Welche englischen Logistikbegriffe brauchst du im Beruf?
Der englische Logistikwortschatz lässt sich in drei Gruppen ordnen: Lager („warehouse“, „stock“, „dispatch“), Transport („shipment“, „freight“, „freight forwarder“) und Lieferung („delivery note“, „tracking number“, „lead time“). Dazu kommen zwei Fallen: Eine Spedition ist ein „freight forwarder“, keine „expedition“, und vorrätige Ware ist „in stock“, nicht „on stock“.
- Drei Gruppen: Lager, Transport, Lieferung.
- Falsche Freunde: „Spedition“ = freight forwarder, nicht expedition.
- Ware ist „in stock“ oder „out of stock“, und „goods“ steht im Plural.
B1 · Fachwortschatz · 10 Min.Logistik-Englisch für den Beruf, Baustein für Baustein erklärt.
Eine klar aufgebaute Lektion für Lernende auf B1-Niveau, die im Beruf mit Bestellungen, Lager, Versand oder Lieferungen zu tun haben. Du hörst die wichtigsten Logistikwörter im Zusammenhang, lernst das Ordnungsprinzip mit einem Tutor kennen und übst den Wortschatz mit interaktiven Aufgaben und einem Abschlusstest. Dazu kommen die typischen Fallen für Deutschsprachige wie „Spedition“, „auf Lager“ und „liefern“. Die Lektion dauert etwa zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenWortschatz, Hören, Schreiben, Sprechen
- Bausteine10 Bausteine
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Was Logistik-Englisch im Beruf umfasst
Logistik-Englisch brauchst du nicht nur, wenn du in einem Lager oder bei einer Spedition arbeitest. Es reicht, dass ein englischsprachiger Kunde fragt, wo seine Bestellung bleibt, dass ein Lieferant aus dem Ausland einen neuen Liefertermin nennt oder dass du einer Kollegin in einem anderen Land erklären musst, warum ein Teil gerade nicht vorrätig ist. Der Kernwortschatz ist überschaubar und lässt sich in drei Gruppen ordnen, die dem Weg der Ware folgen. Die erste Gruppe ist das Lager: „warehouse“, „stock“, „picking“, „packing“ und „dispatch“. Die zweite Gruppe ist der Transport: „shipment“, „freight“, „pallet“, „carrier“ und „freight forwarder“. Die dritte Gruppe ist die Lieferung beim Kunden: „delivery“, „delivery note“, „tracking number“, „lead time“ und „ETA“. Wenn du jedes neue Wort einer dieser drei Stationen zuordnest, entsteht im Kopf eine Kette statt einer losen Liste. Diese Lektion folgt genau dieser Ordnung und zeigt dir bei jeder Gruppe, wo Deutschsprachige typischerweise stolpern – vor allem bei „Spedition“, „auf Lager“ und dem Verb „liefern“.
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Im Lager: warehouse, stock und dispatch
Beim deutschen Wort „Lager“ sind hier zwei Bedeutungen wichtig, für die du unterschiedliche englische Wörter brauchst. Das Gebäude ist „the warehouse“: „Our warehouse is near Hanover.“ Die Ware, die darin liegt, ist „stock“: „We keep a lot of stock in the warehouse.“ Im amerikanischen Englisch und in vielen internationalen Firmen hörst du für den Bestand auch „inventory“. Ist etwas vorrätig, ist es „in stock“; ist es ausverkauft oder nicht vorhanden, ist es „out of stock“: „Sorry, that model is out of stock until next week.“ Für die Bestandsprüfung sagt man „to check stock levels“. Danach folgen die Arbeitsschritte im Lager: Beim „picking“ werden die Artikel einer Bestellung aus den Regalen geholt, beim „packing“ werden sie verpackt, und mit „dispatch“ verlassen sie das Lager. „To dispatch“ heißt also versenden: „We dispatch all orders within 24 hours.“ Viele Firmen nennen ihren Versand einfach „dispatch“ oder „shipping“. Ware, die neu ins Lager kommt, läuft über den Wareneingang, auf Englisch oft „goods in“ oder „goods receiving“.
