Welche englischen Produktionsbegriffe brauchst du im Beruf?
Der englische Produktionswortschatz lässt sich in drei Gruppen ordnen: das Werk („plant“, „production line“, „shift“), die Fertigung („raw materials“, „components“, „assemble“, „output“) und die Qualität („inspection“, „defect“, „scrap“, „downtime“). Dazu kommen zwei Fallen: Eine Arbeitsschicht ist ein „shift“, kein „layer“, und Ausschuss in der Produktion ist „scrap“, kein „committee“.
- Drei Gruppen: Werk, Fertigung, Qualität.
- Arbeitsschicht = shift (Materialschicht = layer), Ausschuss in der Produktion = scrap (Gremium = committee).
- Werk = plant oder factory, und „fabric“ heißt Stoff, nicht Fabrik.
B1 · Fachwortschatz · 10 Min.Produktions-Englisch für den Beruf, Baustein für Baustein erklärt.
Eine klar aufgebaute Lektion für Lernende auf B1-Niveau, die im Beruf mit Fertigung, Werk, Schichtbetrieb oder Qualitätssicherung zu tun haben. Du hörst die wichtigsten Produktionswörter im Zusammenhang, lernst das Ordnungsprinzip mit einem Tutor kennen und übst den Wortschatz mit interaktiven Aufgaben und einem Abschlusstest. Dazu kommen die typischen Fallen für Deutschsprachige wie „Schicht“, „Ausschuss“, „Werk“ und „Fabrik“. Die Lektion dauert etwa zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenWortschatz, Hören, Schreiben, Sprechen
- Bausteine10 Bausteine
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Was Produktions-Englisch im Beruf umfasst
Produktions-Englisch brauchst du nicht nur, wenn du selbst an einer Maschine stehst. Es reicht, dass Besucher aus dem Ausland durch euer Werk geführt werden, dass ein englischsprachiger Kunde nach Stückzahlen und Liefermengen fragt, dass ein Lieferant eine Reklamation wegen fehlerhafter Teile beantworten muss oder dass du in einer Videokonferenz mit dem Werk in Polen oder Mexiko über einen Stillstand sprichst. Der Kernwortschatz ist überschaubar und lässt sich in drei Gruppen ordnen, die dem Weg des Produkts folgen. Die erste Gruppe ist das Werk selbst: „plant“, „factory“, „shop floor“, „production line“, „shift“ und „machinery“. Die zweite Gruppe ist die Fertigung: „raw materials“, „components“, „to manufacture“, „to assemble“, „batch“, „output“ und „capacity“. Die dritte Gruppe ist die Qualität: „quality control“, „inspection“, „defect“, „scrap“, „rework“, „downtime“ und „maintenance“. Wenn du jedes neue Wort einer dieser drei Stationen zuordnest, entsteht im Kopf ein Ablauf statt einer losen Liste. Diese Lektion folgt genau dieser Ordnung und zeigt dir bei jeder Gruppe, wo Deutschsprachige typischerweise stolpern – vor allem bei „Schicht“, „Ausschuss“, „Werk“ und „Fabrik“.
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Im Werk: plant, production line und shift
Für das deutsche „Werk“ oder die „Fabrik“ sagst du „plant“ oder „factory“. „Plant“ hört man besonders bei großen Industriestandorten: „a car plant“, „a chemical plant“, „our plant in Leipzig“. Der Bereich, in dem tatsächlich produziert wird, also die Werkhalle im Gegensatz zu den Büros, heißt „the shop floor“. Dort stehen die Linien: Eine „production line“ ist eine Fertigungslinie, auf der ein Produkt Schritt für Schritt entsteht; eine „assembly line“ ist eine Montagelinie, auf der es aus Teilen zusammengebaut wird. Das Band, das die Teile weiterbewegt, ist „a conveyor belt“. Die Maschinen insgesamt nennt man „machinery“, die gesamte Ausstattung „equipment“. Gearbeitet wird in Schichten: „shifts“. Es gibt „the early shift“, „the late shift“ und „the night shift“, und wer im Wechsel arbeitet, macht „shift work“ oder „works shifts“. Die Person, die eine Schicht leitet, ist „the shift supervisor“ oder „shift leader“. Ein Werk mit drei Schichten „runs three shifts“; läuft es Tag und Nacht, „operates around the clock“.
