can and Can't

Drücke aus, was möglich ist, was jemand kann und worum du freundlich bitten möchtest.

Der eine Satz, den du dir merken wirst
She can speak three languages, but she can't read this menu.
Fähigkeit und Grenze in einem Satz: Das Modalverb bleibt unverändert.
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Wie verwende ich *can* und *can't*?

Mit *can* drückst du Fähigkeit, Möglichkeit oder informelle Erlaubnis aus. Die Form bleibt bei allen Personen gleich; danach folgt die Grundform ohne *to*. Die Verneinung lautet *can't* oder *cannot*.

  • Aussage: Subjekt + *can* + Grundform.
  • Verneinung: *can't* oder *cannot* + Grundform.
  • Frage: *Can* + Subjekt + Grundform?

Stand: Juli 2026

A1 · Modalverben · 9 Min.

Can und Can't – Baustein für Baustein erklärt.

Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A1-Niveau. Du hörst das Modalverb im Zusammenhang, lernst sein festes Satzmuster und übst Fähigkeiten, Bitten, Erlaubnis und Verneinungen. Der gesamte Lernweg dauert etwa neun Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.

  • GER-NiveauA1 · Anfänger
  • BearbeitungszeitEtwa 9 Minuten
  • KernmusterModalverb + Grundform
  • Bausteine10 Bausteine

Was das Modalverb tatsächlich leistet

Das Modalverb *can* hilft dir, drei eng verwandte Ideen auszudrücken. Erstens beschreibst du damit eine Fähigkeit: *„She can speak three languages.“* Der Satz sagt, dass die Person diese Fertigkeit besitzt. Zweitens kannst du eine Möglichkeit nennen: *„This room can get noisy.“* Hier geht es nicht um eine gelernte Fertigkeit des Raums, sondern darum, was unter bestimmten Umständen möglich ist. Drittens verwendest du *can* für informelle Erlaubnis und für Bitten. Mit *„Can I leave early?“* fragst du, ob dir etwas erlaubt wird. Mit *„Can you send me the report?“* bittest du eine andere Person um eine Handlung. Die genaue Bedeutung kommt aus dem Zusammenhang, nicht aus einer anderen grammatischen Form. Das macht das Modalverb besonders praktisch: Du lernst ein kleines Wort und kannst damit über eigene Fähigkeiten, Bedingungen und einfache soziale Situationen sprechen. Im Büro kannst du zum Beispiel erklären, wer welche Sprachen spricht, ob ein Termin möglich ist oder ob jemand einen Bericht senden kann. Die gemeinsame Idee lautet stets, dass eine Handlung möglich, machbar oder erlaubt ist.

Eine Form für jede Person

Bei der Form ist *can* ungewöhnlich einfach. Es bleibt bei jedem Subjekt gleich: *„I can“*, *„you can“*, *„he can“*, *„she can“*, *„we can“* und *„they can“*. In der dritten Person Singular kommt deshalb kein *-s* hinzu. Ein Satz wie *„He cans use the software“* überträgt eine Endung aus anderen Verben auf ein Modalverb und ist nicht korrekt. Richtig heißt es *„He can use the software.“* Direkt nach *can* steht die Grundform des Hauptverbs. Diese Grundform trägt ebenfalls keine Personenendung: *„She can speak“*, nicht *„She can speaks“*. Du kannst das Muster wie einen festen Baustein lernen: Subjekt + *can* + Grundform. Tauscht du das Subjekt aus, bleibt der Rest stabil. *„I can help“* wird zu *„Marta can help“*, ohne dass du das Modalverb oder *help* veränderst. Gerade am Anfang lohnt es sich, ganze kurze Gruppen laut zu wiederholen: *„I can work“*, *„she can work“*, *„they can work“*. So hörst du, dass die Grammatik keine zusätzliche Endung verlangt.

Die Grundform kommt ohne to

Nach *can* folgt das Hauptverb als bloße Grundform, also ohne *to*. Du sagst *„I can swim“*, *„She can read“* und *„We can send the report.“* Formen wie *„can to swim“* oder *„can to send“* sind nicht Teil dieses Musters. Für deutschsprachige Lernende ist diese Stelle besonders wichtig. Im Deutschen steht bei vielen Verbindungen ein Infinitiv, der gedanklich mit *zu* verbunden wird. Wer diese Gewohnheit Wort für Wort überträgt, setzt leicht ein unnötiges *to* in den englischen Satz. Behandle deshalb *can + Grundform* als einen einzigen Baustein. Das Modalverb trägt bereits die grammatische Funktion; das folgende Verb nennt nur noch die Handlung. Auch längere Ergänzungen ändern daran nichts. In *„She can speak three languages“* steht *speak* direkt nach dem Modalverb, während *three languages* die Fähigkeit genauer beschreibt. In *„Can you send me the report?“* steht *send* ebenfalls in der Grundform, obwohl der Satz eine Frage ist. Prüfe beim Schreiben immer die zwei Plätze nebeneinander: Steht dort *can* oder *can't*, muss direkt danach eine Grundform folgen.

