Wie schreibe ich meinen Lebenslauf auf Englisch?
Nenne oben deinen Namen, deine Berufsbezeichnung und deine Kontaktdaten und setze darunter zwei bis drei Zeilen Personal Profile: „Project manager with six years of experience in logistics.“ Dann folgen Work Experience, Education, Skills und Languages – bei Stellen und Abschlüssen das Aktuellste zuerst. Schreibe die Erfolge als Stichpunkte, die mit einem Verb beginnen und das „I“ weglassen: „Led a team of six“, „Reduced processing time by 20%.“ Foto, Geburtsdatum, Familienstand, Nationalität und die Unterschrift am Ende erwarten britische und amerikanische Firmen meist nicht; deutsche, österreichische und Schweizer Arbeitgeber oft schon.
- In Großbritannien heißt das Dokument CV, in den USA für eine normale Bewerbung meist résumé; beide sind üblicherweise ein bis zwei Seiten lang und umgekehrt chronologisch aufgebaut.
- Erfolgs-Stichpunkte beginnen mit einem Verb und kommen ohne „I“ aus: Past Simple für abgeschlossene Erfolge, Present Simple für laufende Aufgaben – „Led a team of six“, „Manage a team of six“.
- Foto, Geburtsdatum, Familienstand, Nationalität und Unterschrift erwarten britische und amerikanische Firmen meist nicht; im deutschsprachigen Raum gehören sie oft weiterhin dazu.
B1 · Geschäftskorrespondenz · 10 Min.Der englische CV – Baustein für Baustein für deutschsprachige Bewerberinnen und Bewerber erklärt.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf B1-Niveau. Du hörst den Kopf eines fertigen CV im Zusammenhang, lernst mit einem Tutor die Bausteine kennen – Aufbau und Abschnitte, das Personal Profile mit seinen Erfolgs-Stichpunkten, die Wörter, die beim Übersetzen aus dem Deutschen kippen – und übst sie anschließend in interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenSchreiben, Wortschatz, Hören, Business-Englisch
- Bausteine10 Bausteine
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CV, résumé, Lebenslauf – ein Dokument, drei Namen
Dein Lebenslauf heißt auf Englisch CV, kurz für das lateinische curriculum vitae. So nennen ihn Arbeitgeber in Großbritannien, Irland und Australien. In den USA ist für eine gewöhnliche Bewerbung meist von einem résumé die Rede; das Wort CV steht dort vor allem für die lange akademische Liste mit Veröffentlichungen, Lehre und Konferenzen. Für dich als Bewerberin oder Bewerber aus dem deutschsprachigen Raum heißt das: Schau nach, wo das Unternehmen sitzt, und übernimm dessen Wort. Inhaltlich ändert sich dadurch wenig. Die Version, die du an eine Firma schickst, ist üblicherweise ein bis zwei Seiten lang, und sie ist umgekehrt chronologisch aufgebaut – das Aktuellste steht oben, danach geht es rückwärts durch die Jahre. Wer die Reihenfolge wie im Schulzeugnis von vorn aufrollt, zwingt die Leserin, bis ans Ende zu blättern, bevor sie erfährt, was du heute tust – und genau das soll sie schnell finden.
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Der Aufbau: welche Abschnitte in welcher Reihenfolge
Ganz oben stehen dein Name, deine Berufsbezeichnung und deine Kontaktdaten: Stadt, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und, wenn du es pflegst, dein LinkedIn-Profil. Die vollständige Straßenanschrift lassen viele heute weg; die Stadt genügt meist, damit die Leserin die Entfernung einschätzen kann. Darunter folgt das Personal Profile, und danach die Abschnitte in dieser Reihenfolge: Work Experience, Education, Skills, Languages. Die englischen Überschriften sind schlichte Substantive, und einen Block „Personal Data“ mit privaten Angaben gibt es in dieser Form nicht. Jeder Eintrag unter Work Experience trägt dieselben vier Angaben: Position, Unternehmen, Ort, Zeitraum – „Sales Manager, Continental AG, Hannover, 2019–present“. Unter Education stehen Abschluss, Schule oder Hochschule und die Jahre. Halte das Layout über alle Einträge hinweg gleich, damit die Seite sich in wenigen Sekunden überfliegen lässt. Wenn du am Anfang deines Berufswegs stehst, darf Education auch vor Work Experience rücken – das ist ein typischer Fall, in dem sich die Reihenfolge der beiden Abschnitte sinnvoll tauschen lässt – ebenso nach einer Umschulung oder einem frischen, besonders relevanten Abschluss.
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Das Personal Profile: zwei bis drei Zeilen ganz oben
Das Personal Profile ist der kurze Absatz direkt unter deinem Namen, und damit ganz oben auf der Seite. Drei Dinge gehören hinein: was du beruflich bist, wie lange du das schon tust, und worin du gut bist. „Project manager with six years of experience in logistics and a track record in process improvement.“ Auffällig daran: Der Satz kommt ohne „I“ aus und oft sogar ohne finites Verb. Das ist im CV die übliche Form – der Text gehört dir, das musst du nicht eigens sagen. Schreibe konkret. „Motivated team player with excellent communication skills“ ist so allgemein, dass es über dich kaum etwas verrät; „Project manager with six years in logistics, focused on rebuilding planning routines that were slowing teams down“ dagegen schon. Zwei bis drei Zeilen reichen. Wenn du dich auf verschiedene Stellen bewirbst, ist das Profil der Teil, den du jedes Mal anpasst: Dieselbe Erfahrung lässt sich für eine Vertriebsstelle anders zuschneiden als für eine Position im Projektmanagement.
