Wie hinterlasse ich auf Englisch eine Nachricht am Telefon?
In vier Schritten: sagen, wer du bist, um den Rückruf bitten, den Grund nennen und deine Nummer geben – „It’s Peter Weber from Norton. Could you ask her to call me back? It’s about the invoice.“
- Bitte um Rückruf: „Could you ask her to call me back?“ – nicht „Tell her to call me“.
- Nachricht aufnehmen: „Can I take a message?“, abschließen mit „I’ll pass that on.“
- „Ausrichten“ heißt tell, pass on oder let her know – niemals „say her“.
A2 · Telefonieren · 10 Min.Nachrichten hinterlassen und aufnehmen – Baustein für Baustein.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A2-Niveau. Du hörst die Bitte um Rückruf im Zusammenhang, lernst beide Rollen – Anrufer und Kollegin am Apparat – mit einem Tutor kennen und übst sie anschließend in sechs interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauA2 · Grundstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenSprechen, Hören, Wortschatz, Aussprache
- Bausteine10 Bausteine
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Was eine Telefonnachricht tatsächlich leisten muss
Eine Telefonnachricht ist kein Gespräch, sondern ein kleines Datenpaket, das eine dritte Person später lesen und verstehen muss. Genau deshalb ist sie sprachlich so berechenbar. Wenn Sarah Klein nicht am Platz ist und Peter Weber anruft, muss am Ende auf Annas Zettel stehen: wer angerufen hat, worum es ging, unter welcher Nummer er erreichbar ist und was er sich wünscht. Fehlt einer dieser vier Punkte, ist die Nachricht wertlos – Sarah ruft dann entweder gar nicht zurück oder ruft zurück, ohne zu wissen, worum es geht. Im Englischen gibt es für jeden dieser Punkte eine feste Wendung, und du musst sie nicht selbst erfinden: „Could you ask her to call me back?“, „It’s about the invoice“, „Let me give you my number“, „I’ll pass that on“. Das sind Bausteine, keine freien Formulierungen. Diese Lektion zeigt dir beide Seiten desselben Vorgangs: die des Anrufers, der die Nachricht hinterlässt, und die der Kollegin, die sie aufnimmt. Wer beide Rollen kennt, versteht am Telefon auch dann, was gemeint ist, wenn die Verbindung schlecht ist.
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Die Anrufer-Seite: vier Schritte in fester Reihenfolge
Als Anrufer hast du vier Schritte, und sie kommen fast immer in derselben Reihenfolge. Erstens: Sag, wer du bist. „It’s Peter Weber from Norton“ oder etwas förmlicher „This is Peter Weber from Norton Consulting.“ Zweitens: die Bitte. „Could I leave a message?“ eröffnet sie, „Could you ask her to call me back?“ ist ihr Kern. Beachte die Form: ask + Person + to + Verb. Drittens: der Grund. „It’s about the March invoice“ genügt vollkommen; wenn es nicht eilt, sagst du das ausdrücklich – „it’s nothing urgent“. Viertens: die Erreichbarkeit. „Let me give you my number“ kündigt an, dass jetzt Ziffern kommen, damit die andere Seite zum Stift greifen kann; „she can reach me on 0511 456 789“ ist die britische Form mit „on“. Zwei nützliche Zusatzsätze: „I’ll try again later“, wenn du selbst noch einmal anrufen willst, und „When’s the best time to catch her?“, wenn du die Rückruf-Schleife abkürzen möchtest. Mehr brauchst du auf A2-Niveau nicht – und mehr sagen Muttersprachler in dieser Situation auch nicht.
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Die Empfänger-Seite: anbieten, einsammeln, versprechen
Wenn du am Apparat bist und die gewünschte Person fehlt, läuft dein Teil in drei Bewegungen ab. Zuerst das Angebot: „I’m afraid she’s out – can I take a message?“ Etwas förmlicher geht es mit „Would you like to leave a message?“. Das Verb entscheidet über die Rolle: Du nimmst die Nachricht auf (take), der Anrufer hinterlässt sie (leave). Dann sammelst du ein, was auf den Zettel muss: „Sorry, who’s calling?“ oder höflicher „Could I take your name?“, danach „What’s it about?“ und schließlich „Has she got your number?“. Diese letzte Frage ist praktisch, weil sie zwei Antworten zulässt und dir im besten Fall Schreibarbeit erspart. Zum Schluss das Versprechen: „I’ll pass that on“ oder, wärmer, „I’ll make sure she gets it.“ Hilfreich ist außerdem eine Zeitangabe für den Anrufer: „She should be back after lunch.“ Achte auf das Detail, an dem viele Lernende scheitern: Steht ein Pronomen als Objekt, heißt es „I’ll pass it on“, nicht „I’ll pass on it“.