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Unterwegs: shipment, freight und freight forwarder
Waren, die zusammen verschickt werden, bilden eine Sendung: „a shipment“, im britischen Englisch auch „a consignment“. Ein kleines Paket heißt „a parcel“ (britisch) oder „a package“ (amerikanisch). „Freight“ ist die Fracht, also Ware, die per Lkw, Bahn, Schiff oder Flugzeug transportiert wird; „air freight“ ist Luftfracht, „sea freight“ Seefracht. Für größere Mengen stehen die Waren auf „pallets“ (Paletten) oder reisen in „containers“. Die Firma, die die Ware tatsächlich bewegt, ist „the carrier“, der Frachtführer. Die Firma, die den Transport für dich organisiert, Frachtführer bucht und Papiere erledigt, ist „a freight forwarder“ oder kurz „a forwarder“. Das ist meist das, was du im Deutschen „Spedition“ nennst. Viele Speditionen fahren auch selbst; dann passt ebenso „haulier“ (britisch) oder „trucking company“ (amerikanisch). Verlässt eine Sendung die EU oder kommt sie von außerhalb, kommt der Zoll ins Spiel: „customs“, „customs clearance“ für die Abfertigung und „customs declaration“ für die Zollanmeldung.
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Beim Kunden: delivery, delivery note und lead time
Am Ende der Kette steht „the delivery“, die Lieferung. Der Lieferschein, der der Ware beiliegt, heißt im britischen Englisch „delivery note“, im amerikanischen oft „packing slip“. Wer die Ware annimmt, unterschreibt beim Empfang: „to sign for a delivery“. Die Unterschrift dient als „proof of delivery“, als Zustellnachweis. Mit „the tracking number“, der Sendungsnummer, kann der Kunde die Sendung online verfolgen: „You can track the shipment with this number.“ Die Lieferzeit von der Bestellung bis zur Lieferung ist „the lead time“, oder einfacher „the delivery time“: „The lead time for this part is three weeks.“ Für die voraussichtliche Ankunft nutzt man die Abkürzung „ETA“, „estimated time of arrival“: „The ETA is Friday morning.“ Läuft etwas schief, brauchst du „a delay“ (eine Verspätung), „to be delayed“ oder „to arrive late“, und bei Schäden „damaged goods“. Ein falsch gelieferter Artikel ist „the wrong item“, und Ware, die zurückgeht, ist „a return“.
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Typische Fehler: Spedition, auf Lager und liefern
Die bekannteste Falle ist „Spedition“. Das englische „expedition“ bedeutet eine Forschungs- oder Entdeckungsreise, etwa in die Antarktis, und bezeichnet keine Transportfirma. Sag also „freight forwarder“ oder „haulier“. Die zweite Falle steckt in „auf Lager“: Vorrätige Ware ist „in stock“, und „on stock“ ist im Englischen nicht üblich. Die dritte Falle ist das Verb „liefern“, das im Deutschen zwei Dinge abdeckt. Wenn Ware zu jemandem gebracht wird, heißt es „deliver“: „The parts were delivered on Monday.“ Wenn eine Firma dauerhaft Lieferant für eine andere ist, heißt es meist „supply“: „We supply car parts to three manufacturers.“ Die Frage „Wer beliefert euch?“ lautet deshalb „Who supplies you?“, nicht „Who delivers you?“. Und schließlich „goods“: Im Sinn von Waren wird das Wort im Englischen als Pluralwort verwendet. Du sagst also „The goods have arrived“, nicht „The goods has arrived“, und für ein einzelnes Teil „an item“ oder „a product“.
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Logistik-Englisch im Berufsalltag
Im Beruf brauchst du diese Wörter vor allem in kurzen, klaren Sätzen. Wenn ein Kunde nachfragt: „Your order was dispatched this morning. Here is the tracking number.“ Wenn etwas nicht vorrätig ist: „That item is currently out of stock. The lead time is about three weeks.“ Wenn sich eine Lieferung verzögert: „I'm afraid the shipment has been delayed at customs. The new ETA is Thursday.“ Wenn du mit der Spedition sprichst: „Could you collect four pallets from our warehouse on Monday?“ Wenn Ware fehlt: „We received the delivery, but two items on the delivery note are missing.“ Gerade bei Verspätungen ist ein freundlicher, sachlicher Ton wichtig: kurz entschuldigen, den neuen Termin nennen, die Sendungsnummer mitschicken. Achte auch auf die Zeitformen: Für ein Ergebnis, das jetzt zählt, passt oft das Present Perfect („The goods have arrived“), für einen konkreten Zeitpunkt das Simple Past („We dispatched the order on Tuesday“). Wenn du diese Sätze einmal laut übst, sind sie im entscheidenden Moment da.