Zeitformen
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Die alltägliche britische Form für Dinge, Termine und Ressourcen, die du jetzt hast.
Have got ist eine alltägliche britische Form für Besitz in der Gegenwart. Du verwendest have got mit I, you, we und they sowie has got mit he, she und it.
Stand: Juli 2026
A1 · Zeitformen · 8 Min.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für A1-Lernende. Du hörst die Form im Zusammenhang, lernst Aussagen, Fragen und Verneinungen kennen und übst sie anschließend bis zum Abschlusstest.
Mit *have got* sagst du im britischen Alltagsenglisch, dass jemand etwas jetzt hat. Es geht um Besitz, Verfügbarkeit oder etwas, das zu einer Person oder Situation gehört. *I’ve got a laptop* bedeutet, dass ich einen Laptop besitze oder bei mir habe. *We’ve got a meeting at ten* bedeutet, dass ein Termin in unserem heutigen Plan steht. Auch Ressourcen am Arbeitsplatz passen dazu: *She’s got the key* und *They’ve got the new file*. Wichtig ist der Bezug zur Gegenwart. Obwohl die Struktur wie eine Form des Present Perfect aussieht, erzählt sie hier nicht von einer vergangenen Handlung. Das Wort *got* bedeutet in dieser Verbindung nicht, dass jemand etwas erhalten hat. Die ganze Einheit *have got* entspricht in der Bedeutung schlicht *have*. Für den Einstieg kannst du dir deshalb eine sehr kleine Frage merken: Wer hat was jetzt? Wenn du darauf antwortest, passt *have got* oft gut. Für Gewohnheiten, Handlungen oder eine abgeschlossene Vergangenheit brauchst du andere Strukturen. In dieser Lektion bleibt der Fokus bewusst auf gegenwärtigem Besitz und gegenwärtiger Verfügbarkeit.
Die Form hängt vom Subjekt ab. Nach *I, you, we* und *they* verwendest du *have got*: *I have got the number*, *you have got time*, *we have got a plan*, *they have got two offices*. Nach *he, she* und *it* steht *has got*: *he has got the file*, *she has got the key*, *it has got two doors*. In natürlichen Aussagen hörst du häufig die Kurzformen *I’ve got, you’ve got, we’ve got* und *they’ve got*. Bei der dritten Person werden *he has, she has* und *it has* zu *he’s, she’s* und *it’s*. Der Satz *She’s got the key* enthält also die Kurzform von *she has got*. Das *’s* kann hier nicht *is* bedeuten, denn *is got* ist nicht die Form für Besitz. Du musst *got* nicht verändern oder an das Subjekt anpassen. Formen wie *she haves got* entstehen oft, wenn Lernende nach einer zusätzlichen Endung suchen. Tatsächlich trägt nur *have* den Unterschied: *have got* oder *has got*.
Für eine Frage stellst du *have* oder *has* vor das Subjekt. Aus *you have got the key* wird *Have you got the key?* Aus *she has got the file* wird *Has she got the file?* Ein zusätzliches *do* oder *does* ist in dieser Struktur nicht nötig. Deshalb ist *Do you have got the key?* keine passende Mischung. Für eine Verneinung setzt du *not* nach *have* oder *has*: *I have not got the number* und *she has not got the file*. Meist hörst oder liest du die Kurzformen *haven’t got* und *hasn’t got*. Kurze Antworten wiederholen *have* oder *has*, nicht *got*: *Have they got a meeting? – Yes, they have.* Oder: *Has Leo got the key? – No, he hasn’t.* Diese drei Muster gehören zusammen. Aussage: *We’ve got the file.* Frage: *Have we got the file?* Verneinung: *We haven’t got the file.* Wenn du den ersten Teil der Struktur bewegst oder verneinst und *got* an seinem Platz lässt, bleibt die Wortstellung übersichtlich.
Das deutsche Verb *haben* funktioniert als Vollverb. Dadurch wirken im Englischen zwei falsche Wege zunächst logisch. Auf dem ersten Weg versuchst du, das Verb wie im Deutschen weiter zu beugen, und bildest *she haves got*. Im Englischen lautet die richtige dritte Person jedoch *she has got*. Auf dem zweiten Weg behandelst du *have* wie ein gewöhnliches englisches Vollverb und ergänzt für die Frage *do*: *Do you have got the key?* Bei *have got* wird die Frage aber durch Umstellung gebildet: *Have you got the key?* Halte die Struktur deshalb als vollständigen Baustein zusammen. Ein weiterer Stolperstein ist die Zeit. Weil *got* wie eine Vergangenheitsform aussieht, lesen Lernende *I’ve got the file* manchmal als „Ich bekam die Datei“. In dieser Struktur bedeutet der Satz jedoch „Ich habe die Datei jetzt“. Schließlich begegnet dir vielleicht *Have you a pen?* Dieser Satz ist grammatisch, klingt im heutigen Alltag aber steif oder altertümlich. Für diese Lektion lernst du die natürliche britische Form *Have you got a pen?* und vermischst sie nicht mit anderen Mustern.