Bitten, Erlaubnis und die Wortstellung in Fragen

In Fragen rückt *can* vor das Subjekt. Aus der Aussage *„You can send the report“* wird die Frage *„Can you send the report?“* Du brauchst dabei kein zusätzliches *do*. Die Reihenfolge lautet *Can + Subjekt + Grundform?* Zwei besonders nützliche Frageanfänge unterscheiden sich durch die Person. *„Can you…?“* richtet eine Bitte an dein Gegenüber: *„Can you send me the report?“* Du fragst, ob die Person die Handlung ausführen kann. *„Can I…?“* bittet um informelle Erlaubnis für deine eigene Handlung: *„Can I leave early?“* In beiden Fällen bleibt das Verb nach dem Subjekt in der Grundform. Ein deutscher Fragesatz kann ebenfalls mit einem Verb beginnen, doch du solltest trotzdem den englischen Baustein als Ganzes lernen. Fehler wie *„Do you can send…?“* mischen zwei verschiedene Fragemuster, und *„Can you sends…?“* fügt eine überflüssige Endung hinzu. Für kurze Antworten kannst du die Aussage wieder aufnehmen, doch die Kernübung ist zunächst die Frage selbst. Im Berufsalltag liefert dir dieses Muster eine direkte, informelle Möglichkeit, um Hilfe, Informationen oder Erlaubnis zu bitten.

Verneinung mit can't und cannot

Die Verneinung lautet *can't* oder in ungekürzter Form *cannot*. Danach bleibt das Hauptverb in der Grundform: *„I can't come on Friday“* und *„She cannot read this menu.“* Du brauchst weder eine Form von *do* noch eine zusätzliche Endung. *Can't* kann je nach Zusammenhang eine fehlende Fähigkeit, eine unmögliche Situation oder fehlende Erlaubnis ausdrücken. In *„She can't read this menu“* fehlt der Person die nötige Fähigkeit. In *„I can't come on Friday“* macht der Zusammenhang deutlich, dass der Termin für die sprechende Person nicht möglich ist. Welche Art von Grenze gemeint ist, erschließt du aus der Situation. Auch hier hilft das feste Muster: Subjekt + *can't* + Grundform. Typische Übertragungsfehler wie *„He doesn't can come“* oder *„She cans not read“* entstehen, wenn Lernende das Modalverb wie ein gewöhnliches Verb behandeln. Bleib stattdessen bei der eigenen Verneinungsform des Modals. In einer Nachricht an Kolleginnen und Kollegen kannst du so sehr knapp eine Grenze nennen und danach eine Alternative anbieten: *„I can't come on Friday, but I can join on Monday.“*

Can und can't sicher hören und verwenden

Beim Hören muss die Verneinung deutlich genug sein, weil *can* und *can't* nur durch kleine Lautsignale unterschieden werden können. Im britischen Englisch wird *can't* häufig /kɑːnt/ gesprochen; das unterscheidet sich deutlich von *can*. Im amerikanischen Englisch lautet die Form oft /kænt/, und das /t/ kann das klarste Zeichen für die Verneinung sein. Höre deshalb nicht nur auf den Vokal, sondern auch auf das Ende des Wortes und auf die Bedeutung des ganzen Satzes. Übe kurze Gegensatzpaare: *„I can come“* und *„I can't come“*, *„She can read it“* und *„She can't read it.“* Beim Sprechen solltest du das /t/ in der Verneinung zunächst bewusst hörbar machen. Danach kannst du das Muster in echte Situationen übertragen. Nenne eine Fähigkeit, formuliere eine Grenze und stelle eine Bitte: *„I can prepare the figures. I can't join on Friday. Can you send the report?“* Damit verbindest du alle wichtigen Bausteine der Lektion. Als nächster Schritt zeigt dir *must-have-to-should* (B1), wie andere Modalbedeutungen wie Pflicht und Rat aufgebaut werden.

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