Simmonds · Lego Principle
A2 · Pronunciation · 10 min · 10 Bausteine

-ed Endings

Die Endung, die dreimal anders klingt – und die eine Frage an deine Kehle, die jedes Verb entscheidet.

Der eine Satz, den du dir merken wirst
We launched the product, emailed the clients — and the meeting started on time.
Dreimal -ed – und drei verschiedene Aussprachen darin.
Von Simmonds·Ohne Anmeldung·Kostenlos testen·Ca. 10 Minuten
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Wie spricht man die englische -ed Endung aus?

Der letzte Laut des Grundverbs entscheidet: Nach stimmlosen Lauten wird -ed als /t/ gesprochen, nach stimmhaften als /d/. Nur wenn das Verb auf /t/ oder /d/ endet, entsteht die Extra-Silbe /ɪd/.

  • /t/ nach stimmlosen Lauten: worked, launched, stopped.
  • /d/ nach stimmhaften Lauten: played, emailed, planned.
  • Extra-Silbe /ɪd/ nur nach /t/ und /d/: wanted, needed, started.

Stand: Juli 2026

A2 · Aussprache · 10 Min.

Die -ed Endung – Baustein für Baustein erklärt.

Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A2-Niveau. Du hörst die drei Aussprachen der -ed Endung im Zusammenhang, lernst von einem Tutor die Drei-Laute-Regel, siehst sie als Diagramm und übst sie anschließend in fünf interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest mit sechs Fragen folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.

  • GER-NiveauA2 · Grundstufe
  • BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
  • KompetenzenAussprache, Hören, Sprechen, Schreiben
  • Bausteine10 Bausteine

Vertiefung — Folie für Folie →

01 / 06

Eine Endung, drei Laute

Regelmäßige englische Verben bilden ihre Vergangenheit mit einer einzigen geschriebenen Endung: -ed. Hinter dieser ordentlichen Schreibung verbirgt sich jedoch ein System aus drei Aussprachen. In worked, launched und stopped ist die Endung ein knappes, stimmloses /t/. In played, emailed und planned ist sie ein weiches, stimmhaftes /d/. Und in wanted, needed und started wird sie zu einer vollen Extra-Silbe: /ɪd/. Das System ist vollständig regelmäßig – du musst keine Listen auswendig lernen, denn eine einzige Frage entscheidet jedes Verb: Wie lautet der letzte Laut der Grundform? Stimmlose Laute nehmen /t/, stimmhafte nehmen /d/, und nur /t/ und /d/ selbst lösen die Extra-Silbe aus. Diese Regel zu beherrschen ist wichtiger, als viele Lernende denken. Der Unterschied zwischen launch und launched ist oft nichts als dieses letzte /t/ – lässt du es weg, hört dein Gegenüber die Gegenwartsform. Und sprichst du eine Extra-Silbe, wo keine hingehört, klingt jede einzelne Vergangenheitsform leicht fremd.

02 / 06

Stimmhaft oder stimmlos: fühl es an der Kehle

Die ganze Regel beruht auf einer einzigen phonetischen Unterscheidung: der Stimmhaftigkeit. Bei einem stimmhaften Laut schwingen die Stimmbänder mit, bei einem stimmlosen kommt nur Luft. Du kannst den Unterschied direkt fühlen: Leg einen Finger an die Kehle und sprich ein langes /zzz/ – es summt. Sprich jetzt /sss/ – das Summen verschwindet, obwohl Lippen und Zunge sich nicht bewegt haben. Alle Vokale sind stimmhaft, ebenso Konsonanten wie /b, g, v, z, m, n, l, r/. Stimmlos sind unter anderem /p, k, s, f, ʃ, tʃ/. Die Endung -ed übernimmt einfach die Stimmhaftigkeit des Lautes davor: Auf einen stimmlosen Laut folgt das stimmlose /t/, auf einen stimmhaften das stimmhafte /d/. Eine Warnung: Die Regel liest den letzten Laut, nie den letzten Buchstaben. Danced endet auf den Buchstaben e, aber die Grundform dance endet auf den Laut /s/ – also ist die Endung /t/: /dɑːnst/. Die Schreibung ist hier ein schlechter Ratgeber; deine Kehle ist ein besserer.

