B1 · Small Talk · 10 Min.Networking auf Englisch – Baustein für Baustein.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf B1-Niveau. Du hörst, wie man ein Networking-Gespräch freundlich beendet, lernst die Sätze für Vorstellung, Jobfrage und Abschied mit einem Tutor kennen und übst sie in interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert etwa zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenBusiness-Englisch, Hören, Sprechen, Schreiben
- Bausteine10 Bausteine
01 / 06
Wofür ein Networking-Gespräch da ist
Auf einer Networking-Veranstaltung – einer Messe, einem Empfang bei einer Konferenz, einem Branchentreffen – sprichst du mit Menschen, die du noch nicht kennst, meist nur ein paar Minuten mit jeder Person. Ziel ist nicht, sofort etwas zu verkaufen. Ziel ist, herauszufinden, wer dein Gegenüber ist, zu zeigen, wer du bist, und mit einer Möglichkeit zu gehen, in Kontakt zu bleiben, wenn der Kontakt für beide Seiten nützlich sein könnte. Dadurch lässt sich ein Networking-Gespräch leichter planen, als es klingt. Es hat drei Schritte. Zuerst gehst du auf eine Person oder eine kleine Gruppe zu und stellst dich vor. Dann sprichst du über die Arbeit: Du fragst, was die andere Person beruflich macht, und beschreibst kurz deinen eigenen Job. Zum Schluss beendest du das Gespräch freundlich, oft mit dem Angebot, in Kontakt zu bleiben. Auf B1-Niveau brauchst du dafür keinen großen Wortschatz. Du brauchst für jeden Schritt eine Handvoll zuverlässiger Sätze, die du so lange geübt hast, bis sie leicht kommen. Diese Lektion gibt dir genau diese Sätze und zeigt dir, wo Deutschsprachige leicht stolpern: bei der Frage nach dem Job, bei Präpositionen und Artikeln in der eigenen Vorstellung und beim Abschied.
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Dazukommen und dich vorstellen
Ein Gespräch zu beginnen ist oft der schwerste Schritt, also halte es einfach. Steht jemand allein, reicht ein freundliches „Hi, mind if I join you?“. Bei einer kleinen Gruppe wartest du auf eine Pause und sagst „Hi, may I join you?“. Dann nennst du deinen Vornamen: „I'm Anna, by the way.“ Auf vielen internationalen Veranstaltungen sind Vornamen von Anfang an üblich; stellt sich jemand mit Nachnamen vor, richtest du dich danach. Als Nächstes stellst du eine offene Frage, auf die man mehr als Ja oder Nein antwortet. „What brings you here today?“ passt auf fast jeder Veranstaltung, „How do you know the organisers?“ eher bei kleineren Treffen. Hör auf die Antwort und reagiere: „Oh, interesting.“ oder „Me too, actually.“ Wenn dir jemand seinen Namen sagt, verwende ihn einmal in deiner Antwort – „Nice to meet you, Tom.“ So merkst du ihn dir leichter und zeigst, dass du zugehört hast. Hast du den Namen nicht verstanden, frag sofort nach: „Sorry, what was your name again?“ Früh nachzufragen ist viel leichter als nach zwanzig Minuten.
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Über die Arbeit sprechen: „What do you do?“
Die zentrale Frage auf einer Networking-Veranstaltung lautet „So, what do you do?“. Sie fragt nach deinem Beruf, nicht danach, was du in diesem Moment tust. „What are you doing?“ bedeutet „Was machst du gerade?“ – das ist eine andere Frage. Antworte in zwei kurzen Sätzen: zuerst, wo du arbeitest, dann, was du dort machst. „I work for a logistics company in Hamburg. I'm in charge of our customer team.“ Oder: „I'm an engineer at a car supplier. I work on battery systems.“ Zwei Sätze reichen; dein Gegenüber kann nachfragen. Nützliche Rahmen sind „I work for …“ oder „I work at …“ für die Firma, „I work in …“ für den Bereich („I work in marketing“, „I work in IT“) und „I'm in charge of …“ oder „I'm responsible for …“ für deine Aufgabe. Danach gibst du die Frage zurück: „What about you?“ oder „And what do you do?“ Der Austausch funktioniert wie ein Ballspiel: Jede Seite gibt ein bisschen von sich preis und spielt die Frage zurück. Vermeide lange Aufgabenlisten oder Jobtitel, die nur in deiner Firma verständlich sind; eine einfache, konkrete Beschreibung bleibt besser im Gedächtnis.
