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Make erschafft ein Ergebnis, do beschreibt die Arbeit. Diese eine Zeile beantwortet die meisten Kollokationsfragen.
Make verwendest du, wenn ein Ergebnis entsteht: make a decision, make an offer, make progress. Do verwendest du für Arbeit und Tätigkeiten: do business, do research, do the paperwork. Beides heißt auf Deutsch oft „machen“ – Englisch trennt Ergebnis und Tätigkeit.
Stand: Juli 2026
A2 · Idiome & Kollokationen · 10 Min.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A2-Niveau. Du hörst beide Verben im Zusammenhang, lernst die Ergebnis-oder-Tätigkeit-Regel mit einem Tutor kennen und übst die wichtigsten Business-Kollokationen in sechs interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest mit fünf Fragen folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
Im Deutschen deckt „machen“ – zusammen mit „tun“ – fast jede Tätigkeit ab: Du machst Hausaufgaben, machst Geschäfte, machst Fortschritte und machst Fehler. Das Englische verlangt an genau diesen Stellen eine Wahl zwischen zwei Verben, und die Grenze verläuft anders, als dein Sprachgefühl es erwartet. Deshalb greifen deutschsprachige Lernende standardmäßig zu make, weil es wie „machen“ klingt – und produzieren Sätze wie „make my homework“ oder „make research“. Wer den Fehler bemerkt und dann überkorrigiert, landet beim umgekehrten Klassiker: „do a decision“ oder „do a mistake“. Beide Richtungen fallen Muttersprachlern sofort auf, auch wenn der Satz sonst fehlerfrei ist. Die gute Nachricht: Hinter make und do steckt keine Zufallsverteilung, sondern eine klare Tendenz. Make erschafft ein Ergebnis, das nach der Handlung existiert. Do beschreibt die Arbeit oder Tätigkeit selbst. Wenn du diese eine Unterscheidung verinnerlichst, sitzen die meisten Kollokationen von allein – den kleinen Rest lernst du als feste Wendungen, so wie du auch im Deutschen feste Wendungen gelernt hast, ganz ohne Regelwissen.
Der Test für make ist einfach: Existiert nach der Handlung etwas, das vorher nicht da war? Nach „make a decision“ existiert eine Entscheidung. Nach „make an offer“ liegt ein Angebot auf dem Tisch. Nach „make an appointment“ steht ein Termin im Kalender. Genau deshalb sagt Englisch auch „make a phone call“ – der Anruf ist ein Ereignis, das du erzeugst –, „make a suggestion“, „make a mistake“ und „make money“. Geld ist das vielleicht klarste Beispiel: Es ist ein Ergebnis, das deine Arbeit hervorbringt. Auch „make progress“ folgt der Logik – Fortschritt ist etwas, auf das du am Ende des Quartals zeigen kannst. Im Berufsalltag sind das die Formulierungen, die du ständig brauchst: „We made them an offer last week.“ „The team has made real progress.“ „Can I make a suggestion?“ Präge dir die Kollokationen als ganze Einheiten ein, also Verb plus Substantiv zusammen. Nicht „decision“ allein, sondern „make a decision“ als ein Baustein. So ruft dein Gedächtnis später automatisch das richtige Verb mit ab, statt unter Zeitdruck aus dem Deutschen zu übersetzen.
Do zeigt auf die Tätigkeit selbst, nicht auf ihr Produkt. „Do business“ beschreibt die laufende Geschäftsbeziehung, „do research“ die Arbeit des Recherchierens, „do the paperwork“ das Abarbeiten der Formulare. Dazu kommen „do your job“, „do your best“ und die feste Wendung „do someone a favour“ – jemandem einen Gefallen tun. Auffällig ist, wie oft do mit Arbeit im weitesten Sinne zusammensteht: Aufgaben, Pflichten, Routinen. Deshalb heißt es auch „do your homework“ und „do the shopping“. Ein zweiter Hinweis: Do ist das englische Allzweckverb für unbestimmte Tätigkeiten. „What are you doing?“ fragt nach irgendeiner Tätigkeit, ohne festzulegen, welcher. Wenn du also über eine Aktivität sprichst, ohne ein konkretes Ergebnis zu nennen, ist do fast immer die richtige Wahl. Im Büro klingt das so: „I'm doing the paperwork for the new contract.“ „She's doing research on the market.“ „We've done business with them for years.“ Beachte besonders den letzten Satz: Er beschreibt keine einzelne Transaktion, sondern die Tätigkeit über Jahre hinweg – ein typischer do-Kontext und eine der nützlichsten Business-Kollokationen dieser Lektion.
Wie jede gute Tendenz hat auch diese ihre Ausnahmen – und die lernst du am besten als feste Wendungen, ohne nach Logik zu suchen. Das bekannteste Beispiel ist „make the bed“: Beim Bettenmachen entsteht kein neues Ergebnis, trotzdem verlangt Englisch make. Umgekehrt heißt es „do the dishes“ für den Abwasch und „do your hair“ für das Frisieren, obwohl man argumentieren könnte, dass am Ende etwas Sichtbares dasteht. Solche Paare sind historisch gewachsen und heute schlicht Konvention. Interessant für den Berufsalltag ist „deal“: Hier sind beide Verben im Umlauf. „Make a deal“ ist die übliche amerikanische Wahl; „do a deal“ hört man ebenfalls, gerade im britischen Englisch. Verstanden wirst du mit beiden Varianten. Der praktische Rat: Behandle die Ausnahmen nicht als Bedrohung für die Regel, sondern als kleine Merkliste. Es sind wenige – ein Dutzend Wendungen deckt fast alles ab, was dir im Alltag begegnet. Die Tendenz „Ergebnis gegen Tätigkeit“ bleibt dein Standardwerkzeug; die Merkliste fängt den Rest zuverlässig ab. Genau so gehen auch geübte Sprecher mit Kollokationen um.
