Wie verhandelt man auf Englisch?
Eine einfache Verhandlung auf Englisch kannst du in drei Schritten führen: Du sagst, was du brauchst („Our main priority is delivery before March.“), du verhandelst mit Bedingungen („If you order 200 chairs, we can offer a 5% discount.“), und du stimmst zu oder vertagst den Punkt („Let me just summarise what we've agreed.“ oder „I'll need to check with my manager.“).
- Position klären: „We're looking for…“, „Our main priority is…“, „Is there any flexibility on…?“
- Mit Bedingungen verhandeln: Für eine Bedingung steht nach „if“ das Present Simple, im Hauptsatz can, could oder will.
- Zustimmen oder vertagen: „That sounds reasonable.“, „Let me just summarise what we've agreed.“, „Can we come back to that point later?“
B1 · Verhandeln · 10 Min.Verhandeln auf Englisch – Baustein für Baustein.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf B1-Niveau. Du hörst ein Angebot mit Bedingung im Zusammenhang, lernst die drei Schritte einer einfachen Verhandlung mit einem Tutor kennen und übst die Redemittel anschließend in interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenSprechen, Hören, Business-Englisch, Grammatik
- Bausteine10 Bausteine
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Was eine einfache Verhandlung auf Englisch braucht
Eine Verhandlung muss kein Drama im Konferenzraum sein. Im Berufsalltag ist sie oft ein ganz normales Gespräch: Eine Kundin braucht 200 Bürostühle, ein Lieferant möchte einen fairen Preis, und beide Seiten wollen einen Liefertermin, der funktioniert. Die Sprache für solche Gespräche ist erstaunlich überschaubar. Du brauchst eine Möglichkeit zu sagen, was du willst, eine Möglichkeit, dein Entgegenkommen an eine Gegenleistung zu knüpfen, und eine Möglichkeit, einen Punkt abzuschließen oder auf später zu verschieben. Daraus ergeben sich die drei Schritte dieser Lektion: Position klären, mit Bedingungen verhandeln, zustimmen oder vertagen. Das grammatische Herzstück in der Mitte ist der First Conditional: „If you order 200 chairs, we can offer a 5% discount.“ Die Beispiele stammen aus erfundenen Situationen zwischen Lieferant und Kunde – Büromöbel, Liefertermine, Zahlungsbedingungen –, und die Zahlen sind zum Üben ausgedacht. Entscheidend ist das Muster, denn du kannst es in vielen Gesprächen wiederverwenden, in denen eine Leistung gegen eine andere getauscht wird.
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Schritt 1: Die eigene Position klären
Im ersten Schritt machst du klar, was du brauchst – bevor über Geld gesprochen wird. „We're looking for 200 office chairs for our new building“ beschreibt die Ausgangslage. „Our main priority is delivery before March“ sagt der anderen Seite, was dir am wichtigsten ist – und damit auch, was dir weniger wichtig ist. „What we'd really like is a three-year warranty“ formuliert einen Wunsch, ohne wie eine Forderung zu klingen; der Rahmen „What we'd really like is…“ wirkt weicher als ein knappes „We want…“. Mit „Is there any flexibility on the price?“ eröffnest du schließlich das eigentliche Verhandeln. Formal ist das eine Ja-Nein-Frage, praktisch lädt sie dein Gegenüber ein, sich zu bewegen. Achte auf die Präposition: „flexibility on the price“, „on the delivery date“, „on the payment terms“. Halte diesen Schritt kurz und konkret. Eine klare Priorität hilft beiden Seiten, weil sie zeigt, wo eine Einigung möglich ist: Wenn dir der Termin wichtiger ist als der Preis, weiß der Lieferant, wo er nach einer Lösung suchen kann.
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Schritt 2: Mit Bedingungen verhandeln – der First Conditional
Das Herzstück einer Verhandlung ist meist der Tausch: Ich gebe dir dies, wenn du mir das gibst. Das Englische packt diesen Tausch in den First Conditional. Der if-Teil nennt, was die andere Seite tut, der Hauptsatz nennt, was du dafür anbietest: „If you order 200 chairs, we can offer a 5% discount.“ „If you pay within 14 days, we'll cover the delivery costs.“ Die beiden Teile können auch die Plätze tauschen: „We can offer a 5% discount if you order 200 chairs.“ Für eine Bedingung steht nach „if“ das Present Simple – „if you order“, „if you pay“ –, obwohl Bestellung und Zahlung in der Zukunft liegen. Im Hauptsatz stehen can, could oder will. „We can offer“ klingt fest, „we could offer“ etwas vorsichtiger und offener für Gespräche; beides ist korrekt. Derselbe Tausch funktioniert mit „as long as“: „We could agree to that as long as delivery is before March.“ Willst du eine Idee testen, ohne dich festzulegen, fragst du: „What if we split the delivery costs?“ Und wenn du an deiner Grenze angekommen bist, sagst du es höflich: „I'm afraid we can't go below 80 euros per chair.“ Ein Hinweis noch: Du hörst vielleicht „If you'll just wait a moment, I'll print the contract.“ Dort drückt „will“ Bereitschaft aus, es ist also eine höfliche Bitte und keine reine Bedingung.
