Welche englischen Vertriebsbegriffe brauchst du im Beruf?
Der englische Vertriebswortschatz lässt sich in drei Gruppen ordnen: Kunden finden („lead“, „prospect“, „cold call“, „follow-up“), Angebot und Abschluss („quote“, „discount“, „order“, „close a deal“) sowie Ziele und Zahlen („sales target“, „revenue“, „profit“, „commission“). Dazu kommen typische Fallen: Der Vertrieb heißt „sales“, ein Preisangebot meist „quote“, und deine Provision heißt „commission“.
- Drei Gruppen: Kunden, Abschlüsse, Zahlen.
- Falsche Freunde: „Provision“ = commission, „Rabatt“ = discount.
- Die Abteilung heißt „sales“, mit „s“.
B1 · Fachwortschatz · 10 Min.Vertriebs-Englisch für den Beruf, Baustein für Baustein erklärt.
Eine klar aufgebaute Lektion für Lernende auf B1-Niveau, die im Beruf mit Vertrieb, Verkauf oder Kundenbetreuung zu tun haben. Du hörst die wichtigsten Vertriebsbegriffe im Zusammenhang, lernst das Ordnungsprinzip mit einem Tutor kennen und übst den Wortschatz mit interaktiven Aufgaben und einem Abschlusstest. Dazu kommen die typischen Fallen für Deutschsprachige wie „Sale“, „Angebot“, „Rabatt“ und „Provision“. Die Lektion dauert etwa zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenWortschatz, Hören, Schreiben, Sprechen
- Bausteine10 Bausteine
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Was Vertriebs-Englisch im Beruf umfasst
Wer im Vertrieb arbeitet oder mit Vertriebsteams zu tun hat, spricht täglich über Kunden, Angebote und Zahlen – und in internationalen Firmen oft auf Englisch. Viele Begriffe kennst du vielleicht schon, denn auch im deutschen Vertrieb sind Wörter wie „Lead“, „Deal“ oder „Sales“ verbreitet. Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick: Manche deutschen Wörter sehen englisch aus oder klingen ähnlich, bedeuten im Englischen aber etwas anderes. Der Kernwortschatz lässt sich in drei Gruppen ordnen. Die erste Gruppe beschreibt, wie du Kunden findest: „lead“, „prospect“, „cold call“, „follow-up“ und „pipeline“. Die zweite Gruppe dreht sich um Angebot und Abschluss: „quote“, „offer“, „list price“, „discount“, „order“ und „close a deal“. Die dritte Gruppe umfasst Ziele und Zahlen: „sales target“, „sales figures“, „revenue“, „profit“ und „commission“. Wenn du jedes neue Wort einer dieser Gruppen zuordnest, behältst du den Überblick und erkennst schneller, worum es in einem Gespräch gerade geht. Diese Lektion folgt genau dieser Ordnung und zeigt dir bei jeder Gruppe, wo Deutschsprachige typischerweise stolpern – vor allem bei „Vertrieb“, „Angebot“, „Rabatt“ und „Provision“.
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Kunden finden: Leads, Prospects und Cold Calls
Die Abteilung, die verkauft, heißt im Englischen „sales“ oder „the sales department“, und wer dort arbeitet, sagt „I work in sales“. Wer für eine Firma verkauft, oft im Außendienst, ist „a sales rep“, kurz für „sales representative“; „salesperson“ ist das geschlechtsneutrale Wort. Ein möglicher Kunde ist „a prospect“, und viele Teams nennen einen Kontakt, der schon Interesse gezeigt hat, „a lead“ – wo genau die Grenze liegt, legt jede Firma etwas anders fest. Neue Kontakte entstehen zum Beispiel auf einer Messe, über die Website oder durch Empfehlungen. Ein Anruf bei jemandem, mit dem du noch keinen Kontakt hattest, ist „a cold call“; das Verb heißt „to cold-call someone“. Nach einem ersten Gespräch kommt „a follow-up“, also eine E-Mail oder ein Anruf, mit dem du an den Kontakt anknüpfst. Als Verb sagst du „follow up on a lead“ oder „follow up with a customer“: „I'll follow up with them next week.“ Alle möglichen Geschäfte, an denen du gerade arbeitest, bilden zusammen deine „pipeline“: „We have twelve deals in the pipeline.“ Große, besonders wichtige Kunden heißen „key accounts“, und wer sie betreut, ist „a key account manager“. Kunden, die du schon hast, sind „existing customers“; neue Aufträge von neuen Kunden heißen oft „new business“: „Most of our revenue comes from existing customers.“
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Angebot, Preis und Abschluss
Das deutsche Wort „Angebot“ hat im Englischen mehrere Entsprechungen. Wenn ein Kunde wissen will, was bestimmte Waren oder Leistungen kosten, schickst du ihm „a quote“ oder etwas formeller „a quotation“: „Could you send us a quote for 200 office chairs?“ Für ein ausführliches Angebot zu einem Projekt, mit Lösungsvorschlag und Preisen, sagt man oft „a proposal“. „An offer“ ist breiter: ein Sonderangebot („a special offer“), ein Stellenangebot („a job offer“) oder das, was du in einer Verhandlung anbietest („Our best offer is 5% off the list price“). Der normale Preis vor jedem Nachlass ist „the list price“, der Nachlass selbst „a discount“: „We can offer you a 10% discount on orders over 500 units.“ Die Zahlungsbedingungen heißen „payment terms“, etwa „payment within 30 days“. Wenn der Kunde kauft, gibt er eine Bestellung auf: „The customer places an order.“ Du bestätigst sie mit „an order confirmation“. Auf der Seite des Kunden heißt das Bestelldokument oft „a purchase order“, und die Einkaufsabteilung ist „the purchasing department“. Für den Abschluss selbst gibt es feste Verbindungen: „close a deal“, „win a contract“ oder „sign a contract“. Wenn ihr über Bedingungen sprecht, sagst du „negotiate the price“ oder „negotiate a deal“. Und wenn ein Geschäft zustande kommt, reicht ein kurzer Satz: „We closed the deal yesterday.“
