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Was „Bürowortschatz“ eigentlich umfasst
Wenn Lernende sagen, sie bräuchten „Business-Englisch“, meinen sie meistens zunächst etwas viel Konkreteres: die alltäglichen Wörter, mit denen man einen ganz normalen Arbeitstag beschreibt. Genau das ist Bürowortschatz. Er umfasst nicht die feine Sprache von Verträgen oder Präsentationen, sondern die Bausteine, die du brauchst, um zu sagen, wo du sitzt, mit wem du arbeitest, welche Geräte du benutzt und was du den ganzen Tag tust. Der beruhigende Punkt daran ist, dass dieser Wortschatz überschaubar ist. Für die meisten Bürosituationen genügen etwa dreißig bis vierzig Kernwörter, und die wiederholen sich täglich. Statt eine lange Liste auswendig zu lernen, ist es viel wirksamer, die Wörter in vier Gruppen zu ordnen – Menschen, Orte, Dinge und Handlungen. Diese vier Fächer sind wie Schubladen: Jedes neue Wort, das dir begegnet, legst du in die passende Schublade, und schon findest du es leichter wieder. „a colleague“ gehört zu den Menschen, „the meeting room“ zu den Orten, „a deadline“ zu den Dingen und „to book a room“ zu den Handlungen. Diese Lektion baut den Wortschatz genau nach diesem Prinzip auf, damit du ihn nicht als Liste, sondern als System im Kopf behältst.
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Menschen, Orte, Dinge, Handlungen
Sieh dir die vier Gruppen einzeln an. Menschen: „a colleague“ ist jede Person, mit der du zusammenarbeitest; „a manager“ oder „a boss“ leitet dich an; „a client“ oder „a customer“ kauft bei euch; „the team“ und „the staff“ bezeichnen die Belegschaft. Orte: „the desk“ ist dein Schreibtisch, „the office“ das Büro als Ganzes, „the meeting room“ der Besprechungsraum, „reception“ der Empfang und „the department“ die Abteilung. Dinge: „a file“ ist eine Datei oder ein Aktenstück, „a folder“ eine Mappe oder ein Ordner, „an email“ eine E-Mail, „the printer“ der Drucker, „the keyboard“ die Tastatur und „a deadline“ die Frist. Handlungen: „to send an email“, „to book a room“, „to attend a meeting“, „to print a document“ und „to meet a deadline“. Zwei kleine Beobachtungen erleichtern dir das Lernen. Erstens sind viele englische Bürowörter kürzer und schlichter als ihre deutschen Entsprechungen – „desk“ statt „Schreibtisch“, „file“ statt „Datei“. Zweitens reisen Handlungen fast nie allein: Das Verb und sein Objekt bilden ein festes Paar, das du am besten gemeinsam lernst. Genau darum geht es im vorletzten Abschnitt über Kollokationen.
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Die nützlichsten Wörter zuerst
Nicht jedes Bürowort ist gleich wichtig. Wenn du deine Zeit klug einsetzen willst, lernst du die häufigsten Wörter zuerst, denn sie tauchen in fast jedem Gespräch auf. Ganz oben stehen „meeting“, „email“, „colleague“, „manager“, „deadline“ und „file“ – diese sechs bilden das Rückgrat des Büroalltags und begegnen dir stündlich. Danach folgen die Orte und Geräte, die du täglich benennst: „desk“, „office“, „meeting room“, „printer“, „phone“ und „computer“. Erst danach lohnen sich die spezielleren Wörter wie „reception“, „department“, „supplies“ (Büromaterial) oder „schedule“ (Zeitplan). Eine gute Lernstrategie ist es, dir für eine Woche fünf neue Wörter vorzunehmen und sie bewusst im eigenen Arbeitsalltag zu benutzen – gedanklich auf Englisch zu benennen, was du gerade tust. „I'm at my desk.“ „I'm sending an email.“ „I have a meeting at three.“ Diese kleinen inneren Sätze verankern den Wortschatz weit besser als jede Vokabelliste. Achte außerdem darauf, ob ein Wort zählbar ist oder nicht: „a meeting“, „an email“ und „a file“ sind zählbar und bekommen im Singular „a“ oder „an“, während „work“, „staff“ und „information“ unzählbar sind und kein „a“ nehmen. Das ist eine typische Fehlerquelle, die dich sonst durch die ganze A2-Stufe begleitet.
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Falsche Freunde – Chef, Handy und Kollegen
Kein Bereich des Bürowortschatzes ist für Deutschsprachige so tückisch wie die falschen Freunde: Wörter, die im Deutschen und Englischen fast gleich aussehen, aber etwas anderes bedeuten. Der berühmteste ist „Chef“. Auf Englisch ist ein „chef“ ausschließlich ein Küchenchef; die Person, die dein Team leitet, ist dein „boss“ oder „manager“. Fast ebenso häufig ist „Handy“: Das ist ein deutsches Kunstwort und im Englischen überhaupt kein Substantiv für ein Telefon – „handy“ bedeutet „praktisch“ oder „griffbereit“. Das Gerät heißt „mobile phone“ im britischen und „cell phone“ im amerikanischen Englisch. Weitere Stolpersteine: „aktuell“ heißt nicht „actual“ (das bedeutet „tatsächlich“), sondern „current“; ein „Termin“ ist kein „termin“, sondern „an appointment“ oder „a meeting“; und „a chef“ verwechselt man leicht mit „a chief“, was „Anführer“ oder „Häuptling“ bedeutet. Auch die Aussprache eines echten Freundes birgt Tücken: „colleague“ schreibt sich fast wie „Kollege“, wird aber auf der ersten Silbe betont – „COLL-eeg“, nicht „kol-LEEG“. Der beste Schutz gegen falsche Freunde ist, sie bewusst als Paar zu lernen: das deutsche Wort, das dich in die Irre führt, und die englische Entsprechung direkt daneben. Wenn du „Chef → boss“ und „Handy → mobile phone“ einmal fest verknüpft hast, machst du diese Fehler nicht mehr.
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Kollokationen – Wörter, die zusammengehören
Der letzte Schritt zu wirklich natürlichem Büro-Englisch sind die Kollokationen: feste Wortpaare, bei denen ein bestimmtes Verb zu einem bestimmten Substantiv gehört. Im Deutschen „macht“ oder „hat“ man vieles, doch im Englischen ist die Wahl des Verbs oft festgelegt, und ein falsches Verb klingt sofort ungewohnt. Man sagt „to attend a meeting“ oder „to have a meeting“, aber niemals „to make a meeting“. Man sagt „to meet a deadline“ (eine Frist einhalten), nicht „to reach a deadline“. Man sagt „to book a room“, „to send an email“, „to make a call“, „to take a break“ und „to give a presentation“. Diese Paare wirken willkürlich, weil sie es teilweise auch sind – sie haben sich über die Zeit eingeschliffen. Deshalb lernst du sie am besten nicht als einzelnes Verb und einzelnes Substantiv, sondern als eine Einheit: „book-a-room“, „meet-a-deadline“, als wäre es ein einziges langes Wort. Wenn du im Zweifel bist, welches Verb passt, orientiere dich an den häufigsten: „have“, „make“, „take“, „send“ und „book“ decken die meisten Bürohandlungen ab. Und wenn dir ein neues Verb-Substantiv-Paar begegnet, notiere es sofort als Paar. Diese Gewohnheit ist der Unterschied zwischen einem Wortschatz, der korrekt ist, und einem, der wirklich natürlich klingt. Damit hast du alle vier Gruppen zusammen – und ein System, das sich mit jedem neuen Wort von selbst erweitert.