Zeitformen
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Die Zukunftsform für vorhandene Absichten und Anzeichen, die du jetzt schon sehen kannst.
Du verwendest das Going To Future für Pläne und Absichten, die schon vor dem Sprechen bestanden, sowie für Vorhersagen mit Anzeichen in der Gegenwart.
Stand: Juli 2026
A2 · Zeitformen · 10 Min.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für A2-Lernende. Du hörst Plan und Vorhersage, lernst die Form kennen und übst sie in Aufgaben bis zum Abschlusstest.
Das *Going To Future* verbindet die Zukunft mit etwas, das in der Gegenwart bereits vorhanden ist. Bei einem Plan ist das eine Entscheidung oder Absicht, die schon vor dem Sprechen bestand. *We’re going to hire two people* bedeutet nicht, dass die Idee gerade spontan im Satz entsteht; der Plan liegt bereits vor. Bei einer Vorhersage besteht die Verbindung aus einem sichtbaren oder bekannten Anzeichen. *Look at that queue — it’s going to be long* stützt den Blick in die Zukunft auf die Schlange, die du jetzt sehen kannst. Die Form beantwortet deshalb zwei verwandte Fragen: Was hast du bereits vor, und was kündigt sich aufgrund der aktuellen Lage an? In beiden Fällen zeigt der Satz mehr als eine neutrale Zukunft. Er nennt einen Ausgangspunkt im Jetzt. Für den Einstieg solltest du diese zwei Verwendungen sauber trennen, aber unter derselben Grundidee speichern: Vor dem Satz gibt es schon einen Plan oder ein Anzeichen. Danach formulierst du die erwartete Handlung oder Entwicklung mit einer Form von *be*, *going to* und der Grundform des Hauptverbs.
Die Form besteht aus drei Bausteinen. Zuerst wählst du *am, is* oder *are* passend zum Subjekt. Mit *I* steht *am*: *I am going to apply*. Nach *he, she* und *it* verwendest du *is*: *She is going to apply*. Zu *you, we* und *they* gehört *are*: *We are going to apply*. Danach folgen unverändert *going to* und die Grundform des Hauptverbs. In Aussagen sind Kurzformen sehr häufig: *I’m going to, she’s going to, we’re going to*. Jede dieser Kurzformen behält ihren Apostroph. Das Hauptverb bekommt keine zusätzliche Endung: *We’re going to hire*, nicht *We’re going to hiring*. Auch bei der dritten Person bleibt es bei der Grundform: *She’s going to apply*, nicht *applies*. Prüfe beim Schreiben nacheinander das Subjekt, die passende Form von *be*, die feste Einheit *going to* und schließlich die unveränderte Grundform. So bleibt die lange Struktur übersichtlich, und jeder Baustein hat eine klare Aufgabe.
Bei einem Plan schaust du auf die Entscheidung hinter dem Satz. *We’re going to hire two people* passt, wenn die Verantwortlichen diese Absicht bereits festgelegt haben. *I’m going to apply* passt, wenn die Bewerbung vor dem Gespräch schon deine Absicht war. Bei einer Vorhersage suchst du dagegen nach einem Anzeichen in der Gegenwart. *Look at those dark clouds — it’s going to rain* verbindet die Wolken mit dem erwarteten Regen. *Look at that queue — it’s going to be long* verbindet die sichtbare Schlange mit der erwarteten Wartezeit. Das Wort *look* kann ein hilfreicher Hinweis sein, ist aber keine notwendige Formel. Entscheidend ist, dass der Satz seine Vorhersage auf etwas stützt, das jetzt erkennbar ist. In einem längeren Zusammenhang können beide Verwendungen direkt nebeneinanderstehen. *We’re going to hire two people, and it’s going to be a busy year* nennt erst die Unternehmensabsicht und leitet daraus eine Einschätzung ab. Frage bei jedem Satz: Liegt eine vorherige Entscheidung vor, oder zeigt die Gegenwart bereits in eine bestimmte Richtung?
Fragen und Verneinungen folgen dem Muster von *be*. Für eine Frage stellst du *am, is* oder *are* vor das Subjekt: Aus *You are going to apply* wird *Are you going to apply?* Für eine Verneinung setzt du *not* nach die Form von *be*: *She isn’t going to apply* oder *We aren’t going to hire this month*. Deutschsprachige lassen die Zukunftsform häufig weg, weil im Deutschen eine Gegenwartsform mit Zeitangabe genügt: *Ich mache das morgen.* Eine direkte Übertragung wie *I meet him tomorrow* ist für die gemeinte Lesart jedoch nicht das Ziel; Englisch verwendet dort das *Present Continuous* oder *going to*. Der zweite Stolperstein klingt zunächst wie eine unnötige Wiederholung: *I’m going to go*. Der Satz ist trotzdem grammatisch. Das erste *going to* trägt die Zukunftsbedeutung, während das zweite Verb *go* die geplante Handlung nennt. Dasselbe Muster findest du in *We’re going to go to Leeds*. Du musst das Hauptverb nicht austauschen, nur weil es genauso aussieht wie ein Teil der Zukunftsform.
