Welche englischen Marketingbegriffe brauchst du im Beruf?
Der englische Marketingwortschatz lässt sich in drei Gruppen ordnen: Markt und Kundschaft („target audience“, „competitor“, „market share“), Marke und Botschaft („brand“, „logo“, „slogan“, „USP“) sowie Kampagnen und Kanäle („campaign“, „launch“, „advertising“, „promotion“). Dazu kommen zwei Fallen: „Advertising“ ist unzählbar, eine einzelne Anzeige ist „an ad“, und der deutsche „Claim“ heißt auf Englisch „slogan“ oder „tagline“.
- Drei Gruppen: Markt, Marke, Kampagne.
- Falsche Freunde: „Claim“ = slogan, „Aktion“ = promotion.
- „Advertising“ ist unzählbar, eine Anzeige ist „an ad“.
B1 · Fachwortschatz · 10 Min.Marketing-Englisch für den Beruf, Baustein für Baustein erklärt.
Eine klar aufgebaute Lektion für Lernende auf B1-Niveau, die im Beruf mit Marketing, Werbung oder Vertrieb zu tun haben. Du hörst die wichtigsten Marketingbegriffe im Zusammenhang, lernst das Ordnungsprinzip mit einem Tutor kennen und übst den Wortschatz mit interaktiven Aufgaben und einem Abschlusstest. Dazu kommen die typischen Fallen für Deutschsprachige wie „Werbung“, „Claim“ und „Aktion“. Die Lektion dauert etwa zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenWortschatz, Hören, Schreiben, Sprechen
- Bausteine10 Bausteine
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Was Marketing-Englisch im Beruf umfasst
Wer im Beruf mit Marketing zu tun hat, begegnet ständig englischen Begriffen: in Meetings mit internationalen Kolleginnen und Kollegen, in Briefings für eine Agentur oder in Berichten über eine Kampagne. Viele dieser Wörter kommen dir bekannt vor, denn die deutsche Marketingsprache übernimmt viel aus dem Englischen. Genau das macht das Thema tückisch: Manche Wörter bedeuten im Englischen etwas anderes, andere werden anders verwendet. Der Kernwortschatz lässt sich in drei Gruppen ordnen. Die erste Gruppe beschreibt den Markt und die Menschen darin: „target audience“, „market research“, „competitor“, „market share“ und „prospect“. Die zweite Gruppe dreht sich um die Marke und ihre Botschaft: „brand“, „brand awareness“, „logo“, „slogan“ und „USP“. Die dritte Gruppe umfasst Kampagnen und Kanäle: „campaign“, „launch“, „advertising“, „promotion“ und „conversion rate“. Wenn du jedes neue Wort einer dieser drei Gruppen zuordnest, entsteht im Kopf eine Landkarte statt einer losen Liste. Diese Lektion folgt genau dieser Ordnung und zeigt dir bei jeder Gruppe, wo Deutschsprachige typischerweise stolpern – vor allem bei „Werbung“, „Claim“ und „Aktion“.
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Markt, Zielgruppe und Wettbewerb
Die Zielgruppe heißt im Englischen „target group“, „target audience“ oder „target market“. „Target group“ verstehen alle, in Marketingtexten liest du aber häufiger „target audience“, wenn es um die Menschen geht, die eine Botschaft erreichen soll, und „target market“, wenn ein ganzes Marktsegment gemeint ist. Eine Kampagne „is aimed at“ eine Gruppe oder „targets“ sie: „The campaign is aimed at small businesses.“ Marktforschung ist „market research“, und „research“ ist in dieser Bedeutung meist unzählbar: „We did some market research.“ Für eine einzelne Untersuchung sagst du „a market research study“ oder „a survey“. Ein einzelner Wettbewerber ist „a competitor“ oder „a rival“; „the competition“ kann den Wettbewerb selbst oder alle Konkurrenten zusammen meinen: „The competition has lowered its prices.“ Dein Anteil an allen Verkäufen eines Marktes ist dein „market share“. Bei den Menschen unterscheidet das Englische oft zwischen „customers“, die Produkte kaufen, und „clients“, die eine Dienstleistung beauftragen, etwa bei einer Agentur. Ein möglicher Kunde ist „a prospect“, und viele Teams nennen einen Kontakt, der schon Interesse gezeigt hat, etwa über ein Formular, „a lead“. Wo genau die Grenze zwischen „prospect“ und „lead“ liegt, legt jede Firma etwas anders fest.
