A2 · Telefonieren · 10 Min.Termine auf Englisch vereinbaren – Baustein für Baustein.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A2-Niveau. Du hörst einen echten Terminvorschlag im Zusammenhang, lernst die drei Züge – vorschlagen, antworten, bestätigen – mit einem Tutor kennen und übst sie anschließend in sechs interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest mit sechs Fragen folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauA2 · Grundstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenSprechen, Hören, Wortschatz, Aussprache
- Bausteine10 Bausteine
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Was „einen Termin vereinbaren“ auf Englisch wirklich bedeutet
Einen Termin zu vereinbaren ist keine Grammatikaufgabe, sondern eine kleine, feste Choreografie aus drei Zügen – und genau deshalb lässt sie sich auf A2-Niveau vollständig beherrschen. Zug eins: Du schlägst eine Zeit vor, und zwar als Frage. Zug zwei: Dein Gegenüber antwortet, entweder mit einer Zusage oder mit einer Absage plus Alternative. Zug drei: Einer von beiden liest den vereinbarten Slot noch einmal komplett zurück. Fehlt der dritte Zug, entstehen genau die Doppelbuchungen, die jeder aus dem Berufsalltag kennt: Der eine hat Donnerstag im Kalender, der andere Freitag, und beide sind sich sicher. Am Telefon fällt jede visuelle Hilfe weg, es gibt kein gemeinsames Kalenderfenster auf dem Bildschirm – die Bestätigungsschleife ist die einzige Kontrolle, die du hast. Das Gute daran: Für jeden dieser drei Züge gibt es im Englischen zwei oder drei feste Formulierungen, die Muttersprachler immer wieder verwenden. Du musst nichts erfinden, du musst nur die richtigen Bausteine zur richtigen Zeit greifen.
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Zug eins: eine Zeit vorschlagen
Im Englischen wird ein Termin vorgeschlagen, nicht angesagt – und die Frageform ist dabei die Höflichkeit. „Would Thursday at ten work for you?“ ist die häufigste Variante im Büroalltag; „How about Tuesday morning?“ klingt etwas lockerer, „Does Friday suit you?“ etwas förmlicher, und „Shall we say two o’clock?“ setzt einen Vorschlag, der schon fast eine Einigung ist. Auch „Are you free on the twelfth?“ gehört in diese Reihe. Wichtig ist, was mit der Zeit mitreist: die Präposition. Uhrzeiten bekommen „at“ (at ten, at half past two), Tage und Daten „on“ (on Thursday, on the twelfth), Tagesabschnitte „in“ (in the morning, in the afternoon). Sobald der Wochentag direkt davorsteht, wird daraus wieder „on“: on Thursday morning. Diese drei kleinen Wörter lernst du am besten nicht als Regel, sondern als Teil der ganzen Wendung – wer „at ten“ und „on Thursday“ als Blöcke im Kopf hat, wählt sie unter Zeitdruck automatisch richtig. Zwei Möglichkeiten anzubieten („…, or is Friday better?“) macht es dem Gegenüber außerdem leicht, ehrlich zu antworten.