Für zukünftige Pläne können dir sowohl *going to* als auch das *Present Continuous* begegnen. *I’m going to apply* betont die bereits bestehende Absicht. *I’m meeting the manager on Friday* stellt den Plan als konkrete Vereinbarung dar. Beide Formen blicken von der Gegenwart in die Zukunft, aber sie setzen den Schwerpunkt unterschiedlich. Für diese Lektion genügt eine praktische Orientierung: Wenn du ausdrücken möchtest, was jemand bereits vorhat oder beabsichtigt, ist *going to* eine klare Wahl. Wenn ein Termin mit einer Person oder einem festen Zeitpunkt bereits arrangiert ist, kann das *Present Continuous* passen. Der deutsche Satz *Ich mache das morgen* verrät diese Perspektive nicht, weil die einfache Gegenwartsform beide Ideen tragen kann. Im Englischen solltest du bewusst entscheiden, welchen Teil des Plans du hervorheben möchtest. Vergleiche *We’re going to launch the product* mit *We’re launching next month*. Der erste Satz hebt die Absicht hervor; der zweite zeigt den vereinbarten Zeitplan. Diese Unterscheidung ist eine Tendenz, keine starre Trennwand, doch sie bietet dir am Anfang eine verlässliche Orientierung.
Im Arbeitsalltag eignet sich *going to* für Entscheidungen, Absichten und Prognosen, die auf der aktuellen Lage beruhen. Nach einer beschlossenen Personalplanung kannst du sagen: *We’re going to hire two people.* Vor einer Bewerbung fragst du: *Are you going to apply?* Eine negative Entscheidung lautet: *She isn’t going to apply.* Für Prognosen brauchst du ein gegenwärtiges Anzeichen. Wenn die Auftragsliste sichtbar wächst, passt *It’s going to be a busy month.* Wenn aktuelle Zahlen nach unten zeigen, kannst du im Rahmen dieser sichtbaren Entwicklung sagen: *Sales are going to fall.* In einem kurzen Statusbericht lassen sich Plan und Vorhersage verbinden: *We’re going to train the new team in September. Look at the project list — it’s going to be a full programme.* Achte dabei jedes Mal auf die vollständige Form. Nach *we* steht *are*, nach *it* steht *is*, und nach *going to* folgt die Grundform. So bleibt klar, wer den Plan hat und welches Anzeichen die Prognose trägt.
„Going to“ hebt häufig eine Absicht oder einen vorher entschiedenen Plan hervor: „I’m going to apply.“ Das Present Continuous kann einen konkreten vereinbarten Termin zeigen: „I’m meeting the manager on Friday.“ Diese Unterscheidung ist eine nützliche Tendenz und keine starre Grenze.
Vor „going to“ brauchst du eine passende Form von „be“. Mit „I“ lautet der Satz „I am going to apply“ oder kurz „I’m going to apply“. In der Kurzform bleibt der Apostroph erhalten.
Ja. Das erste „going to“ ist die Zukunftsform und zeigt den Plan; das zweite Verb „go“ nennt die Handlung. Deshalb ist auch „We’re going to go to Leeds“ korrekt, obwohl sich die Wörter wiederholen.
„Gonna“ ist eine verbreitete gesprochene Reduktion im amerikanischen Englisch und wird auch im britischen Englisch verstanden. In normaler Schriftsprache und in Prüfungen brauchst du jedoch die vollständige Form „going to“. Lerne deshalb die volle Form für deine eigenen Sätze.
*present-continuous* (A2) ist die direkte Voraussetzung, weil beide Formen *be* und eine Form mit *going* enthalten. Vergleiche danach *will-future* (A2) mit dieser Lektion und wiederhole *present-simple* (A2) für Gegenwartsformen mit Zukunftsbezug.
Die Zukunftsbedeutung entwickelte sich aus wörtlicher Bewegung, etwa in „I am going [to town] to buy“. Später verlor die Bewegung ihre konkrete Bedeutung. Deshalb ist heute auch „I’m going to stay“ möglich: Die Form markiert Zukunft, obwohl die Handlung gerade keine Bewegung ist.
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