Simmonds · Lego Principle
A1 · Pronunciation · 10 min · 10 Bausteine

The TH Sound

Der Laut, den das Deutsche nicht besitzt – und den du in zehn Minuten mit der Zungenspitze löst, nicht mit dem Ohr.

Der eine Satz, den du dir merken wirst
Thanks — I think the third meeting is this Thursday.
Sechs ⟨th⟩ in neun Wörtern – und zwei völlig verschiedene Laute darin.
Von Simmonds·Ohne Anmeldung·Kostenlos testen·Ca. 10 Minuten
James · Dein TutorHallo — ich begleite dich in weniger als zehn Minuten durch diese Lektion. Bereit?
Dein Aufbau10 BausteineBereit
HörenHook
Die Regel kennenlernenHook
Die RegelRule
Das Muster sehenRule
Lücke füllenRecognise
Paare zuordnenRecognise
WortstellungProduce
Sprich es ausProduce
Schreibe etwas WahresConsolidate
AbschlusstestConsolidate
Ein Baustein pro Folie. Jeder rastet ein, sobald du ihn abgeschlossen hast.
Baustein für Baustein lernen. In jeder Lektion.Simmonds · Lego Principle · Lektion 01 · The TH Sound
Weiter bauen

Wie sprichst du das englische TH aus?

Leg die Zungenspitze leicht an die Kante der oberen Schneidezähne und lass die Luft weiterströmen. Ohne Stimme ergibt das /θ/ wie in think, mit Stimme /ð/ wie in this.

  • Zwei Laute, eine Schreibung: /θ/ ist stimmlos, /ð/ ist stimmhaft.
  • Kleine Funktionswörter wie the, this, that, they haben /ð/; Inhaltswörter wie think, three, thanks haben /θ/.
  • Niemals s, z, t oder d einsetzen – die Luft muss ununterbrochen strömen.

Stand: Juli 2026

A1 · Aussprache · 10 Min.

Das englische TH – Baustein für Baustein erklärt.

Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A1-Niveau. Du hörst beide TH-Laute im Zusammenhang, lernst von einem Tutor die genaue Zungenstellung, siehst sie im Querschnitt und übst sie anschließend in sechs interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest mit sechs Fragen folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.

  • GER-NiveauA1 · Anfänger
  • BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
  • KompetenzenAussprache, Hören, Sprechen, Schreiben
  • Bausteine10 Bausteine

Vertiefung — Folie für Folie →

01 / 06

Was hinter dem ⟨th⟩ wirklich steckt

Im Englischen ist ⟨th⟩ keine Buchstabenverbindung mit einem einzigen Wert, sondern eine Schreibung, hinter der sich zwei verschiedene Laute verstecken. Beide sind sogenannte dentale Reibelaute: Die Zungenspitze berührt leicht die Kante der oberen Schneidezähne, und die Luft strömt zwischen Zunge und Zähnen ununterbrochen hindurch. Der erste ist das stimmlose /θ/, in der Lautschrift „theta“ genannt, wie in think, three, thanks, month und third. Der zweite ist das stimmhafte /ð/, „eth“ genannt, wie in the, this, they, with und other. Der einzige Unterschied zwischen beiden liegt in der Stimmhaftigkeit: Bei /ð/ schwingen die Stimmbänder mit, bei /θ/ nicht. Die Zungenstellung, der Luftstrom und die Lippen bleiben identisch. Das ist eine gute Nachricht, denn du musst nur eine einzige Bewegung lernen und dann entscheiden, ob du dazu summst oder nicht. Wichtig ist außerdem: Beides sind Einzellaute, keine Kombination aus t plus h. Wer das ⟨t⟩ und das ⟨h⟩ nacheinander spricht, produziert etwas, das kein englisches ⟨th⟩ ist. Die beiden Zeichen /θ/ und /ð/ begegnen dir in dieser Lektion auf mehreren Folien – merke sie dir jetzt, denn sie sind die kürzeste Art, über den Unterschied zu sprechen.

