Simmonds · Lego Principle
A1 · Word Order · 9 min · 10 Bausteine

There Is and There Are

Eine kleine Struktur, mit der du Räume, Dinge und freie Plätze klar beschreibst.

Der eine Satz, den du dir merken wirst
There's a free desk, and there are two meeting rooms.
Erst ein Schreibtisch, dann zwei Räume: Das folgende Nomen bestimmt die Form.
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Wann verwende ich there is und there are?

Mit there is und there are führst du etwas ein, das existiert oder vorhanden ist. There is steht vor einem Nomen im Singular oder einem nicht zählbaren Nomen; there are steht vor einem Pluralnomen.

  • Singular oder nicht zählbar: there is a desk; there is some milk.
  • Plural: there are two desks.
  • Fragen beginnen mit is there oder are there; Verneinungen verwenden not und oft any.

Stand: Juli 2026

A1 · Wortstellung · 9 Min.

There is und there are – Baustein für Baustein erklärt.

Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A1-Niveau. Du hörst die Struktur in einer Bürosituation, erkennst Singular und Plural und übst Aussagen, Fragen und Verneinungen. Danach beschreibst du selbst einen Raum und prüfst dein Wissen in fünf Fragen – ohne Anmeldung.

  • GER-NiveauA1 · Anfänger
  • BearbeitungszeitEtwa 9 Minuten
  • KernregelDas folgende Nomen bestimmt die Form
  • Bausteine10 Bausteine

Was diese Struktur tatsächlich leistet

Mit *there is* und *there are* sagst du, dass eine Person oder Sache existiert, vorhanden ist oder sich an einem genannten Ort befindet. Die Struktur führt diese Person oder Sache neu in das Gespräch ein. Wenn du *„There’s a free desk“* sagst, erfährt dein Gegenüber zum ersten Mal von diesem freien Platz. Das Wort *there* bedeutet in diesem Muster nicht *„dort“*. Es steht am Satzanfang, damit das eigentliche neue Nomen später kommen kann. Der Satz lenkt die Aufmerksamkeit deshalb auf *a free desk*, nicht auf einen Ort namens *there*. Häufig folgt nach dem Nomen eine Ortsangabe: *„There’s a meeting room on the first floor.“* Die Ortsangabe erklärt, wo der Raum ist; die Struktur davor stellt zunächst fest, dass er vorhanden ist. Das macht sie besonders nützlich, wenn du ein Büro, ein Hotelzimmer, eine Straße oder deinen Wohnort beschreibst. Du kannst die Grundidee als kleine Präsentation verstehen: Erst öffnet *there* den Satz, dann zeigt die Form von *be*, ob ein oder mehrere Dinge folgen, und schließlich nennst du die neue Information.

Die Grundmechanik: Schau auf das folgende Nomen

Die Verbform richtet sich nach dem Nomen, das direkt danach folgt. Vor einem zählbaren Nomen im Singular verwendest du *there is*: *„There is a desk.“* Dasselbe Muster steht vor einem nicht zählbaren Nomen: *„There is some milk.“* Bei einem Nomen im Plural brauchst du *there are*: *„There are two desks.“* Die Wörter *a* und *one* weisen oft auf den Singular hin; Zahlen ab zwei und Pluralendungen wie in *desks* weisen auf den Plural hin. In gesprochener Sprache wird *there is* sehr häufig zu *there’s* verkürzt. Aus *„There is a problem“* wird also *„There’s a problem.“* Für die sichere Wahl musst du nicht den ganzen Satz analysieren. Schau auf den Anfang der Nomengruppe nach dem Verb und frage dich: Kommt eine Einheit, etwas nicht Zählbares oder kommen mehrere Einheiten? Diese kleine Kontrolle reicht in den Grundmustern aus. Wenn ein Adjektiv zwischen Verb und Nomen steht, zählt weiterhin das Nomen: In *„There are two free desks“* beschreibt *free* die Schreibtische, aber *desks* bleibt Plural und verlangt deshalb *are*.