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Marke, Logo und Botschaft
Die Marke als Name, Image und Versprechen heißt „brand“: „a strong brand“, „our brand values“. Die rechtlich geschützte Marke ist dagegen „a trademark“. Das englische „mark“ bedeutet meist ein Zeichen, einen Fleck oder eine Schulnote, nicht die Produktmarke. Wie bekannt eine Marke ist, beschreibt „brand awareness“; wie sie wahrgenommen wird, beschreibt „brand image“. Zur Marke gehören das Logo, im Englischen ebenfalls „logo“, und ein kurzer, einprägsamer Satz, den du „slogan“ nennst, im Marketing auch „tagline“ oder im britischen Englisch „strapline“. Was ein Produkt von der Konkurrenz unterscheidet, ist sein „USP“, die Abkürzung für „unique selling point“ oder „unique selling proposition“; im Deutschen sagt man dazu auch Alleinstellungsmerkmal. Den Platz, den eine Marke im Kopf der Kundschaft einnehmen soll, beschreibt „positioning“: „We want to position the app as the simple choice for small teams.“ Achte auch auf die passenden Verben: Eine Marke baust du auf („build a brand“), die Bekanntheit steigerst du („raise brand awareness“), und das Image stärkst du („strengthen the brand image“). Solche festen Verbindungen klingen natürlicher als wörtliche Übersetzungen, deshalb lernst du sie am besten gleich als Paar.
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Kampagnen, Kanäle und Kennzahlen
Eine Kampagne startest du mit „launch a campaign“ und führst sie mit „run a campaign“; ein neues Produkt bringst du mit „launch a product“ auf den Markt, und der Start selbst heißt „the launch“. Werbung als Tätigkeit oder Branche ist „advertising“ und unzählbar: „We spend a lot on advertising.“ Eine einzelne Anzeige oder einen Werbespot nennst du „an ad“, im britischen Englisch auch „an advert“, formeller „an advertisement“; ein Spot im Fernsehen oder Radio ist auch „a commercial“. Für ein Produkt nimmst du das Verb „to advertise“ meist mit direktem Objekt: „We advertise our app on social media.“ Für Werbung im weiteren Sinn passt „to promote“: „We're promoting the new range at a trade fair.“ Die Wege, über die du Menschen erreichst, sind „channels“: „social media“, „email“, „print“, „search engines“ oder „trade fairs“. Zum Schluss die Kennzahlen, die in fast jedem Bericht auftauchen: „reach“ ist die Reichweite, „engagement“ beschreibt, wie viele Menschen reagieren, kommentieren oder teilen, die „click-through rate“ ist die Klickrate, also der Anteil der Einblendungen einer Anzeige, die zu einem Klick führen, und die „conversion rate“ ist der Anteil der Besucher, die am Ende kaufen oder sich anmelden. Ein Kontakt, der sein Interesse zeigt, wird so zu einem „lead“.
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Falsche Freunde: Werbung, Claim, Aktion und Co.
Weil die deutsche Marketingsprache so viele englische Wörter nutzt, lauern hier besonders viele falsche Freunde. Erstens „Werbung“: Umgangssprachlich sagt man im Deutschen oft „eine Werbung“ für eine einzelne Anzeige. Im Englischen ist „advertising“ aber unzählbar; eine einzelne Anzeige ist „an ad“ oder „an advert“. In „an advertising campaign“ oder „an advertising agency“ beschreibt „advertising“ dagegen das folgende Nomen, deshalb steht dort „an“. Zweitens „Claim“: Im deutschen Marketing ist der Claim der Slogan zum Logo. Im Englischen ist „a claim“ eine Behauptung, im Marketing etwa eine Aussage darüber, was ein Produkt kann. Für die Zeile zum Logo sagst du „slogan“ oder „tagline“. Drittens „Aktion“: Eine Sonderaktion im Handel ist „a promotion“ oder „a special offer“, nicht „an action“. Viertens „Konkurrenz“: Das englische „concurrence“ gibt es zwar, es bedeutet aber Übereinstimmung oder gleichzeitiges Auftreten; deine Konkurrenz ist „the competition“ oder „your competitors“. Und der „Prospekt“ ist im Englischen eine „brochure“ oder ein „leaflet“, während „a prospect“ ein möglicher Kunde ist. Mehr solche Paare findest du in der Lektion „false-friends-de-en-1“. Lerne diese Wörter bewusst gemeinsam: das irreführende deutsche Wort und die englische Entsprechung direkt daneben.
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Marketing-Englisch im Berufsalltag
Im Beruf brauchst du diese Wörter vor allem in kurzen, klaren Sätzen. Wenn du eine Kampagne vorstellst: „The campaign is aimed at small businesses in Germany and Austria.“ Wenn du den Zeitplan nennst: „We're launching the new app on 1 March.“ Wenn du die Kanäle beschreibst: „We'll run ads on social media and send a newsletter to existing customers.“ Wenn du Ergebnisse berichtest: „The conversion rate went up from 2% to 3% in April.“ Achte bei Fragen auf die Stellung der Präposition. Wo das Deutsche „An wen richtet sich die Kampagne?“ sagt, setzt das Englische die Präposition im Alltag meist ans Ende: „Who is the campaign aimed at?“ Die Form „At whom is it aimed?“ gibt es, sie klingt aber sehr förmlich. Auch bei den Zeitformen hilft eine Faustregel: Für ein Ergebnis, das jetzt zählt, passt oft das Present Perfect („The campaign has reached 20,000 people so far“), für einen konkreten Zeitpunkt in der Vergangenheit meist das Simple Past („We launched it in March“). Wenn du diese Sätze einmal laut übst, sind sie im entscheidenden Moment da.