Meetings
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Die ersten zwei Minuten entscheiden über den Ton des ganzen Meetings – und sie bestehen aus festen, lernbaren Sätzen.
Mit drei festen Schritten: einem freundlichen Startsignal mit Begrüßung („Right, let's get started — thanks everyone for joining“), einem Satz zum Ziel („We're here to…“) und einem Verweis auf die Agenda („There are three items today“).
Stand: Juli 2026
B1 · Meetings · 10 Min.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf B1-Niveau. Du hörst eine natürliche Meeting-Eröffnung im Zusammenhang, lernst die drei Stufen – Begrüßung, Ziel, Agenda – mit einem Tutor kennen und übst sie anschließend in sechs interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest mit fünf Fragen folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
Die Eröffnung eines Meetings ist der Moment, in dem die Runde entscheidet, wer hier eigentlich steuert. Ein zögerlicher Anfang – ein unsicheres „ehm, so… maybe we start?“ – signalisiert allen im Raum, dass niemand das Ruder hält, und genau so verläuft dann oft auch der Rest der Besprechung. Ein klarer Anfang dagegen kostet nur drei Sätze und verändert die gesamte Dynamik. Die gute Nachricht für dich als Lernende oder Lernender: Diese Eröffnung ist kein freies Sprechen. Sie besteht fast vollständig aus festen Wendungen, die du wie Bausteine zusammensetzen kannst – ein Startsignal, ein Dank an die Teilnehmenden, ein Satz zum Ziel, ein Verweis auf die Agenda. Du musst auf B1-Niveau nichts improvisieren. Wer diese Formeln beherrscht, klingt in den ersten zwei Minuten souveräner als mancher Muttersprachler, der unvorbereitet in die Besprechung stolpert. Genau deshalb lohnt es sich, diese wenigen Sätze so lange zu üben, bis sie automatisch kommen: Sie sind der Teil des Meetings, den du vollständig kontrollieren kannst, bevor die eigentliche Diskussion beginnt.
Englische Meetings beginnen fast immer mit einem kurzen Signalwort, das den Plauderton beendet und den offiziellen Teil einläutet: „Right“, „OK“ oder „Well“. Direkt danach folgt die eigentliche Eröffnungsformel. Die drei wichtigsten sind „Right, let's get started“, „Thanks everyone for joining“ und die freundliche Frage „Shall we begin?“. Alle drei kannst du kombinieren: „Right, thanks everyone for joining — shall we get started?“ ist eine komplette, natürliche Eröffnung in einer einzigen Zeile. Zur Begrüßung gehört auch das Vorstellen: Wenn neue Gesichter dabei sind, sagst du „I'd like to welcome Maria from the Hamburg office“ oder stellst dich selbst vor mit „For those who don't know me, I'm Thomas and I look after marketing“. Wichtig ist der Ton: freundlich und direkt, nicht feierlich. Ein Dank an die Runde ist üblich und wirkt verbindlich – besonders wenn Menschen früh am Morgen oder aus einer anderen Zeitzone dabei sind. Mehr als zwei, drei Sätze braucht diese erste Stufe aber nie.
Nach der Begrüßung erwartet die Runde eine Antwort auf die unausgesprochene Frage: Warum sitzen wir hier? Dafür gibt es zwei feste Muster. Das formellere lautet „The purpose of today's meeting is to…“, gefolgt von einem Verb: „…to agree on a launch date“, „…to review the budget“. Das kürzere, informellere ist „We're here to…“: „We're here to plan the next release.“ Beide Muster zwingen dich zu einem einzigen, klaren Satz – und genau das ist ihre Stärke. Danach folgt der Blick auf die Agenda. Mit „As you can see from the agenda…“ verweist du auf das Dokument, das alle vor sich haben; mit „There are three items today“ zählst du die Punkte. Das Zählen ist mehr als Höflichkeit: Es gibt allen Teilnehmenden eine Landkarte und dir ein Steuerungsinstrument, denn später kannst du mit „Let's move on to item two“ elegant weiterschalten. Achte auf das Wort selbst: Die Tagesordnung heißt „agenda“, und das deutsche „Protokoll“ des Meetings heißt auf Englisch „minutes“ – nicht „protocol“. Mit Ziel und Agenda ist deine Eröffnung komplett, und Punkt eins kann beginnen.