Fragen, Verneinungen und kurze Antworten

Für eine Frage tauschst du die Position von *there* und der Verbform. Aus *„There is a meeting room“* wird *„Is there a meeting room?“*; aus *„There are free desks“* wird *„Are there any free desks?“* In Fragen über eine unbestimmte Menge begegnet dir häufig *any*: *„Is there any coffee left?“* Die kurze positive Antwort wiederholt die Struktur mit der passenden Verbform: *„Yes, there is“* oder *„Yes, there are.“* In der negativen Antwort kommt *not* hinzu: *„No, there isn’t“* oder *„No, there aren’t.“* Auch vollständige negative Aussagen verbinden *not* häufig mit *any*: *„There aren’t any clean cups.“* und *„There isn’t any coffee.“* Die langen Formen *there is not* und *there are not* sind ebenfalls grammatisch, doch die Verkürzungen sind im Alltag natürlicher. Achte darauf, dass die kurze Antwort nicht plötzlich zu einem anderen Subjekt wechselt. Auf *„Is there…?“* antwortest du mit *„Yes, there is“*, nicht mit einer Form von *it*. Das wiederholte *there* hält die Frage und ihre Antwort als ein klares Paar zusammen.

Räume und Arbeitsplätze klar beschreiben

Beim Beschreiben eines Raums kannst du die Struktur wie eine geordnete Bestandsaufnahme verwenden. Beginne mit dem, was dein Gegenüber noch nicht kennt: *„There’s a meeting room on the first floor.“* Danach kannst du weitere Dinge ergänzen und die Form jeweils anpassen: *„There are two free desks near the window.“* Für Vorräte oder Materialien passt ein nicht zählbares Nomen: *„There is some coffee in the kitchen.“* Wenn etwas fehlt, verwendest du eine Verneinung: *„There aren’t any clean cups.“* So entsteht ein kurzer, zusammenhängender Überblick über den Arbeitsplatz. Die Ortsangaben ändern die Wahl zwischen *is* und *are* nicht. In *„There is a printer next to the door“* entscheidet das einzelne Nomen *printer*, nicht die längere Ortsangabe. In *„There are two chairs in the meeting room“* entscheidet der Plural *chairs*. Diese Satzfolge ist auch beim Schreiben praktisch: Nenne erst eine einzelne auffällige Sache, ergänze dann mehrere Gegenstände und stelle anschließend eine Frage zu dem, was noch unklar ist. Auf diese Weise übst du Bedeutung und Form zugleich, statt isolierte Verbformen auswendig zu lernen.

Die zwei typischen deutschen Fallen

Deutschsprachige Lernende übertragen oft die feste Form *es gibt* direkt ins Englische. Da *gibt* im Deutschen gleich bleibt, entsteht leicht *„There is two people.“* Im englischen Standardsatz muss sich die Form jedoch nach dem folgenden Pluralnomen richten: *„There are two people.“* Prüfe deshalb nach jedem Satzanfang mit *there*, ob danach ein Singular, etwas nicht Zählbares oder ein Plural kommt. Die zweite Falle betrifft die Übersetzung von *es*. In manchen Situationen verwendest du im Englischen *there*, in anderen *it*. Wenn du etwas neu einführst, sagst du *„There is a problem.“* Der Satz bedeutet, dass ein Problem existiert. Wenn das Problem bereits bekannt ist und du es beschreibst, kann *it* passen: *„It is serious.“* In *„It is a problem“* beschreibst oder identifizierst du ein bereits bekanntes *it* als Problem; du führst nicht einfach die Existenz eines neuen Problems ein. Eine hilfreiche Reihenfolge lautet daher: Existenz oder neues Element → *there*; bekannte Sache und Beschreibung → ein gewöhnliches Pronomen wie *it*. Dieser Bedeutungsunterschied verhindert die wörtliche Übertragung aus dem Deutschen.

Lockere Sprache und die sichere Standardform

In lockeren Gesprächen hörst du im amerikanischen und britischen Englisch manchmal *„There’s two people“*. Die verkürzte Singularform steht dann vor einem Plural, obwohl die vollständige Standardregel *„There are two people“* verlangt. Dieses Muster ist in spontaner Sprache verbreitet, bleibt aber informell. Für sorgfältiges Schreiben und für Prüfungsaufgaben ist die vollständige Übereinstimmung die sichere Wahl: *there is* vor Singular und nicht zählbaren Nomen, *there are* vor Pluralnomen. Du musst die lockere Form also verstehen, solltest sie aber nicht als Grundmuster produzieren. Ein weiterer hilfreicher Blick betrifft die Funktion von *there*. Das Wort zeigt hier nicht auf einen Ort; es ist ein formales Subjekt, das den Satz eröffnet. Ähnlich beginnt *„It rains“* mit *it*, ohne dass *it* eine konkrete Sache bezeichnet. Für deinen Lernweg ist zunächst die Form von *be* wichtig. Die Lektion *be-present* (A1) festigt *is* und *are*, *singular-plural-nouns* (A1) trainiert die Zahl des Nomens, und *prepositions-place* (A1) erweitert anschließend die Ortsangaben, die oft am Ende dieser Sätze stehen.

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