Wie beende ich ein Telefonat auf Englisch höflich?
In drei Schritten: den Schluss ankündigen („Well, I think that's everything.“), den nächsten Schritt bestätigen („So I'll send you the offer by Friday.“) und dich bedanken und verabschieden („Thanks for calling. Have a good day.“).
- Schritt 1 – ankündigen: „Well, I think that's everything.“ oder „Is there anything else I can help you with?“.
- Schritt 2 – bestätigen: „So I'll send you the offer by Friday.“ hält fest, wer was bis wann tut.
- Schritt 3 – danken und verabschieden: „Thanks for calling.“ plus „Have a good day.“ oder „Speak soon.“.
A2 · Telefonieren · 10 Min.Ein Telefonat höflich beenden – Baustein für Baustein.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A2-Niveau. Du hörst einen höflichen Gesprächsabschluss im Zusammenhang, lernst die drei Schritte mit einem Tutor kennen und übst sie anschließend in interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauA2 · Grundstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenSprechen, Hören, Wortschatz, Aussprache
- Bausteine10 Bausteine
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Warum der Schluss eines Telefonats seine eigene Choreografie hat
Ein englisches Geschäftstelefonat hört nicht einfach auf – es wird beendet, und zwar in einer erkennbaren Reihenfolge. Der Einstieg mit Begrüßung, Firma und Namen läuft nach kurzer Übung fast von allein ab; am Schluss dagegen entscheidet sich, welchen Eindruck du hinterlässt, denn der letzte Satz ist der, an den sich die andere Person nach dem Auflegen erinnert. Genau hier arbeitet das Englische anders als das Deutsche. Ein deutsches Gespräch kann mit „Gut, dann bis später, tschüss“ in zwei Sekunden zu Ende sein. Im Englischen erwartet die Gegenseite eine kleine Treppe aus drei Stufen: ein Signal, dass du zum Ende kommst, eine kurze Bestätigung dessen, was als Nächstes passiert, und schließlich Dank und Verabschiedung. Diese Treppe kostet dich zehn Sekunden und macht den Unterschied zwischen „professionell“ und „hat es eilig“. Der gute Teil daran: Es sind feste Wendungen. Du musst nichts erfinden, sondern nur drei Bausteine in der richtigen Reihenfolge abrufen – und genau die bekommst du in dieser Lektion.
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Schritt 1: den Schluss ankündigen
Bevor du dich verabschiedest, kündigst du das Ende an. Auf Englisch geschieht das oft mit einem kleinen Signalwort am Anfang deines Redebeitrags: „Well, …“, „Right, …“ oder „Okay, so …“. Diese Wörter tragen kaum Bedeutung, aber sie sagen der anderen Person deutlich: Ich komme jetzt zum Schluss. Danach folgt der eigentliche Satz. „Well, I think that's everything“ ist die neutrale Standardvariante und passt in fast jedem Zusammenhang. Im Kundengespräch ist „Is there anything else I can help you with?“ besonders nützlich, weil es den Schluss einleitet und gleichzeitig noch eine Tür offen lässt – die andere Person darf einen letzten Punkt anbringen, bevor das Gespräch endet. Hast du selbst angerufen, ist „I'll let you go“ oder „I won't keep you any longer“ die höfliche Wahl: Du gibst der anderen Person ihre Zeit zurück. Wichtig ist auch, wie du das sagst. Sprich etwas langsamer und lass die Stimme am Satzende fallen – diese Melodie trägt das Signal genauso wie die Wörter.
