Was ist Classroom English?
Classroom English ist eine Sammlung fester Redewendungen für den Unterricht: um Wiederholung bitten, Wörter klären und Anweisungen geben oder befolgen – auf klarem, höflichem Englisch.
- Kernphrase: „Could you say that again, please?“ – die Rettungsbitte, wenn der Unterricht zu schnell wird.
- Drei Aufgaben: um Wiederholung bitten, über Sprache fragen, Anweisungen und Feedback geben.
- Lerne die wichtigsten Redewendungen als ganze Einheiten, damit du sie im Unterricht schnell erkennst und abrufst.
A2 · Unterrichtssprache · 10 Min.Classroom English – die wichtigsten Sätze für den Unterricht.
Eine phrasenbasierte A2-Lektion für zwei Stimmen: Lernende bekommen höfliche Wege, den Unterricht anzuhalten und wieder einzusteigen; Lehrende bekommen kurze, klare Anweisungen, Feedback und Übergänge. Zehn Folien mit Audio, Avatar und interaktiven Übungen – ohne Anmeldung.
- GER-NiveauA2 · Grundlagen
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenSprechen, Hören, Wortschatz
- Bausteine10 Bausteine
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Was Classroom English tatsächlich ist
Classroom English ist keine Zeitform und keine Grammatikregel, sondern ein kleiner, fester Werkzeugkasten aus Redewendungen, die eine Unterrichtsstunde am Laufen halten. Er gehört zwei Stimmen zugleich: den Lernenden, die den Unterricht anhalten, etwas klären und wieder einsteigen müssen, ohne das Gesicht zu verlieren, und den Lehrenden oder Trainerinnen, die Anweisungen, Feedback und Übergänge in klarem, höflichem Englisch geben wollen – kindlich oder steif soll es dabei nicht klingen. Genau für dieses doppelte Publikum ist die Lektion gebaut: für erwachsene Kurse im Berufsumfeld, in denen niemand raten sollte, was gerade gesagt wurde. Der ganze Baukasten deckt drei Aufgaben ab. Erstens: um Wiederholung oder Klärung bitten, bevor du rätst. Zweitens: gezielt nach der Sprache fragen – nach Übersetzung, Bedeutung oder Rechtschreibung. Drittens: Anweisungen verstehen, geben und mit kurzen Feedbacksignalen zum nächsten Schritt übergehen. Wer diese drei Aufgaben mit einer Handvoll fester Sätze abdeckt, kann auf beiden Seiten des Tisches sicher an einer ganzen Unterrichtsstunde auf Englisch teilnehmen.
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Um Wiederholung und Klärung bitten
Die erste Aufgabe ist die Reparatur des Gesprächs: Du hast eine Äußerung nicht vollständig gehört oder verstanden, und statt zu raten, bittest du darum, sie noch einmal zu hören. Das Muster hat zwei Teile. Zuerst öffnet eine kurze Entschuldigung die Reparatur: „Sorry, I didn't catch that.“ Danach folgt die präzise Bitte, die dem Gegenüber sagt, was genau helfen würde. Die wichtigste ist die Kernphrase dieser Lektion: „Could you say that again, please?“ Gleichwertig funktioniert „Could you repeat that, please?“ Wenn das Tempo das Problem ist, sagst du „Could you speak more slowly, please?“, und wenn dir ein Beispiel weiterhilft, „Could you give me an example?“ Das „could“ macht jede dieser Bitten etwas vorsichtiger und damit höflicher als ein direktes „say that again“, und das abschließende „please“ rundet sie für den Unterrichtsgebrauch ab. Übe die Sätze als ganze Einheiten, nicht Wort für Wort: Im Ernstfall hast du keine Zeit, eine Frage zu konstruieren – du musst sie fertig abrufen können. Genau deshalb lohnt es sich, diese wenigen Redewendungen auswendig zu lernen.
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Fragen zur Sprache stellen
Die zweite Aufgabe ist gezielter: Du hast ein Wort gehört oder suchst eines und stellst genau die Frage, die zu deiner Lücke passt. Für eine Übersetzung fragst du „How do you say X in English?“ Für die Bedeutung eines Wortes: „What does X mean?“ Für die Rechtschreibung: „How do you spell that?“ Und um deine eigene Version zu prüfen: „Is that right?“ oder „Have I pronounced that correctly?“ Achte auf die Grammatik hinter diesen Fragen: Nach „does“ steht das Verb immer in der Grundform, also „What does X mean?“ und niemals „What means X?“ – dieser Fehler entsteht direkt aus dem deutschen „Was bedeutet X?“ und ist ein typischer Fehler in diesem Bereich. Dieselben Wendungen funktionieren übrigens in beide Richtungen: Lehrende drehen sie einfach auf die Gruppe zurück und fragen „What does this word mean?“ oder „How do we spell it?“ Wer als Lernender diese Fragen beherrscht, kann jedes unbekannte Wort im Unterricht sofort klären, statt es durch den Rest der Stunde mitzuschleppen.