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In der Fertigung: raw materials, components und output
Am Anfang der Fertigung stehen die Rohstoffe oder Ausgangsmaterialien: „raw materials“ wie Stahl, Aluminium, Kunststoff oder Holz. Die Teile, aus denen ein Produkt zusammengebaut wird, sind „components“ oder einfach „parts“; man kann sie zukaufen oder selbst fertigen. Für das Herstellen gibt es drei Verben: „to make“ ist das Alltagswort, „to produce“ ist allgemein und passt auch für Lebensmittel, Energie oder Berichte, und „to manufacture“ bezeichnet das industrielle Herstellen, oft in großen Mengen und meist mit Maschinen. Die Firma, die etwas herstellt, ist „the manufacturer“: „a manufacturer of pumps“. „To assemble“ heißt zusammenbauen oder montieren; der Vorgang heißt „assembly“, und eine Baugruppe aus mehreren Teilen ist „an assembly“. Eine Menge, die in einem Durchgang gefertigt wird, ist „a batch“, die deutsche Charge oder das Los. Wie viel ein Werk in einer bestimmten Zeit herstellt, ist „the output“: „Our output rose by five percent last year.“ Die größtmögliche Menge ist „the capacity“; ein ausgelastetes Werk „runs at full capacity“. Prozesse beschreibt man im Englischen oft im Passiv, weil das Produkt im Mittelpunkt steht: „The sheets are cut, then the parts are welded and painted.“
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Bei der Qualität: inspection, defect und scrap
Bevor ein Produkt das Werk verlässt, wird es geprüft. Die Qualitätskontrolle heißt „quality control“, oft abgekürzt „QC“; die einzelne Prüfung ist „an inspection“, und das Verb ist „to inspect“: „Every batch is inspected before dispatch.“ Ein Fehler am Produkt ist „a defect“ oder „a fault“; ein fehlerhaftes Teil ist „defective“ oder „faulty“: „We found twelve defective parts.“ Teile, die bei der Prüfung aussortiert werden, sind „rejects“. Material oder Teile, die für ihren Zweck nicht mehr taugen und weggeworfen oder recycelt werden, sind „scrap“, und die Ausschussquote ist „the scrap rate“. Die Nacharbeit, also zusätzliche Arbeit, mit der fehlerhafte Teile die Anforderungen doch noch erfüllen, heißt „rework“. Ausgesonderte Teile können je nach Fehler nachgearbeitet oder verschrottet werden. Wenn eine Maschine oder Linie nicht läuft, spricht man von „downtime“, der Stillstandszeit: „We had two hours of downtime this morning.“ Damit das selten passiert, gibt es die Wartung, „maintenance“, und die vorbeugende Wartung, „preventive maintenance“: geplante Prüfungen, Reinigung, Schmierung oder der Austausch von Verschleißteilen, damit es gar nicht erst zum Ausfall kommt. Fällt eine Maschine plötzlich aus, sagt man: „The machine broke down“, und der Ausfall selbst ist „a breakdown“.
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Typische Fehler: Schicht, Ausschuss, Werk und Fabrik
Die erste Falle ist „Schicht“. Im Deutschen ist das ein Wort für zwei Dinge: die Arbeitsschicht und die Lage, etwa eine Farbschicht. Englisch trennt das: Die Arbeitsschicht ist „a shift“, die Lage ist „a layer“. „I work the night layer“ ist also falsch; richtig ist „I work the night shift“. Die zweite Falle ist „Ausschuss“. Auch dieses Wort hat zwei Bedeutungen. Ein Gremium ist „a committee“, Ausschuss in der Produktion dagegen „scrap“ oder „rejects“. Wer „Ausschuss“ im Wörterbuch nachschlägt, landet leicht beim falschen Treffer. Die dritte Falle ist „Werk“. Das englische „work“ ohne s bedeutet Arbeit oder den Arbeitsplatz allgemein („at work“) und bezeichnet kein Werk als Produktionsstandort; sag also „our plant“ oder „our factory“, nicht „our work“. Mit s kann „works“ vor allem im britischen Englisch ein Werk bezeichnen, allein („the works“) oder in Zusammensetzungen wie „steelworks“. Für dein eigenes Werk sind „plant“ und „factory“ aber die sichere Wahl. Die vierte Falle ist „Fabrik“: Das englische „fabric“ ist ein Stoff, also Textil. Und für den „Hersteller“ eines Industrieprodukts ist „manufacturer“ das übliche Wort: „a car manufacturer“. Schließlich „machinery“ und „equipment“: Beide werden im Englischen normalerweise unzählbar verwendet, also „new machinery“, nicht „new machineries“.
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Produktions-Englisch im Berufsalltag
Im Beruf brauchst du diese Wörter vor allem in kurzen, klaren Sätzen. Bei einer Werksführung: „This is our main assembly line. We run three shifts, so the line operates around the clock.“ Bei einer Frage nach Mengen: „Our output is about 500 units a day, and we are running at full capacity.“ Bei einem Problem: „Line 2 had three hours of downtime yesterday because a machine broke down.“ Bei einer Reklamation: „We have inspected the batch and found four defective parts. We will replace them this week.“ Bei der Schichtübergabe: „The scrap rate was higher than usual. Please check the settings on machine 4.“ Achte auf die Zeitformen: Für einen Ablauf, der immer gleich ist, passt das Present Simple, oft im Passiv („The parts are painted and then packed“), für ein abgeschlossenes Ereignis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit das Simple Past („The line stopped at 10 am“). Wenn du diese Sätze einmal laut übst, sind sie im entscheidenden Moment da.