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Schritt 3: Zustimmen oder vertagen
Eine Verhandlung kommt Punkt für Punkt voran, und für jeden Punkt gibt es zwei gute Ausgänge: Ihr einigt euch, oder ihr stellt ihn zurück. Für die Zustimmung ist „That sounds reasonable“ ein ruhiges, professionelles Ja; „That works for us“ erfüllt denselben Zweck. Mit „So, do we have a deal?“ bittest du die andere Seite, die Einigung zu bestätigen. Danach folgt ein Schritt, der später viel Ärger ersparen kann: „Let me just summarise what we've agreed – 200 chairs, delivered in February, payment within 30 days.“ Eine Zusammenfassung sorgt dafür, dass beide Seiten mit denselben Zahlen aus dem Gespräch gehen, und sie ist ein guter Moment, um alles schriftlich zu erbitten. Wenn du noch nicht entscheiden kannst, vertage den Punkt höflich, statt Nein zu sagen. „I'll need to check with my manager“ ist ehrlich und verschafft dir Zeit. „Can we come back to that point later?“ erlaubt dir, zum nächsten Thema überzugehen, ohne den offenen Punkt zu verlieren. Vertagen ist kein Scheitern: Es hält das Gespräch am Laufen, während du sammelst, was du für eine Entscheidung brauchst.
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Typische Stolperfallen für deutschsprachige Lernende
Einige Gewohnheiten wandern aus dem Deutschen mit ins Englische und lassen ein Angebot leicht schief klingen. Die erste ist „Can you make us a better price?“, eine wörtliche Übertragung von „einen Preis machen“. Man versteht dich, aber es klingt ungewöhnlich; natürlicher sind „Can you give us a better price?“, „Can you offer us a better price?“ oder im lockeren britischen Englisch „Can you do us a better price?“. Die zweite ist „Can you go down with the price?“ nach „mit dem Preis runtergehen“. Das ist nicht idiomatisch – „go down with“ verwendet man eher für eine Krankheit („go down with flu“). Sag stattdessen „Can you come down on the price?“ oder „Could you bring the price down a little?“. Drittens „The price is too expensive“: Im Englischen sind Preise hoch oder niedrig, Produkte dagegen teuer oder günstig. „The price is too high“ oder „The chairs are too expensive“ klingen natürlicher. Und schließlich teilt sich „Angebot“ auf: Ein schriftlicher Preis für eine bestimmte Ware ist ein „quote“ oder eine „quotation“, ein „offer“ dagegen ein Vorschlag im Gespräch oder eine Aktion – „a special offer“, „that's a fair offer“. Dazu kommt die Form nach „if“: Für eine Bedingung ist „If you order…“ die übliche Wahl, nicht „If you will order…“.
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Die drei Schritte im Gespräch
So klingen die drei Schritte zusammen in einem kurzen, erfundenen Gespräch. Die Kundin: „We're looking for 200 office chairs, and our main priority is delivery before March. Is there any flexibility on the price?“ Der Lieferant: „If you confirm the order this week, we can offer a 5% discount.“ Die Kundin: „What if we pay within 14 days? Could you cover the delivery costs as well?“ Der Lieferant: „We could agree to that as long as the order is confirmed by Friday.“ Die Kundin: „That sounds reasonable. Let me just summarise what we've agreed…“ Achte auf den Rhythmus: Jede Seite nennt eine Bedingung, bevor sie etwas hergibt. Achte auch auf den Ton: „could“, „What if“ und „as long as“ halten das Gespräch freundlich, während die Zahlen klar bleiben. Und achte darauf, wie die Kundin am Ende zusammenfasst, statt einfach „okay“ zu sagen. Auf B1-Niveau brauchst du keine raffinierten Taktiken. Klare Prioritäten, saubere Angebote mit Bedingung und eine sorgfältige Zusammenfassung tragen dich sicher durch eine einfache Verhandlung – und wenn ein Punkt offen bleibt, hilft dir „Can we come back to that point later?“.