In Video-Meetings bleibt das Grundmuster identisch – Eröffnung, Ziel, Agenda –, aber davor schiebt sich eine kleine technische Stufe. Weil Teilnehmende tröpfchenweise eintreffen, ist der Standardsatz in der ersten Minute: „Let's wait a minute for the others to join.“ Er füllt die Wartezeit elegant und signalisiert zugleich, dass du die Leitung hast. Sobald du beginnst, kommen die Technik-Checks: „Can everyone hear me OK?“ vor dem Sprechen und „Can everyone see my screen?“ vor dem Präsentieren. Diese Fragen sind feste Formeln – lerne sie wörtlich, denn selbstgebaute Varianten wie „Do you all look at my screen?“ klingen sofort nach wörtlicher Übersetzung. Nützlich ist auch der freundliche Hinweis „You're on mute“, wenn jemand spricht, ohne das Mikrofon einzuschalten – einer der häufigsten Sätze in Online-Meetings überhaupt. Danach läufst du dieselben drei Stufen ab wie im Besprechungsraum: „Right, I think everyone's here — thanks for joining. We're here to review the quarterly numbers. There are three items on the agenda.“ Wer das Muster einmal beherrscht, wechselt mühelos zwischen Präsenz- und Online-Meetings.
Drei Stolperfallen tauchen bei deutschsprachigen Lernenden immer wieder auf. Erstens die wörtliche Übersetzung von „Lasst uns anfangen“ zu „Let us start“: grammatisch korrekt, aber im Meeting-Kontext auffällig steif – die ausgeschriebene Form „let us“ wirkt feierlich, fast zeremoniell. Muttersprachler benutzen in der Besprechung praktisch ausschließlich die Kurzform „let's“. Zweitens der falsche Freund „eventually“: Das deutsche „eventuell“ bedeutet „vielleicht“ und heißt auf Englisch „possibly“ oder „maybe“. Das englische „eventually“ bedeutet dagegen „schließlich, irgendwann“. Wer sagt „We can eventually meet on Friday“, kündigt also kein mögliches Treffen an, sondern ein sicheres – nur eben später. Gerade in Terminabsprachen führt diese Verwechslung zu echten Missverständnissen. Drittens die Tonlage: Deutsche Geschäftskultur ist in Besprechungen oft formeller, und viele Lernende übertragen das ins Englische – „Dear colleagues, I would like to officially open our meeting“ klingt für englischsprachige Ohren wie eine Parlamentssitzung. In internen Meetings ist ein lockeres „Right, let's get started“ nicht unhöflich, sondern die Norm. Direktheit mit einem Lächeln ersetzt hier die Förmlichkeit.
Die Wendungen dieser Lektion decken zwei Situationen ab, und der Unterschied liegt weniger in den Wörtern als in der Auswahl. Im internen Team-Meeting reichen die kurzen Formen: „Right, let's get started“, „We're here to…“, „Three things today“. Je vertrauter die Runde, desto knapper darf die Eröffnung sein – ein wöchentliches Team-Update braucht keine förmliche Begrüßung. Bei externen Terminen, etwa mit Kundinnen, Bewerbern oder der Geschäftsführung, wählst du die längeren Varianten derselben Bausteine: „Thank you all for joining us today“, „I'd like to welcome…“, „The purpose of today's meeting is to…“. Beachte: Auch die formelle Variante bleibt deutlich schlichter als ihr deutsches Gegenstück – niemand „eröffnet feierlich die Sitzung“. Ein guter Kompass ist die Frage, ob sich alle im Raum duzen würden: Wenn ja, nimm die kurzen Formen. Wenn nein, nimm die langen – aber niemals mehr. Wenn du unsicher bist, beginne eine Stufe formeller und werde im Laufe des Meetings lockerer; der umgekehrte Weg ist deutlich schwieriger. Mit diesem Kompass und den drei Stufen dieser Lektion bist du für praktisch jede Meeting-Eröffnung auf Englisch ausgerüstet.