Für gegenwärtigen Besitz können *have got* und *have* dieselbe Grundbedeutung ausdrücken. Im britischen Alltagsenglisch ist *I’ve got a key* sehr üblich. Im amerikanischen Englisch wird häufig *I have a key* gesagt. Besonders deutlich siehst du den Unterschied in Fragen und Verneinungen. Das britische Muster lautet *Have you got the key?* und *I haven’t got the key.* Das amerikanisch bevorzugte Muster lautet *Do you have the key?* und *I don’t have the key.* Beide Varianten werden verstanden, aber du solltest ihre Bauteile nicht kreuzen. *Do you have got…?* mischt die Frage mit *do* und die Struktur *have got* und ist daher nicht das Zielmuster. Für europäische Schulsituationen wird gewöhnlich die britische Form *have got* vermittelt. Du musst dadurch die amerikanische Form nicht als falsch ansehen. Entscheide dich innerhalb eines Satzes einfach für ein vollständiges System. Diese Lektion übt das britische System: Aussage mit *have got*, Frage durch Umstellung und Verneinung mit *not*. So bleibt das A1-Muster klar und zuverlässig.
Im Arbeitsalltag hilft dir *have got* besonders dann, wenn du schnell klären möchtest, was vorhanden ist. Vor einem Meeting kannst du fragen: *Have we got the latest figures?* Eine Kollegin antwortet vielleicht: *Yes, I’ve got them here.* Fehlt etwas, passt eine Verneinung: *We haven’t got the signed file yet.* Auch Termine lassen sich als Teil des aktuellen Plans ausdrücken: *We’ve got a meeting at ten.* Der Satz beschreibt nicht, dass jemand das Meeting besitzt, sondern dass es im Kalender oder Tagesablauf vorhanden ist. Mit der dritten Person bleibt der Wechsel zu *has got* wichtig: *Maya has got the supplier’s number* oder *Has she got the key?* Solche kurzen Sätze sind nützlich, weil sie eine konkrete Situation abbilden: Eine Person, eine Ressource und der jetzige Bedarf. Übe zuerst kleine Einheiten und wechsle dann zwischen Aussage, Frage und Verneinung. Aus *They’ve got the document* machst du *Have they got the document?* und danach *They haven’t got the document.* So wird aus einer Form ein flexibles Werkzeug für echte Gespräche.
Bei Besitz in der Gegenwart können beide dieselbe Bedeutung haben. Im britischen Alltagsenglisch ist „I’ve got a key“ sehr üblich; im amerikanischen Englisch wird häufiger „I have a key“ verwendet. Bleibe in Fragen und Verneinungen beim jeweils passenden vollständigen Muster.
Die Frage vermischt zwei verschiedene Systeme. Bei „have got“ stellst du „have“ oder „has“ vor das Subjekt: „Have you got the key?“ Die Form mit „do“ gehört zum anderen Muster: „Do you have the key?“
In „She’s got the key“ steht „she’s“ für „she has“. Es kann hier nicht „she is“ bedeuten, weil „is got“ nicht die Form für Besitz ist. Das folgende „got“ zeigt dir also, welche Langform gemeint ist.
„Have got“ ist der alltägliche britische Standard für Besitz. Im amerikanischen Englisch wird häufiger „Do you have…?“ verwendet, doch beide Formen werden verstanden. Im europäischen Schulenglisch ist das britische Muster der übliche Standard.
Die Lektionen *be-present* (A1) und *subject-pronouns* (A1) geben dir die nötigen Subjekte und Grundformen. Danach passt *possessive-adjectives-pronouns* (A1), weil du dort lernst, Besitz mit Wörtern wie *my, your* und *theirs* auszudrücken. So vergleichst du zwei einfache Wege, über Zugehörigkeit zu sprechen.
Das Wort „got“ trägt in dieser Struktur keine Bedeutung von „bekommen“. „Have got“ ist ein Fossil des Present Perfect, das seine frühere Vergangenheitsbedeutung verloren hat. Deshalb bedeutet „I’ve got“ in diesem Zusammenhang schlicht „I have“.
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