A1 · Small Talk · 10 Min.Small Talk übers Wetter – Baustein für Baustein erklärt.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Bausteinen für Lernende auf A1-Niveau. Du hörst einen kurzen Wettersatz im Zusammenhang, lernst mit einem Tutor die Grundform „It's“ plus Adjektiv kennen und übst anschließend in interaktiven Aufgaben, wie du das Wetter beschreibst, danach fragst und freundlich antwortest, bevor der Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert etwa zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauA1 · Anfänger
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenSprechen, Hören, Wortschatz, Aussprache
- Bausteine10 Bausteine
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Was Wetter-Small-Talk leistet
Über das Wetter zu sprechen ist eine der einfachsten Arten, ein Gespräch auf Englisch zu beginnen. Du brauchst dafür keine komplizierte Grammatik und keinen großen Wortschatz – ein paar kurze Sätze reichen. Seid ihr am selben Ort, erlebt ihr dasselbe Wetter: Du siehst es durchs Fenster oder hast es auf dem Weg ins Büro gespürt. Im Videocall vergleicht ihr dagegen das Wetter an euren beiden Orten. So oder so kann jede Person sofort etwas dazu sagen. Warum das Wetter zu den sicheren Themen gehört und welche Themen du besser weglässt, erklärt die Lektion safe-topics-small-talk (A2). Hier geht es um etwas anderes: um die Wörter und Sätze selbst. Du lernst, wie du das Wetter beschreibst („It's sunny“), wie du über Regen genau jetzt sprichst („It's raining“), wie du nach dem Wetter fragst („What's the weather like?“) und wie du kurz und freundlich antwortest. Dazu kommen die Temperatur („It's 20 degrees“) und dein eigenes Körpergefühl („I'm cold“). Jeder dieser Sätze ist kurz, und jeder funktioniert sofort – im Aufzug, am Empfang oder am Anfang eines Videocalls. Am Ende dieser Lektion hast du einen kleinen Werkzeugkasten, den du jeden Tag benutzen kannst, auch wenn dein Englisch noch ganz am Anfang steht.
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Die Grundform: It's + Adjektiv
Die Grundform ist kurz: It's plus ein Adjektiv. It's sunny. It's cloudy. It's windy. It's cold. It's warm. It's hot. It's ist die Kurzform von it is, und im Gespräch hörst du meistens die Kurzform. Das it steht dabei für nichts Bestimmtes – es füllt nur den Platz des Subjekts, ähnlich wie das deutsche es in „Es ist kalt“. Du kannst das Muster also direkt übernehmen: Aus „Es ist warm“ wird It's warm. Viele Wetter-Adjektive entstehen aus einem Nomen plus -y: Aus sun wird sunny (mit doppeltem n), aus cloud wird cloudy, aus wind wird windy, aus rain wird rainy. Mit kleinen Wörtern davor machst du deine Beschreibung genauer: It's very hot. It's a bit cloudy. It's so cold today! Und du kannst zwei Beschreibungen verbinden: It's sunny, but it's cold. It's windy and cloudy. Für den Anfang reichen diese sechs Adjektive – sunny, cloudy, windy, cold, warm, hot. Mit ihnen kommst du im Alltag schon weit, und mit today am Ende klingt dein Satz sofort nach Small Talk: It's warm today. Sprich die Sätze ruhig laut, während du aus dem Fenster schaust – so verbindet sich das Wort direkt mit dem Bild.
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Regen und Schnee: genau jetzt oder als Gewohnheit
Bei Regen und Schnee wird es ein bisschen spannender. Wenn es genau jetzt regnet – du schaust aus dem Fenster und siehst die Tropfen –, sagst du It's raining. Wenn es genau jetzt schneit, sagst du It's snowing. Das ist die -ing-Form, das Present Continuous, und sie beschreibt, was in diesem Moment passiert. Im Deutschen sagst du für Regen genau jetzt und für Regen als Gewohnheit dasselbe: „Es regnet“ – deshalb kann dir ein It rains herausrutschen, wenn du auf den Regen draußen zeigst. Für diesen Moment ist It's raining die natürliche Wahl. Die einfache Form It rains ist aber nicht falsch – sie hat nur eine andere Aufgabe. Sie beschreibt Gewohnheiten und allgemeine Aussagen: It rains a lot in Hamburg. It doesn't snow much here. Beide Formen sind richtig; die Frage ist nur, ob du über jetzt sprichst oder über „normalerweise“. Und es gibt noch einen dritten Weg: das Adjektiv rainy. It's rainy today ist ebenfalls korrekt und beschreibt einen verregneten Tag als Ganzes. Für den Anfang merkst du dir: Zeigst du auf den Regen vor dem Fenster, sagst du It's raining. Mehr zur -ing-Form findest du in der Lektion present-continuous (A2).
