Simmonds · Lego Principle
B1 · Modals · 10 min · 10 Bausteine

Modals of Present Deduction

Drücke sichere Schlüsse, Möglichkeiten und Erwartungen über die Gegenwart klar aus.

Der eine Satz, den du dir merken wirst
The invoice can't be right — the client must be looking at last quarter's figures.
Ein sicherer negativer Schluss und eine sichere positive Vermutung im selben Moment.
Von Simmonds·Ohne Anmeldung·Kostenlos testen·Ca. 10 Minuten
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Wie kann man auf Englisch Vermutungen mit must und can't ausdrücken?

Must zeigt einen sicheren positiven Schluss, can't einen sicheren negativen Schluss, may/might/could eine Möglichkeit und should eine Erwartung. Danach folgt be oder be plus -ing-Form.

  • Must be = sicherer positiver Schluss; can't be = sicherer negativer Schluss.
  • May, might und could halten die Vermutung als Möglichkeit offen.
  • Should drückt eine Erwartung über die Gegenwart aus.

Stand: Juli 2026

B1 · Modalverben · 10 Min.

Englische Vermutungen: *must*, *might* und *can't* sicher wählen.

Diese B1-Lektion zeigt dir die Sicherheitsleiter für Vermutungen über die Gegenwart. Du unterscheidest sichere positive und negative Schlüsse, Möglichkeiten und Erwartungen und übst die Formen in Alltags- und Bürosituationen kostenlos und ohne Anmeldung.

  • GER-NiveauB1 · Mittelstufe
  • BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
  • KernentscheidungSicherheit der Vermutung
  • Bausteine10 Bausteine

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01 / 07

Wie drückst du englische Vermutungen mit must, might und can't aus?

Du drückst englische Vermutungen aus, indem du das Modalverb nach deiner Sicherheit wählst: must für einen sicheren positiven Schluss, can't für einen sicheren negativen Schluss und may, might oder could für eine Möglichkeit. Wenn du etwa aus einem blockierten Kalender schließt, dass eine Kollegin gerade in einer Besprechung ist, sagst du „She must be in a meeting.“ Zeigt der leere Parkplatz dagegen, dass ein Kollege nicht im Büro sein kann, passt „He can't be in the office – his car isn't there.“ Weißt du es nicht sicher, lässt „She might be with a client“ die Situation offen. Die Modalform beschreibt hier keine Pflicht und keine Fähigkeit, sondern den Grad deines Schlusses über die Gegenwart. Beginne deshalb mit der Frage: Wie sicher ist meine Vermutung? Dann wählst du die passende Stufe.

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Was ist der Unterschied zwischen must und can't bei Vermutungen?

Der Unterschied zwischen must und can't ist die Richtung des sicheren Schlusses: must bestätigt eine positive Vermutung, während can't eine Möglichkeit sicher ausschließt. In „She must be in a meeting“ hältst du ihre Anwesenheit dort für sicher. In „He can't be in the office“ hältst du seine Anwesenheit im Büro für ausgeschlossen. Beide Formen stehen also weit oben auf der Sicherheitsleiter, aber auf entgegengesetzten Seiten. Dieser Gegensatz ist besonders wichtig, weil die deutsche Formulierung „Das kann nicht sein“ leicht zu einer falschen englischen Verneinung führt. Für eine negative Schlussfolgerung verneinst du nicht must, sondern verwendest can't. Merke dir das Minimalpaar „It must be right“ gegenüber „It can't be right.“ Der erste Satz bestätigt den Schluss; der zweite schließt ihn aus.

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Wann verwendest du *may*, *might* oder *could* für Vermutungen?

Du verwendest may, might oder could, wenn eine gegenwärtige Erklärung möglich ist, du sie aber nicht als sicher darstellen willst. Die drei Formen bilden in dieser Lektion gemeinsam die Stufe der Möglichkeit. Wenn eine Kollegin nicht an ihrem Platz ist, kann „She may be with a client“, „She might be with a client“ oder „She could be with a client“ eine offene Erklärung anbieten. Keine dieser Aussagen behauptet, dass die Erklärung feststeht. Genau darin unterscheiden sie sich vom sicheren positiven must und vom sicheren negativen can't. Für die B1-Entscheidung musst du hier keine feinen Abstufungen zwischen den drei Wörtern lernen; erkenne zuerst die gemeinsame Funktion. Wenn der Kontext nur perhaps oder eine offene Erklärung liefert, wählst du eine Möglichkeitsform. Wenn der Schluss als sicher markiert ist, wechselst du zu must oder can't.