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Schritt 2: den nächsten Schritt bestätigen
Den zweiten Schritt lassen viele Lernende aus – dabei ist er im Beruf besonders wertvoll. Bevor ihr auflegt, fasst du in einem Satz zusammen, wer was bis wann tut: „So I'll send you the offer by Friday.“ „So we'll speak again on Tuesday at ten.“ „Just to confirm: you'll email me the figures, and I'll book the meeting room.“ Das kleine „So“ am Anfang markiert diesen Satz als Zusammenfassung, nicht als neues Thema. Am Telefon ist diese Schleife besonders wertvoll, weil du keine Mimik siehst und Verbindungen manchmal schlecht sind: Wer Termine, Zahlen und Namen am Ende laut wiederholt, merkt sofort, wenn etwas nicht zusammenpasst. Bei Daten und Uhrzeiten lohnt sich die vollständige Form: „So that's Thursday the twelfth, at two o'clock.“ Und wenn du dir unsicher bist, ob ihr euch richtig verstanden habt, ist „Let me just check I've got that right“ eine höfliche Möglichkeit, die Angaben noch einmal durchzugehen, ohne unhöflich zu wirken.
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Schritt 3: danken und verabschieden
Erst der Dank, dann der Abschiedsgruß – diese Reihenfolge ist im Englischen die übliche. Welche Dankformel du wählst, hängt davon ab, wer angerufen hat. Bist du angerufen worden, sagst du „Thanks for calling“; hast du selbst angerufen, passt „Thanks for your time“ oder „Thanks for your help“. Hat die andere Person in der Leitung gewartet, während du etwas nachgesehen hast, ergänzt du „Thanks for holding“. Danach kommt der Gruß, und hier hast du je nach Nähe mehrere Möglichkeiten. „Have a good day“ ist der neutrale Standard im Geschäftsleben, freitags gern als „Have a good weekend“. „Speak soon“ und „Bye for now“ klingen wärmer und passen zu Menschen, mit denen du regelmäßig telefonierst. Ein schlichtes „Goodbye“ oder „Bye“ funktioniert ebenfalls. Und wenn dein Gegenüber zuerst „Have a good day“ sagt, ist die kurze Antwort „Thanks, you too“ genau richtig – mehr braucht es an dieser Stelle nicht.
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Typische Fehler deutschsprachiger Lernender
Fünf Gewohnheiten aus dem Deutschen fallen am englischen Telefon besonders auf. Erstens der abrupte Schluss: „Okay, tschüss“ ist im Deutschen völlig normal, doch die direkte Übertragung wirkt auf englische Ohren kurz angebunden, weil die erwartete Ankündigung und die Bestätigung fehlen. Zweitens „Until then“ als Übersetzung von „Bis dann“ – im Englischen sagst du an dieser Stelle „Speak soon“ oder „Talk to you soon“. Drittens „I wish you a nice day“ für „Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag“: Der Satz ist grammatisch korrekt, klingt aber steif und förmlich; die gebräuchliche Wendung lautet schlicht „Have a good day“. Viertens „Auf Wiederhören“: Ein eigenes Telefon-Abschiedswort dieser Art hat das Englische nicht – am Telefon verabschiedest du dich mit demselben „Goodbye“ wie im persönlichen Gespräch. Und fünftens die Fehldeutung von „I'll let you go“. Das ist keine Aufforderung zu verschwinden, sondern eine Höflichkeit: Die andere Person möchte deine Zeit nicht länger beanspruchen.
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Register: Kunde, Lieferant, Kollegin, Empfang
Je nach Beziehung schrumpfen die drei Schritte – manchmal bis auf einen einzigen Satz. Bei einer Kundin gehst du den vollen Weg: „Well, I think that's everything – is there anything else I can help you with? … So I'll send you the offer by Friday. Thanks for calling, and have a good day.“ Beim Lieferanten liegt das Gewicht auf Schritt zwei, weil Termine, Mengen und Preise stimmen müssen: „So that's forty units, delivered by the fifteenth – thanks for your help.“ Mit einer Kollegin, mit der du täglich sprichst, reicht ein knapper Abschluss: „Right, I'll let you go – speak later.“ Und am Empfang, wo du niemanden persönlich kennst, ist „Thanks for your help, have a good day“ freundlich und passend. Ein letzter Tipp fürs Büro: Schreib dir deinen eigenen Dreizeiler auf einen Zettel neben das Telefon und sprich ihn ein paar Tage lang mit. Nach kurzer Zeit kommt der Abschluss von selbst – und genau das nimmt dem Telefonieren auf Englisch den Druck.