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Ziele, Umsatz und Provision
Im Vertrieb wird viel gemessen. Das Verkaufsziel heißt „sales target“, in manchen Firmen auch „quota“. Ein Ziel erreichst du mit „meet“, „reach“ oder umgangssprachlich „hit“. Wenn du es verfehlst, verwendest du „miss“: „We missed our target by 5%.“ Die verkaufte Menge oder ihr Wert sind die „sales figures“ oder einfach „sales“: „Sales rose by 8% in the second quarter.“ Hier steht „sales“ also für die Verkaufszahlen, nicht für die Abteilung. Den Umsatz nennst du „revenue“ oder „sales“; auch „turnover“ ist verbreitet, kann aber auch die Fluktuation von Mitarbeitenden meinen („staff turnover“). Wichtig ist der Unterschied zum Gewinn: „profit“ ist das, was nach allen Kosten übrig bleibt. Der Satz „Revenue was €4 million, but profit was only €200,000“ zeigt den Unterschied. Eine Prognose für die kommenden Monate ist „a sales forecast“. Wer im Vertrieb arbeitet, bekommt oft zusätzlich zum Grundgehalt („basic salary“) eine „commission“, also einen Anteil am Verkaufswert: „She earns 5% commission on every deal.“ Wer überwiegend so bezahlt wird, „works on commission“. Eine Sonderzahlung für ein erreichtes Ziel heißt „a bonus“. Für Berichte über Zahlen reichen wenige Verben: Verkaufszahlen „rise“ oder „fall“, „go up“ oder „go down“, und eine Zahl kann im Vergleich zum Vorjahr „up“ oder „down“ sein: „Revenue is up 12% on last year.“
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Falsche Freunde: Sale, Provision, Rabatt und Co.
Im Vertrieb lauern einige falsche Freunde, die selbst erfahrene Lernende ins Stolpern bringen. Erstens „Sale“: Im Deutschen steht „Sale“ im Schaufenster für reduzierte Preise. Im Englischen ist „a sale“ zunächst ein einzelner Verkauf („make a sale“), „a sale“ kann aber auch ein Verkauf zu reduzierten Preisen sein („the summer sale“). Die Abteilung und der Berufsbereich heißen dagegen „sales“: „I work in sales“, „our sales team“. Zweitens „Provision“: Deine Provision ist auf Englisch „commission“. Das englische „provision“ bedeutet meist die Bereitstellung von etwas („the provision of services“) oder eine Bestimmung in einem Vertrag oder Gesetz. Drittens „Rabatt“: Ein Preisnachlass beim Kauf ist „a discount“. Das englische „rebate“ ist in der Regel eine Rückzahlung, also Geld, das du nach dem Kauf zurückbekommst, etwa als Rückvergütung für große Mengen. Viertens „Prämie“: Eine Sonderzahlung für gute Ergebnisse ist „a bonus“; „a premium“ ist zum Beispiel der Beitrag zu einer Versicherung oder ein Preisaufschlag. Fünftens „Gewinn“: Das englische Nomen „win“ ist ein Sieg oder ein Erfolg („a big win for the team“), das Geld, das eine Firma nach allen Kosten verdient, ist aber ihr „profit“. Mehr solche Paare findest du in der Lektion „false-friends-de-en-1“. Lerne diese Wörter bewusst gemeinsam: das irreführende deutsche Wort und die englische Entsprechung direkt daneben.
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Vertriebs-Englisch im Berufsalltag
Im Kundengespräch brauchst du diese Wörter vor allem in kurzen, höflichen Sätzen. Wenn du ein Preisangebot ankündigst: „I'll send you a quote by Friday.“ Wenn du einen Rabatt anbietest: „We can offer you a discount on larger orders.“ Wenn du nachfasst: „I'm just following up on the quote I sent last week.“ Wenn du intern berichtest: „We closed three deals this month, and we're at 85% of our sales target.“ Achte auf die Wortstellung. Im deutschen Satz steht das Hauptverb oft am Ende: „Wir können Ihnen einen Rabatt anbieten.“ Im Englischen kommt „offer“ in solchen Sätzen früh, gleich nach „can“, und erst danach folgen die Person und die Sache: „We can offer you a discount.“ Auch die Höflichkeit funktioniert anders: Das Englische hat für „Sie“ und „du“ nur „you“, deshalb steckt die Höflichkeit in Formulierungen wie „Could you…?“ oder „Would you like…?“. Wenn du eine Bitte des Kunden ablehnen musst, klingt „I'm afraid we can't go below this price“ deutlich freundlicher als ein knappes „No“. Übe solche Sätze einmal laut, dann sind sie im entscheidenden Moment da.