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Wann drückt *should* eine Erwartung aus?

Du verwendest should für eine Erwartung, wenn ein Ergebnis nach dem aktuellen Plan oder Verlauf zu erwarten ist, ohne es als sicheren Schluss darzustellen. Der Satz „The report should be ready by Friday“ sagt, dass der Bericht bis Freitag erwartet wird. Er behauptet nicht mit must, dass du dir des fertigen Berichts sicher bist, und er lässt die Sache nicht bloß als beliebige Möglichkeit offen. Im Büro passt diese Form zu Zeitplänen, Zahlen oder Unterlagen, deren erwarteter Stand beschrieben wird: „The figures should be ready.“ Vergleiche die Aufgaben der Formen: must steht für den sicheren positiven Schluss, may/might/could für eine Möglichkeit und should für die Erwartung. Frage also nicht nur, ob etwas positiv klingt. Prüfe, ob du einen Schluss, eine offene Möglichkeit oder ein erwartetes Ergebnis ausdrücken willst.

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Wie bildest du Vermutungen über die Gegenwart?

Du bildest Vermutungen über die Gegenwart mit dem Modalverb plus be oder mit dem Modalverb plus be und einer -ing-Form. Für einen Zustand oder eine Identität nutzt du etwa „She must be in a meeting“ oder „This email can't be from Anna.“ Für eine Handlung, die gerade läuft, passt „The client must be looking at last quarter's figures.“ Das Modalverb verändert sich dabei nicht, und direkt danach steht kein to. Achte beim Sprechen außerdem auf die schwache Form von must vor einem Konsonanten. In „must be“ kann sie /məs(t) biː/ lauten; die starke Form /mʌst/ steht bei Betonung. Für Schlüsse über die Vergangenheit gibt es eine andere Struktur mit must have plus Partizip. Diese vergangene Form gehört zur weiterführenden B2-Lektion und bleibt hier nur ein Hinweis.

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Warum ist mustn't bei einer negativen Vermutung falsch?

Bei einer negativen Vermutung ist mustn't falsch, weil diese Form ein Verbot ausdrückt; für den sicheren negativen Schluss brauchst du can't. Aus dem deutschen „Das kann nicht sein“ entsteht leicht „He mustn't be in the office“, doch dieser englische Satz klingt nach einem Verbot. Der gemeinte Schluss lautet „He can't be in the office.“ Dasselbe Problem zeigt „This email mustn't be from Anna“; richtig ist „This email can't be from Anna.“ Ein zweiter deutscher Einfluss kommt von sollen als Hörensagen. „Der Chef soll krank sein“ bedeutet nicht „The boss should be ill.“ Für diese Aussage passen „The boss is said to be ill“ oder „Apparently, the boss is ill.“ Trenne daher negative Deduktion, Verbot, Erwartung und Hörensagen als vier verschiedene Aufgaben.

07 / 07

Wie nutzt du Modalverben für Vermutungen im Beruf?

Im Beruf nutzt du Modalverben für Vermutungen, um aktuelle Situationen nach dem verfügbaren Grad an Sicherheit einzuordnen. Bei einer offensichtlich falschen Summe sagst du „The invoice can't be right.“ Wenn der Kalender einer Kollegin blockiert ist, passt „She must be in a meeting.“ Fehlen dir sichere Hinweise, kannst du eine Möglichkeit offenlassen: „She might be with a client.“ Bei einem vereinbarten Zeitplan formulierst du eine Erwartung: „The figures should be ready by Friday.“ Auch laufende Handlungen lassen sich einordnen, wie in „The client must be looking at last quarter's figures.“ Diese Auswahl macht deutlich, ob du etwas ausschließt, stark folgerst, nur für möglich hältst oder erwartest. Lies zuerst die Situation, benenne deine Sicherheit und setze dann Modalverb plus be oder be plus -ing-Form ein.

Arbeitsblatt: Modals of Present Deduction (PDF)3 Seiten · am Bildschirm ausfüllbar oder ausdrucken · mit LösungsschlüsselPDF herunterladen

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