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Nachfragen und Zurücklesen – der Schritt, den alle überspringen
Der häufigste Grund für eine unbrauchbare Nachricht ist nicht fehlendes Vokabular, sondern ein falsch verstandener Name oder eine verdrehte Ziffer. Deshalb gehört zu jeder Nachricht ein Kontrollschritt, und der besteht aus zwei Bewegungen. Erstens: nachfragen, bevor du rätst. „Could you spell that, please?“ ist die Standardbitte, „Sorry, could you say that again?“ bittet um Wiederholung, und wenn nur ein Buchstabe unklar ist, fragst du gezielt: „Was that M or N?“ Bei Zahlen funktioniert dasselbe Prinzip: „Was that four-five-six or four-six-five?“ Zweitens: das Ganze zurücklesen. „Let me read that back to you – so that’s Peter Weber, on 0511 456 789, about the invoice.“ Danach ein kurzes „Have I got that right?“, und die Sache ist gesichert. Vielen deutschsprachigen Lernenden kommt diese Schleife übertrieben vor. Im englischen Geschäftstelefonat gilt sie als professionell, weil sie zeigt, dass du die Nachricht ernst nimmst. Ein Hinweis noch: Ein bloßes „Repeat, please“ klingt wie ein Befehl – nimm auch hier die „Could you…?“-Form.
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Typische Fehler deutschsprachiger Lernender
Vier Gewohnheiten aus dem Deutschen führen bei Nachrichten zuverlässig zu Problemen. Erstens „ausrichten“: Dafür gibt es kein englisches Einzelwort, und „Can you say her that I called?“ ist schlicht falsch, weil englisches „say“ keine Person als direktes Objekt nimmt. Natürlich sind „Could you tell her I called?“, „Could you pass that on?“ und „Could you let her know I called?“. Zweitens das Präsens für die Zukunft: „Ich rufe dich später zurück“ wird nicht zu „I call you back later“, sondern zu „I’ll call you back later“ – ein Versprechen im Moment des Sprechens braucht will beziehungsweise ’ll. Drittens „wieder anrufen“: Wenn du einen Anruf erwiderst, heißt es „call back“ – „call again“ bedeutet nur, dass du es noch einmal versuchst. Sag also „I’ll call back later“ oder „I’ll try again later“. Viertens das Register: Am deutschen Telefon ist der Imperativ mit „bitte“ völlig normal, im Englischen klingt „Tell her to call me“ gegenüber einer fremden Person wie ein Befehl. Nimm den Rahmen „Could you ask her to…?“. Dazu zwei Kleinigkeiten: „Hier ist Peter Weber“ heißt „This is Peter Weber“, und eine Nachricht wird „for her“ hinterlassen, nicht „to her“.
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Register: warum fast jeder Satz mit „Could“ beginnt
Wenn du die Wendungen dieser Lektion nebeneinanderlegst, fällt ein Muster auf: „Could I leave a message?“, „Could you ask her to call me back?“, „Could you spell that, please?“, „Could I take your name?“. Die „Could you…?“-Frage ist im Englischen keine echte Frage nach der Fähigkeit, sondern eine feste, konventionelle Form der Bitte – am Telefon ist sie der Normalfall und nicht die Höflichkeitsstufe für besondere Anlässe. Für Deutschsprachige ist das der wichtigste Registerhinweis überhaupt, denn im Deutschen trägt „bitte“ die Höflichkeit fast allein, während das Englische dafür die ganze Satzform umbaut. Ein zweiter Punkt betrifft die Verbwahl: „ask her to…“ gibt eine Bitte weiter, „tell her to…“ gibt eine Anweisung weiter. Gegenüber der Kollegin einer anderen Firma wählst du deshalb „ask“. Und schließlich der Vergleich mit dem geschriebenen Zwilling: In der E-Mail heißt derselbe Inhalt „I am writing regarding the March invoice“ – am Telefon sagst du dafür einfach „I’m calling about the invoice“. Gleiche Aufgabe, andere Bausteine, eine Stufe weniger förmlich.