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Anweisungen, Feedback und Übergänge
Die dritte Aufgabe gehört vor allem der Lehrstimme, hilft aber jedem Lernenden beim Hören: Anweisungen, Feedback und Übergänge. Die Regel dafür ist einfach – halte Anweisungen kurz und stelle die Handlung an den Anfang. Zum Starten: „Open your books at page 18.“ oder „Take a look at exercise 3.“ Zum Organisieren: „In pairs, please.“ oder „You've got five minutes.“ Zum Prüfen: „Any questions?“ Für Feedback und Übergänge gibt es drei feste Signale: „Well done.“ als Lob, „Time's up.“ als Zeitsignal und „Let's move on.“ als Übergang zur nächsten Aktivität. Nach „Time's up.“ folgt sofort die nächste Handlung, zum Beispiel „Please finish the sentence you're writing.“ Lernende antworten auf diese Anweisungen mit einem kurzen „All right.“, mit der Rückfrage „Which exercise?“ oder mit einer präzisen Klärungsbitte aus dem zweiten Baustein. So entsteht ein geschlossener Kreislauf: Die Lehrperson gibt eine kurze, klare Anweisung, die Lernenden bestätigen oder klären nach, und die Stunde bewegt sich weiter – ganz ohne langes Erklären.
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Typische Fehler deutschsprachiger Lernender
Viele typische Fehler in diesem Thema entstehen durch wörtliche Übersetzung aus dem Deutschen. Das deutsche „noch einmal“ verführt zu „Can you say it once again?“ – verständlich, aber nicht die übliche Redewendung im Unterricht; sag „Could you say that again, please?“ oder „Could you repeat that, please?“ „Was bedeutet X?“ wird zu „What means X?“ – falsch, weil Englisch das Hilfsverb „does“ braucht und das Verb danach in der Grundform steht: „What does X mean?“ „Wie heißt X auf Englisch?“ wird zu „How is X called in English?“ – für die Übersetzungsfrage sagst du „How do you say X in English?“ oder „What is X called in English?“ „Kannst du mir das buchstabieren?“ wird zu „Could you spell me that?“ – nach „spell“ kommt die Sache direkt, die Person folgt mit „for“: „Could you spell that for me, please?“ Akustisch nicht verstanden hat nichts mit „acoustically“ zu tun – sag „Sorry, I didn't catch that.“ „Erklär mir das“ wird zu „Please explain me that“ – „explain“ nimmt das Thema direkt und die Person mit „to“: „Could you explain that to me, please?“ „Partnerarbeit“ heißt auf Englisch „Work in pairs.“ oder einfach „In pairs, please.“ Und „Die Zeit ist vorbei“ ist das feste Signal „Time's up.“, gefolgt von der nächsten Handlung.
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Höflichkeit, Varietäten und dein Lernweg
Zwei Feinheiten runden das Thema ab. Erstens die Höflichkeit: In „Could you say that again?“ verweist „could“ nicht auf die Vergangenheit. Die entferntere Modalform macht die Bitte vorsichtiger und damit höflicher als einen direkten Befehl; die Zeit liefert die Situation im Unterricht. Zweitens die Varietäten: Die zentralen Wendungen dieser Lektion funktionieren im britischen wie im amerikanischen Englisch gleichermaßen. Unterschiede gibt es bei einzelnen Gegenständen – diese Lektion folgt dem britischen Englisch und sagt „rubber“ für den Radiergummi, während im amerikanischen Englisch „eraser“ üblich ist. Wenn du bei einem Wort unsicher bist, zeige einfach darauf und frage: „What do you call this in English?“ Für deinen Lernweg gilt: Vor dieser Lektion passen basic-question-forms (A1) für Fragen wie „What does X mean?“ und imperatives (A1) für Anweisungen wie „Open your books“. Als nächster Schritt bietet sich email-requests (B1) an, wo du dieselben höflichen Bitten mit „could“ und „would“ in beruflichen E-Mails einsetzt.