Grammatisch ist "let's" einfach die Kurzform von "let us" – aber im Gebrauch liegen Welten dazwischen. "Let's get started" ist der normale, freundliche Vorschlag, mit dem Meetings eröffnet werden. Die ausgeschriebene Form "Let us start" klingt dagegen feierlich und steif, fast wie eine Predigt oder eine Zeremonie. Für Meetings gilt deshalb: immer die Kurzform. Wenn du es förmlicher brauchst, wechsle lieber die Wendung ("Shall we begin?"), statt die Langform zu benutzen.
Weil "eventually" nicht "eventuell" bedeutet. Das englische "eventually" heißt "schließlich, irgendwann" – es sagt, dass etwas sicher passiert, nur später. Das deutsche "eventuell" heißt "vielleicht" und wird mit "possibly" oder "maybe" übersetzt. Wer also "We can eventually meet on Friday" sagt, verspricht ein Treffen, statt es offen zu lassen. In Terminabsprachen ist das einer der folgenreichsten falschen Freunde überhaupt. Richtig wäre: "We could possibly meet on Friday" oder schlicht "Maybe we can meet on Friday."
Als Zukunftsform ist "shall" tatsächlich weitgehend aus dem Alltagsenglisch verschwunden – "I shall go" klingt heute gehoben bis antiquiert. Aber in Vorschlags-Fragen mit "we" oder "I" lebt es quicklebendig weiter: "Shall we begin?", "Shall we move on?", "Shall I share my screen?" sind völlig natürliche, höfliche Meeting-Sätze. Das ist der überraschende Teil: Dasselbe Wort, das in Aussagesätzen verstaubt wirkt, ist in diesen Fragen die eleganteste Option. Merke dir "shall" also als Frage-Werkzeug, nicht als Zukunftsform.
Die Bausteine sind dieselben, aber die Färbung unterscheidet sich. Britische Eröffnungen greifen gern zu "Shall we make a start?" oder "Right, let's crack on" – das Frage-"shall" ist in Großbritannien deutlich üblicher. Amerikanische Eröffnungen klingen oft nach "Let's go ahead and get started" oder "Alright, let's dive in"; das "shall" wirkt dort für viele förmlich oder britisch. Verstanden wirst du mit beiden Varianten überall. Wenn du für europäische Prüfungen oder den europäischen Geschäftskontext lernst, ist das britische Muster die sichere Wahl.
Diese Lektion ist der Einstieg in die Meeting-Reihe auf B1-Niveau. Wenn dir feste Gesprächsformeln noch schwerfallen, ist *answering-the-phone* (A2) eine gute Vorstufe – dort übst du dasselbe Prinzip in kürzeren Dialogen. Der natürliche nächste Schritt nach dieser Lektion ist *agreeing-disagreeing-english* (B1): Sobald das Meeting läuft, musst du zustimmen, widersprechen und Meinungen einholen können. Und *tell-me-about-yourself* (B1) ergänzt die Vorstellungs-Sätze dieser Lektion um die ausführliche Selbstpräsentation.
Wörter wie "Right", "OK" und "Well" sind an dieser Stelle keine Adjektive oder Antworten, sondern sogenannte Diskursmarker: kleine Signale, die den Wechsel von einem Gesprächsabschnitt zum nächsten markieren. Ein "Right" am Meeting-Anfang bedeutet inhaltlich fast nichts – es sagt nur: Der Plauderteil ist vorbei, jetzt beginnt der offizielle Teil. Das Deutsche nutzt dafür ähnliche Signale wie "So!" oder "Also gut". Interessant für dich als Lernende oder Lernender: Solche Marker stehen selten im Wörterbuch-Sinn ihrer Wortart, sind aber entscheidend dafür, ob deine Gesprächsführung natürlich klingt.
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