02 / 06

Wie du die beiden Laute mechanisch herstellst

Die Lösung liegt nicht im Ohr, sondern in der Zungenspitze. Setze sie leicht an die Kante der oberen Schneidezähne – manche Sprechende schieben sie ein winziges Stück zwischen die Zahnreihen, das ist ebenso richtig. Entscheidend ist, dass der Kontakt leicht bleibt. Drückst du zu fest, versiegelst du den Mund, die Luft staut sich und beim Loslassen entsteht ein /t/ statt eines Reibelauts. Der Kontakt muss also so locker sein, dass die Luft die ganze Zeit hindurchströmt. Halte nun einen Spiegel vor dein Gesicht: Wenn du die Zungenspitze sehen kannst, bevor das Wort beginnt, kann der Laut kein /s/ mehr werden. Für /θ/ pustest du einfach – kein Ton, nur Luft, wie ein sehr weiches, gelispeltes s. Für /ð/ legst du zusätzlich einen Finger an die Kehle und schaltest die Stimme dazu, bis du das Summen spürst. Wenn du dir die Ohren zuhältst, brummt /ð/ im Kopf, /θ/ dagegen nicht. Übe zuerst den Laut allein, dann in einer Silbe, dann im ganzen Wort. Erst wenn die Zunge den Weg von selbst findet, nimmst du Tempo dazu. Diese Reihenfolge – Position, dann Stimme, dann Geschwindigkeit – ist der schnellste Weg zu einem stabilen TH.

03 / 06

Welches Wort bekommt welchen Laut

Es gibt drei Umgebungen, in denen ⟨th⟩ auftaucht, und eine brauchbare Faustregel für jede. Erstens am Wortanfang von Inhaltswörtern: Dort steht fast immer das stimmlose /θ/ – think, thing, three, thanks, Thursday, third, thirty, thousand, through. Zweitens am Wortanfang von kleinen Funktionswörtern: Dort steht das stimmhafte /ð/ – the, this, that, these, those, they, them, then, there, than, though. Drittens in der Wortmitte und am Wortende. Zwischen Vokalen ist ⟨th⟩ in alten germanischen Wörtern stimmhaft: mother, brother, other, weather, together. In späteren gelehrten Entlehnungen, viele davon aus dem Griechischen, ist es stimmlos: method, mathematics, sympathy, theory. Am Wortende ist es meist stimmlos – month, both, north, health –, aber stimmhaft in den Verben breathe und bathe sowie bei vielen Sprechenden in with. In dieser Lektion stehen die Lesereiter bewusst in der Reihenfolge nach Häufigkeit im Sprechen, weshalb das stimmhafte /ð/ vorn steht: Wörter wie the, this und they begegnen dir in fast jedem englischen Satz. Die Erklärtexte hier beginnen dagegen mit /θ/, weil dieser Laut für deutschsprachige Lernende die schwierigere Produktion ist.

04 / 06

Die typischen Fehler deutschsprachiger Lernender

Das Deutsche besitzt keinen der beiden dentalen Reibelaute, deshalb greift der Mund automatisch nach dem nächstliegenden Laut aus dem eigenen Bestand. Fünf Muster wiederholen sich dabei immer wieder. Erstens: /s/ statt /θ/ – aus I think wird „I sink“, aus thanks wird „sanks“, aus three wird „sree“. Zweitens: /z/ statt /ð/ – aus this, that, the, they werden „zis, zat, ze, zey“. Drittens die Verschlusslaute /t/ und /d/ – „tink“ für think, „dis“ für this. Dieser Ersatz tritt besonders in betonter, sorgfältiger Sprache auf und erzeugt einen Verschluss, wo Englisch einen durchgehenden Luftstrom braucht. Viertens die Auslautverhärtung: Im Deutschen wird die Stimmhaftigkeit am Wortende neutralisiert, und diese Gewohnheit wandert ins Englische mit. breathe wird dann zu /briːθ/ oder /briːt/, clothes zu /kləʊθs/, und with endet hart. Im Englischen muss das /ð/ am Wortende weitersummen. Fünftens die Überkorrektur, sobald die Regel sitzt: Plötzlich bekommen Thomas /ˈtɒməs/, Thames /temz/ und Thailand ein TH, obwohl ⟨th⟩ dort schlicht für /t/ steht – oder der Artikel the wird stimmlos gesprochen, obwohl er immer /ðə/ beziehungsweise /ði/ ist. Dazu kommen zwei rein motorische Probleme: die Verbindung /θr/ in three, throw, through, die leicht zu „free“ oder „tree“ zusammenfällt, und die Verbindung /θs/ in months, sixths, lengths, die selbst Muttersprachler vereinfachen. Du solltest sie langsam vollständig produzieren können, musst die reduzierte Form aber nicht als Fehler betrachten.