03 / 06

Die drei Gruppen im Berufsenglisch

Gruppe eins, /t/: nach stimmlosen Endlauten wie /k, p, s, f, ʃ, tʃ/. We launched the product. The customer asked for a demo. We discussed the budget and finished the report. Jede dieser Endungen ist ein kurzes, knappes /t/, das direkt am Verb klebt – launched hat eine Silbe, asked hat eine Silbe. Gruppe zwei, /d/: nach stimmhaften Endlauten, also nach allen Vokalen und nach Konsonanten wie /l, n, m, z, v, r/. I emailed the client. We planned the launch and called the supplier. She answered immediately. Auch hier entsteht keine neue Silbe – das /d/ schließt das Wort nur ab. Gruppe drei, /ɪd/: nur wenn die Grundform selbst auf /t/ oder /d/ endet. The meeting started late. We needed more time and decided to move the deadline. Hier, und nur hier, wird die Endung zu einer eigenen Silbe: start hat eine Silbe, started hat zwei. Die Logik dahinter ist mechanisch: Ein /t/ lässt sich nicht direkt an ein anderes /t/ hängen, also schiebt das Englische einen kleinen Vokal dazwischen, damit beide Laute hörbar bleiben.

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Die zwei deutschen Fallen

Das Deutsche stört dieses System an zwei präzisen, vorhersagbaren Stellen. Falle eins: die Extra-Silbe überall. Deutsche regelmäßige Vergangenheitsformen sind silbisch – arbeitete, spielte, lernte tragen ihre Endung als eigene Silbe. Diese Gewohnheit wandert mit, und Lernende sprechen „work-ed“, „launch-ed“, „play-ed“ mit je zwei Silben. Im Englischen gibt es die Extra-Silbe aber nur nach /t/ und /d/; überall sonst klingt „work-ed“ deutlich fremd – es ist eines der am leichtesten erkennbaren Merkmale eines deutschen Akzents. Falle zwei: die Auslautverhärtung. Das Deutsche verhärtet stimmhafte Konsonanten am Wortende automatisch – Rad klingt wie Rat. Ins Englische übertragen wird aus played ein „playt“ und aus planned ein „plannt“. Das Englische hält Endkonsonanten dagegen stimmhaft: Das /d/ am Ende von emailed muss bis zum Schluss summen. Verhärtest du es, rutscht jedes Verb der Gruppe zwei in die Gruppe eins – man versteht dich meistens noch, aber der Akzent wird deutlich hörbar. Beide Fallen verschwinden mit derselben Übung: langsam sprechen, Hand an die Kehle, und bewusst prüfen, ob die Endung summt und ob eine Silbe dazukommt.

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Die Ausnahmen: Adjektive wie naked und wicked

Eine kleine Gruppe von Wörtern scheint die Regel zu brechen: naked, wicked, crooked und rugged werden mit /ɪd/ gesprochen, obwohl vor der Endung kein /t/ oder /d/ steht. Die Auflösung: Das sind gar keine Vergangenheitsformen, sondern alte Adjektive, die die historische silbische Endung behalten haben. Deine Regel gilt für die regelmäßige Vergangenheitsform; diese Adjektivgruppe ist eine kurze, geschlossene Liste. Interessanter für dein Berufsenglisch sind die Paare, bei denen sich dieselbe Schreibung aufspaltet: aged als Verb ist /eɪdʒd/, das Adjektiv in an aged colleague dagegen /ˈeɪdʒɪd/. Genauso learned: Das Verb ist /lɜːnd/, das formelle Adjektiv in a learned colleague ist /ˈlɜːnɪd/. Und blessed: als Verb /blest/, als Adjektiv /ˈblesɪd/. Du musst diese Formen auf A2 nicht aktiv beherrschen – aber wenn du sie einmal gesehen hast, gerätst du nicht in Panik, sobald ein Muttersprachler scheinbar gegen die Regel verstößt, die du gerade gelernt hast.

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Die -ed Endung am Telefon und im Meeting

Im Business-Englisch trägt die Vergangenheitsform genau die Information, auf die dein Gegenüber reagiert – und am Telefon ist die Endung oft das einzige Signal. We launch the product kündigt einen Plan an; we launched the product meldet eine abgeschlossene Tatsache. Der ganze Unterschied ist ein knappes /t/ am Verbende. Statusberichte leben von diesen Endungen: I emailed the offer, we discussed the terms, the project started on schedule. Sprich solche Sätze laut als feste Wendungen, bis die Endungen automatisch kommen. Eine praktische Übung: Nimm deinen letzten Wochenbericht, unterstreiche jede regelmäßige Vergangenheitsform und sortiere die Verben in die drei Gruppen – /t/, /d/, /ɪd/ –, bevor du den Bericht laut vorliest. Bei den meisten Lernenden dominieren die Gruppen eins und zwei, und nur wenige Formen wie started, needed oder decided tragen die Extra-Silbe. Genau dieses Verhältnis ist der Punkt: Die Extra-Silbe ist die Ausnahme – ein deutscher Akzent macht sie zur Standardeinstellung. Trainiere deshalb die kurzen Endungen am härtesten.

Arbeitsblatt: -ed Endings (PDF)3 Seiten · am Bildschirm ausfüllbar oder ausdrucken · mit LösungsschlüsselPDF herunterladen

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