Vier Fehler tauchen bei deutschsprachigen Lernenden immer wieder auf, und alle vier lassen sich mit der Ergebnis-Frage entschärfen. Erstens: „do a decision“ – falsch, denn die Entscheidung ist ein Ergebnis. Richtig ist „make a decision“. Zweitens die Gegenrichtung: „make research“ – falsch, denn Recherche ist Arbeit. Richtig ist „do research“. Drittens: „make business with“ als direkte Übersetzung von „Geschäfte machen mit“. Englisch sagt „do business with“ – eine der wichtigsten Korrekturen überhaupt, weil die Wendung in E-Mails und Verhandlungen ständig vorkommt. Viertens: „make my homework“ und „make my job“ statt „do my homework“ und „do my job“. Eine wirksame Lernstrategie: Lies deine eigenen englischen E-Mails der letzten Wochen und markiere jedes make und do. Prüfe jede Stelle mit der Frage: Ergebnis oder Tätigkeit? Diese kleine Übung dauert zehn Minuten und deckt fast immer genau die Kollokationen auf, die du persönlich verwechselst. Danach speicherst du die korrigierten Wendungen als Einheiten – Verb plus Substantiv – und der Fehler verschwindet erstaunlich schnell, weil du nicht mehr Wort für Wort übersetzt.
Zum Schluss ein Blick auf die Situationen, in denen die Wahl am häufigsten ansteht: Besprechungen und geschäftliche E-Mails. In Meetings dominiert make, weil dort Ergebnisse erzeugt werden: „make a point“ (ein Argument vorbringen), „make a suggestion“, „make a proposal“, „make time for something“ und am Ende hoffentlich „make a decision“. Die Vor- und Nacharbeit gehört dagegen zu do: „do the preparation“, „do the research before the call“, „do the paperwork afterwards“. In E-Mails begegnen dir beide Verben ständig: „Thank you for the offer you made us.“ „We look forward to doing business with you.“ „Could you do me a favour and forward this?“ Wenn du unsicher bist, nutze das Substantiv als Anker und rufe die gelernte Einheit ab, statt das Verb zu raten. Und falls gar nichts kommt: Die Tendenz schlägt jede Münzwurf-Entscheidung deutlich. Ein Ergebnis, das du benennen kannst, nimmt make; eine Tätigkeit nimmt do. Mit dieser Faustregel und der kleinen Ausnahmenliste bist du für den Büroalltag solide ausgerüstet – und jede neue Kollokation, die dir künftig begegnet, hat sofort ihren Platz.
Make verwendest du, wenn nach der Handlung ein Ergebnis existiert: „make a decision“ (die Entscheidung ist da), „make an offer“ (das Angebot liegt vor), „make progress“, „make money“. Do verwendest du für Arbeit und Tätigkeiten: „do business“, „do research“, „do your job“, „do the paperwork“. Es ist eine Tendenz mit wenigen Ausnahmen, kein ausnahmsloses Gesetz – aber sie trifft die große Mehrheit der Fälle.
Weil eine Entscheidung ein Ergebnis ist: Nach der Handlung existiert etwas, das vorher nicht da war – und Ergebnisse nehmen make. Die feste Kollokation lautet „make a decision“. Der Fehler entsteht oft durch Überkorrektur: Wer gelernt hat, dass nicht alles make ist, weicht sicherheitshalber auf do aus. Merk dir die Wendung als eine Einheit – „make a decision“ – dann stellt sich die Frage gar nicht mehr.
Hier schlägt Gewohnheit die Logik. Beim Bettenmachen entsteht kein neues Ergebnis, trotzdem verlangt Englisch „make the bed“; der Abwasch ist eindeutig Arbeit, nimmt aber „do the dishes“. Solche Paare sind Konvention und lassen sich nicht aus der Regel ableiten. Die gute Nachricht: Es sind wenige. Lerne sie als feste Wendungen – wie Vokabeln – und verlasse dich für alles andere auf die Ergebnis-oder-Tätigkeit-Tendenz.
Beides existiert. „Make a deal“ ist die übliche Wahl im amerikanischen Englisch; „do a deal“ hört man ebenfalls, besonders im britischen Englisch. Verstanden wirst du mit beiden Varianten überall. Wenn du dich auf eine Form festlegen willst, ist „make a deal“ eine sichere Standardwahl – sie passt zur Ergebnis-Logik von make und ist in der internationalen Geschäftssprache weit verbreitet.
Make und do gehören zu den ersten Kollokationen, die du auf A2-Niveau bewusst lernen solltest, weil sie in fast jedem Gespräch vorkommen. Vorher solltest du das *present-simple* (A2) sicher beherrschen, denn alle Beispiele dieser Lektion bauen darauf auf. Danach passt *starting-conversations* (A2) gut – dort setzt du do und make direkt im Small Talk ein – und als nächster Schritt *formal-email-opening-closing* (A2), wo die Business-Kollokationen aus dieser Lektion in echten E-Mails landen.
Streng genommen hat Deutsch auch zwei – „machen“ und „tun“ –, aber die Grenze zwischen ihnen verläuft völlig anders als zwischen make und do, weshalb sie beim Übersetzen nicht hilft. Vielen anderen Sprachen geht es genauso: Französisch deckt mit „faire“ und Spanisch mit „hacer“ beide englischen Verben ab. Deshalb kämpfen Lernende aus ganz unterschiedlichen Sprachfamilien mit derselben Unterscheidung. Im Englischen hat sich die Arbeitsteilung zwischen den beiden Verben in festen Kollokationen verfestigt – genau die Wendungen, die du in dieser Lektion als Einheiten lernst.
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