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Deutsche Fallen in deiner Vorstellung
Einige kleine Fehler kommen direkt aus dem Deutschen. Der erste betrifft die Präposition. „Ich arbeite bei Bosch“ heißt „I work for Bosch“ oder „I work at Bosch“ – nicht „I work by Bosch“, denn „by“ drückt nicht aus, dass dich eine Firma beschäftigt. Der zweite betrifft den Artikel vor dem Beruf. Im Deutschen sagst du „Ich arbeite als Ingenieur“ ohne Artikel; im Englischen steht vor einem Beruf, den viele Menschen ausüben, meist a oder an: „I work as an engineer“, „I'm a project manager“. Bei einer Position, die es nur einmal gibt, fällt der Artikel oft weg: „She was appointed head of sales.“ Der dritte betrifft die Zeit. „Ich bin seit 2019 bei der Firma“ heißt nicht „I am since 2019 at the company“, sondern „I've been with the company since 2019“ – mit „since“ verwendet das Englische das Present Perfect für etwas, das in der Vergangenheit begonnen hat und noch gilt. Der vierte betrifft einzelne Wörter. „Visitenkarte“ heißt auf Englisch „business card“, oft sagt man einfach „card“: „Here's my card.“ Und „Ich mache Marketing“ heißt „I work in marketing“, nicht „I make marketing“. Keiner dieser Fehler verhindert die Verständigung, aber zusammen lassen sie eine Vorstellung übersetzt klingen. Übe deine eigene Vorstellung in zwei Sätzen, bis sie jedes Mal sitzt.
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Kontaktdaten austauschen und höflich gehen
Ein Gespräch zu beenden gehört beim Networking dazu und ist nicht unhöflich. Die meisten auf der Veranstaltung wollen mehrere Menschen kennenlernen, deshalb ist es normal, dass du nach ein paar Minuten weitergehst. Bereite einen kurzen Abschied in zwei Schritten vor; die Reihenfolge der beiden Schritte ist frei. Zum Beispiel bietest du zuerst eine Möglichkeit an, in Kontakt zu bleiben, wenn es passt: „Shall we connect on LinkedIn?“, „Do you have a card?“ oder „Here's my card. Let's keep in touch.“ Dann schließt du mit einem freundlichen Satz ab und gehst: „It was great to meet you. Enjoy the rest of the evening.“ Weitere natürliche Abschiede sind „I'm going to get another coffee. It was really nice talking to you.“ oder „I should say hello to a colleague over there. Great to meet you, Tom.“ Achte auf die Form beim Abschied. „Nice to meet you“ ist typisch, wenn ihr einander vorgestellt werdet; am Ende wechseln viele zu „It was great to meet you“ oder „Nice meeting you“. „I must go now“ ist grammatisch korrekt, kann allein aber abrupt klingen; ein freundlicher Satz davor macht den Abschied weicher. Vermeide Abschiede, die andeuten, dass dein Gegenüber deine Zeit nicht wert war, etwa „I need to talk to someone important.“
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Nach der Veranstaltung: dich melden
Ein Networking-Kontakt wird erst nützlich, wenn du dich danach meldest. Schick in den nächsten Tagen eine kurze Nachricht, die daran erinnert, wo ihr euch getroffen habt: „Hi Tom, it was great to meet you at the logistics fair in Hamburg yesterday. I enjoyed our chat about delivery software. Let's keep in touch.“ Wenn du etwas versprochen hast – einen Link, einen Kontakt, eine Broschüre –, schick es gleich mit: „As promised, here is the link to the study I mentioned.“ Halte die Nachricht kurz und freundlich, und häng an den ersten Kontakt kein Verkaufsangebot, außer dein Gegenüber hat darum gebeten. Auf LinkedIn schreibst du am besten eine persönliche Zeile zu deiner Kontaktanfrage, statt sie leer zu schicken; so weiß die Person sofort, wer du bist. Wenn du dich wieder austauschen möchtest, schlag etwas Konkretes vor: „Would you like to have a quick call next week?“ Zu einem klaren nächsten Schritt sagt man leichter Ja als zu einem vagen „Let's meet sometime.“ Die Nachricht verwendet dieselben Sätze, die du auf der Veranstaltung geübt hast, und so geht das Gespräch schriftlich dort weiter, wo es aufgehört hat.