05 / 06

/θ/ gegen /ð/: Minimalpaare und das Paar breath–breathe

Der schnellste Weg, die beiden Laute auseinanderzuhalten, führt über Minimalpaare – Wortpaare, die sich nur in einem einzigen Laut unterscheiden. Auf der stimmlosen Seite übst du think–sink, thing–sing, thick–sick und three–free–tree. Diese Paare kennen die meisten Lernenden. Die stimmhafte Hälfte wird dagegen oft übersprungen, obwohl genau dort die häufigsten Fehler sitzen: they–day zeigt dir den „dis“-Fehler, breathe–breeze den „zis“-Fehler, dazu kommen then–den und worthy–wordy. Sprich jedes Paar zuerst langsam, dann im normalen Tempo, und lass jemanden zuhören, der nur sagen muss, welches der beiden Wörter er gehört hat. Ein besonders lehrreicher Fall ist das Paar breath und breathe. Das Substantiv breath ist /breθ/ mit kurzem Vokal und stimmlosem Ende; das Verb breathe ist /briːð/ mit langem Vokal und stimmhaftem Ende. Englisch besitzt eine kleine Familie solcher Paare, in denen sich Vokal und Stimmhaftigkeit gemeinsam verschieben: bath /bɑːθ/ – bathe /beɪð/, cloth /klɒθ/ – clothe /kləʊð/. Das stumme ⟨e⟩ am Ende ist der Hinweis in der Schreibung. Genau hier schlägt die deutsche Auslautverhärtung zu, denn breathe muss bis zum Schluss summen.

06 / 06

Das TH im Berufsalltag

Im beruflichen Englisch sind es überschaubar wenige Wörter, die den Laut immer wieder verlangen – und sie tauchen genau in den Situationen auf, in denen du unter Zeitdruck stehst. Thanks und thank you sagst du in fast jeder Mail und in jedem Gespräch. Third brauchst du für Datumsangaben und für die Reihenfolge von Punkten auf einer Agenda. Thousand nennst du bei Zahlen und Budgets, month bei Fristen und Berichtszeiträumen, und this Thursday ist die typische Formulierung, wenn du einen Termin bestätigst. Diese Wörter ziehen sich durch die ganze Lektion – vom Hook-Satz bis zum Abschlusstest. Beim Telefonieren wird der Unterschied besonders wichtig, weil dein Gegenüber keine Lippen sieht und nur den Laut hat: three und free trennen dann eine Stückzahl von einem Preis. Nimm dir deshalb angewöhnte Sätze vor und sprich sie laut, bevor du sie brauchst – etwa „Thanks, I think the third meeting is this Thursday“. Wenn die Zunge diesen Satz kennt, findet sie den Laut auch dann, wenn du gleichzeitig nachdenkst. Aussprache verbessert sich nicht durch Zuhören allein, sondern durch wiederholtes lautes Sprechen mit bewusster Zungenstellung.

Arbeitsblatt: The TH Sound (PDF)3 Seiten · am Bildschirm ausfüllbar oder ausdrucken · mit LösungsschlüsselPDF herunterladen

Häufige Fragen

Weiterlernen

Mehr Lektionen entdecken

Alle Lektionen

Live-Unterricht mit echtem Lehrer buchen

Vertiefen Sie das Gelernte im persönlichen Unterricht. Die Lehrkräfte von Simmonds unterrichten live per Zoom oder vor Ort in Berlin und Hannover.

Online-Unterricht mit echten LehrernLive-Unterricht buchen