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Temperatur und dein Körper
Für die Temperatur nimmst du wieder It's, diesmal mit einer Zahl: It's 20 degrees. It's only 5 degrees today. Wichtig ist das Plural-s: Das deutsche „20 Grad“ bleibt ohne Endung, im Englischen heißt es degrees – mit s. Unter null sagst du zum Beispiel It's minus five. Beim Körper wechselt dagegen das Subjekt. Wenn du selbst frierst, sagst du I'm cold; wenn dir warm ist, I'm warm, und wenn dir heiß ist, I'm hot. Die natürliche Übersetzung von „Mir ist kalt“ ist I'm cold. Me is cold ist grammatisch falsch; It is cold to me ist grammatisch möglich, aber für dein Körpergefühl unüblich. Das Subjekt ist hier die Person: I'm cold. Are you cold? She's hot. Die beiden Sätze I'm cold und It's cold sind beide richtig, sie sagen nur Verschiedenes. It's cold beschreibt die Welt um dich herum: das Wetter draußen oder den Raum, in dem du sitzt. I'm cold beschreibt dein Körpergefühl. Du kannst beides auch kombinieren: It's 5 degrees, and I'm cold. Eine kleine Falle lauert noch bei have: I have a cold heißt „Ich bin erkältet“ – das ist eine Krankheit und keine Temperatur.
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Fragen und kurz antworten
Die feste Frage nach dem Wetter lautet What's the weather like? – auf Deutsch etwa „Wie ist das Wetter?“. Achte auf das kleine like – es ist Teil der festen Frage: What's the weather like in London? What's the weather like today? Eine zweite, ebenso richtige Frage ist How's the weather? – hier ohne like. Die Mischung aus beiden, How is the weather like?, passt dagegen nicht. Auf eine Wetterfrage oder einen Wetterkommentar antwortest du am besten kurz und freundlich. Sagt jemand It's a lovely day!, reicht ein Yes, lovely!. Sagt jemand It's so cold today!, passt I know! It's so cold. Das I know! zeigt Zustimmung – es bedeutet hier nicht „Das weiß ich schon“, sondern eher „Stimmt!“. Danach gibst du gern eine kleine Information zurück: It's raining here, too. So bleibt das Gespräch in Bewegung. Vielleicht hörst du auch Sätze wie It's cold today, isn't it?. Das angehängte isn't it? ist hier ein freundlicher Baustein, der zu einer Antwort einlädt – du kannst ihn als festen Ausdruck übernehmen und genauso beantworten: Yes, it's so cold! Wie solche Anhängsel gebildet werden, lernst du später in der Lektion question-tags (B1).
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Typische deutsche Stolperfallen
Vier Stellen bringen deutschsprachige Lernende beim Wetter immer wieder ins Stolpern. Erstens „Was für ein schönes Wetter!“: Wort für Wort übertragen wird daraus What a lovely weather! – aber weather wird im Englischen als nicht zählbares Nomen behandelt, und in diesem Ausruf steht deshalb kein a: What lovely weather! Als ganzer Satz geht auch The weather is lovely. Das a selbst ist dabei nicht das Problem: Mit einem zählbaren Wort wie day ist es richtig – What a lovely day! Mehr zu zählbaren und nicht zählbaren Nomen erklärt die Lektion countable-uncountable (A2). Zweitens „Mir ist kalt“: Sag dafür I'm cold. Me is cold ist grammatisch falsch; It is cold to me ist dafür unüblich. Drittens „Es regnet“, gesagt über den Regen vor dem Fenster: Für diesen Moment sagst du It's raining; It rains passt zu Gewohnheiten. Viertens „20 Grad“: Im Englischen hängt ein Plural-s an – 20 degrees. Dazu kommt ein kleiner Aussprachepunkt. Weather beginnt mit einem englischen /w/ – die Lippen rund wie bei „u“, ohne dass die Zähne die Lippe berühren –, und in der Mitte steht das stimmhafte th /ð/. Diese beiden Laute gibt es im Deutschen so nicht. Wenn du sie gezielt üben willst, helfen dir die Lektionen v-w-sounds und th-sound (beide A1).
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Wetter-Small-Talk im Beruf
Im Berufsalltag begegnet dir Wetter-Small-Talk an drei typischen Stellen. Vor einem Meeting, während alle ankommen: It's so windy today! – I know! It's so cold, too. Am Empfang, wenn ein Gast eintrifft: Hello, welcome! Is it still raining? – Yes, it's raining a lot. Und im Videocall mit einer Kollegin in einer anderen Stadt, zum Beispiel in London: How's the weather in London? – It's cloudy, but it's warm. And in Berlin? – It's sunny and 20 degrees! Du siehst: Jeder dieser Dialoge besteht aus zwei oder drei kurzen Redebeiträgen. Mehr braucht es nicht. Wichtig ist, dass du antwortest und etwas zurückgibst. Ein Wetterkommentar, auf den nur Yes folgt, ist ein halber Ballwechsel. Mit And in Berlin? oder What's the weather like there? spielst du den Ball zurück, und schon ist ein kleines Gespräch entstanden. Nach ein, zwei Sätzen darfst du ganz natürlich zum eigentlichen Thema überleiten: OK, let's start. Übe diese kleinen Dialoge laut, am besten mit dem echten Wetter von heute. Schau morgens aus dem Fenster und sag dir einen Satz vor: It's cloudy today. Oder: It's raining, and I'm cold. So werden die Formen Schritt für Schritt automatisch – und im nächsten Meeting kommen sie wie von selbst.