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Erfolgs-Stichpunkte: Verb zuerst, kein „I“, eine Zahl
Unter jeder Stelle stehen keine Fließtexte, sondern Stichpunkte – und zwar Stichpunkte, die mit einem Verb anfangen. „Led a team of six.“ „Managed the switch to a new CRM system.“ „Reduced processing time by 20%.“ „Negotiated framework contracts with three suppliers.“ Das „I“ fällt weg, weil ohnehin klar ist, wer gemeint ist; das spart Platz und lässt jede Zeile mit der Handlung beginnen statt mit dir. Für alles, was abgeschlossen ist, nimmst du das Past Simple: „Led“, „Managed“, „Reduced“ – auch für Erfolge in deiner jetzigen Stelle. Das Present Simple passt für die laufenden Aufgaben deiner jetzigen Stelle: „Manage a team of six across two sites.“ Nützliche Verben für den Anfang: led, managed, built, developed, introduced, reduced, increased, negotiated, trained, coordinated. Und der zweite Teil der Regel: Bring, wo du ehrlich kannst, eine Zahl unter. Ein Prozentsatz, eine Teamgröße, ein Budget, eine Anzahl Kundinnen und Kunden. „Improved the reporting process“ sagt wenig; „Reduced the monthly reporting cycle from five days to two“ sagt, was du getan hast, und lässt sich im Gespräch weitererzählen.
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Was im britischen und amerikanischen CV meist wegbleibt
Hier liegt der sichtbarste Unterschied zum deutschen Lebenslauf. Bewerbungsfoto, Geburtsdatum, Geburtsort, Familienstand, Anzahl der Kinder, Nationalität sowie Ort, Datum und Unterschrift am Ende: All das erwarten britische und amerikanische Arbeitgeber üblicherweise nicht. Der Hintergrund ist die Gleichbehandlung im Bewerbungsverfahren – je weniger persönliche Merkmale auf der Seite stehen, desto weniger können sie in die Auswahl hineinspielen. Mancher Arbeitgeber bittet ausdrücklich darum, solche Angaben wegzulassen. Umgekehrt gilt: Deutsche, österreichische und Schweizer Unternehmen erwarten Foto und Unterschrift oft weiterhin, auch wenn du dich dort auf Englisch bewirbst. Entscheide deshalb nicht nach der Sprache deines CV, sondern danach, wo das Unternehmen sitzt und wer die Unterlagen liest. Bewirbst du dich bei der Londoner Tochter eines deutschen Konzerns, orientiere dich an der Praxis vor Ort und frage im Zweifel in der Personalabteilung nach. Was du in jedem Fall weglassen kannst: die Schulnoten aus der Mittelstufe und den Satz „Referenzen auf Anfrage“ – wer sie braucht, fragt danach.
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Die Übersetzungsfallen: Praktikum, Ausbildung, Chef, aktuell
Ein paar deutsche Wörter überstehen den Weg ins Englische nicht unbeschadet, und sie stehen ausgerechnet in den Zeilen, die deinen Werdegang beschreiben. „Praktikum“ in einem Unternehmen ist ein internship – nicht „practice“; „practicum“ gibt es zwar, meist aber nur für einen Praxisabschnitt innerhalb eines Studiengangs –, und im Englischen macht man ein Praktikum mit „do“ oder „complete“, nicht mit „make“. „Ausbildung“ ist eine apprenticeship; als Oberbegriff funktioniert auch „vocational training“. „Berufserfahrung“ heißt work experience, und der Abschnitt trägt genau diese Überschrift. „Kenntnisse“ sind skills – „knowledges“ gibt es im Englischen in dieser Verwendung nicht. „Chef“ ist dein manager, line manager oder boss; ein englischer „chef“ steht in der Küche. „Aktuell“ heißt current, während „actual“ so viel wie „tatsächlich“ bedeutet – deshalb „in my current role“ und nicht „in my actual role“. Und für das „Abitur“ gibt es keine feste englische Entsprechung: Nenne es beim Namen und setze eine Erklärung dazu, die deine Leserin einordnen kann, etwa „Abitur (roughly equivalent to A-levels)“ oder „Abitur (German higher-education entrance qualification)“. Bei Firmennamen und Abschlüssen gilt dasselbe Prinzip: Name im Original, Erklärung in Klammern.
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Daten, Sprachen und der letzte Durchgang
Zwei Kleinigkeiten am Rand, die im Deutschen anders laufen. Erstens die Daten: Eine laufende Stelle schreibt der englische CV als „2019–present“. Das deutsche „seit 2019“ übernimmst du in der Datumszeile besser nicht als „since 2019“ – verständlich wäre es, üblich ist das Format „2019–present“ –, und „bis heute“ nicht als „until today“. Zwischen den Jahreszahlen steht ein Gedankenstrich, und wenn du Monate angibst, dann durchgehend in derselben Form: „03/2019–present“ oder „March 2019–present“, aber nicht beides nebeneinander. Zweitens die Sprachen: Beide Schreibweisen sind gängig – „German (native), English (fluent), French (intermediate)“ oder die GER-Kürzel wie „English (C1), French (B1)“. Keine von beiden ist vorgeschrieben; wähle eine und bleibe innerhalb des CV dabei. Zum Schluss ein letzter Durchgang: Steht bei Stellen und Abschlüssen das Aktuellste oben? Beginnt jeder Stichpunkt mit einem Verb? Passen die Zeitformen zu den Zeiträumen? Und liest jemand mit, den du nicht kennst? Eine einfache Rechtschreibprüfung übersieht „manger“ leicht, wenn „manager“ gemeint war – lass deshalb zusätzlich jemanden gegenlesen.