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Zug zwei: zusagen, absagen, Gegenvorschlag machen
Auf einen Vorschlag gibt es drei mögliche Antworten, und alle drei folgen demselben Muster. Die Zusage ist kurz: „That works for me.“ oder „Perfect, I’ll put it in the diary.“ Die Absage besteht aus zwei Teilen, und der zweite ist der wichtigere: erst das weiche Signal, dann sofort die Alternative. „I’m afraid I’m tied up then – could we say Friday instead?“ oder „I’m not free then. How about Wednesday afternoon?“ Ein bloßes „No“ gilt im Englischen nicht als vollständige Antwort; es klingt nicht nur unhöflich, sondern lässt das Gespräch auch stehen, statt es weiterzubringen. Der Gegenvorschlag ist die Reparatur, und er gehört in denselben Zug. Achte außerdem darauf, in der Alternative das Verb nicht zu verlieren: nicht „Suits you Thursday?“, sondern „Does Thursday suit you?“ – und nicht „Can you Thursday?“, sondern „Can you do Thursday?“. Wer zusagt, kann den Termin gleich festhalten: „Perfect, I’ll put it in the diary.“
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Zug drei: bestätigen – Tag, Datum, Uhrzeit, Ort
Der dritte Zug kostet fünf Sekunden und rettet ganze Wochen. Du liest den vereinbarten Slot komplett zurück: „So that’s Thursday the twelfth at ten, in your office.“ Die üblichen Einleitungen sind „So that’s…“, „Just to confirm…“ und „Let me read that back to you.“ Zum Abschluss folgt „I’ll send you an invite.“ oder schlicht „See you then.“ Achte auf die Reihenfolge: Wochentag, dann Datum, dann Uhrzeit, dann Ort – vom Größeren zum Kleineren. Das Datum wird gesprochen mit „the“ plus Ordnungszahl: the twelfth, the twenty-third. Und sprich Monate immer als Wort aus, nie als Zahl: Geschrieben bedeutet 12/08 für britische Leser den 12. August, für amerikanische den 8. Dezember. „The twelfth of August“ oder „August twelfth“ – und die Zweideutigkeit ist weg. Genauso wenig taugt es, ein geschriebenes Datum als Ziffernpaar vorzulesen: „twelve, eight“ versteht am anderen Ende niemand zuverlässig. Diese Rückleseschleife klingt im Englischen nicht übervorsichtig, sondern professionell.
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Typische Fehler deutschsprachiger Lernender
Vier Gewohnheiten aus dem Deutschen führen beim Terminieren zuverlässig zu schiefen Sätzen. Erstens „Termin“: Das eine deutsche Wort deckt im Englischen drei ab. „Appointment“ ist ein fester Slot bei einer Fachperson oder mit einer Kundin, die zu dir kommt – Arzt, Zahnärztin, Anwalt. Unter Kolleginnen und Kollegen heißt es schlicht „meeting“ oder, am Telefon, „call“: „I’ve got a call with Berlin at four.“ Zweitens „einen Termin machen“: „We make a meeting“ gibt es nicht. Die Verben sind arrange, set up, schedule und fix – „Let’s arrange a meeting.“, „Can we set something up for next week?“ Drittens „Zeit haben“: „I have time on Thursday“ ist grammatisch, klingt im Kalenderkontext aber schief; Muttersprachler sagen „I’m free on Thursday“ oder „I’m available“. Viertens die 24-Stunden-Uhr im gesprochenen Englisch: „at fourteen o’clock“ ist falsch, weil „o’clock“ nur mit eins bis zwölf funktioniert. Sag „at two“, „at two p.m.“ – oder, im Fahrplan-Register, „at fourteen hundred“. Und lass die Präpositionen nicht rutschen: nicht „on ten o’clock“, nicht „at Thursday“.
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„Half ten“ und andere Unterschiede zwischen Briten und Amerikanern
Ein einziger Ausdruck kostet deutschsprachige Lernende regelmäßig eine ganze Stunde: „half ten“. In der britischen Umgangssprache bedeutet das half past ten, also 10:30 – genau eine Stunde später als das deutsche „halb zehn“. Es ist eine britische Umgangsform und im amerikanischen Englisch nicht üblich; wenn du selbst vorschlägst, sagst du deshalb besser „half past ten“ oder „ten thirty“, dann kann nichts schiefgehen. Hörst du es aber vom britischen Gegenüber, weißt du jetzt, was gemeint ist – und im Zweifel bestätigst du einfach zurück: „So that’s ten thirty?“ Auch sonst unterscheiden sich die beiden Varianten in Tendenzen, nicht in Regeln. Gesprochene Daten klingen britisch eher nach „the twelfth of August“, amerikanisch eher nach „August twelfth“ – beide Formen sind überall verständlich. Und der Kalender selbst heißt unterschiedlich: Briten tragen einen Termin „in the diary“ ein, Amerikaner „on the calendar“, denn ein „diary“ ist in den USA ein Tagebuch. Prüfungsmaterialien von Cambridge verwenden die britischen Konventionen als Standardmodell.