Wie stelle ich am Telefon eine Anfrage auf Englisch?
In drei Schritten: den Grund nennen („I'm calling to enquire about your delivery times.“), die Fragen höflich und meist indirekt stellen („Could you tell me what the minimum order is?“) und zum Schluss die Angaben prüfen und bestätigen lassen („Could you send me that in writing?“).
- Schritt 1 – Grund nennen: „I'm calling to enquire about…“ oder „I'd like some information about…“.
- Schritt 2 – indirekt fragen: Nach „Could you tell me…“ oder „Do you know whether…“ bleibt die Wortstellung wie im Aussagesatz.
- Schritt 3 – prüfen und abschließen: „Could I just check…“, „Could you send me that in writing?“, „Thanks, that's very helpful.“
B1 · Telefonieren · 10 Min.Eine Anfrage auf Englisch stellen – Baustein für Baustein.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf B1-Niveau. Du hörst eine Anfrage im Zusammenhang, lernst die drei Schritte mit einem Tutor kennen und übst sie anschließend in interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenSprechen, Hören, Grammatik, Wortschatz
- Bausteine10 Bausteine
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Warum eine Anfrage eine eigene Form hat
Eine Anfrage ist das Telefonat, bei dem du etwas brauchst und die andere Seite es hat: Preise, Liefertermine, freie Räume, technische Angaben. Genau deshalb hat sie im Englischen eine erkennbare Form. Wer sofort mit der Frage herausplatzt, überrumpelt sein Gegenüber; wer zuerst sagt, worum es geht, lässt der anderen Seite einen Moment Zeit, um die richtige Datei zu öffnen oder die passende Kollegin zu holen. Der Aufbau ist fast immer derselbe: Du nennst deinen Namen und deine Firma, dann den Grund des Anrufs, dann kommen die eigentlichen Fragen, und am Ende prüfst du die Angaben und hältst fest, was als Nächstes passiert. Diese Reihenfolge ist kein Schnörkel, sondern Gesprächsökonomie – sie spart dir Nachfragen und Missverständnisse, gerade wenn die Leitung schlecht ist. Und das Beste daran: Für jeden der drei Schritte gibt es feste Wendungen, die du dir einmal merkst und danach in jedem Gespräch wieder abrufen kannst.
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Schritt 1: Sagen, warum du anrufst
Der erste Satz nach der Begrüßung gehört dem Grund. Die neutrale Standardwendung lautet „I'm calling to enquire about…“, gefolgt von dem, worum es geht: „…your delivery times“, „…your conference rooms“, „…the training courses you offer“. Etwas weicher klingt „I'd like some information about…“, und wenn du auf eine Anzeige oder eine E-Mail reagierst, passt „I'm calling about the offer I saw on your website.“ Nenne davor Namen und Firma, damit die andere Seite weiß, mit wem sie spricht: „Good morning, this is Anna Weber from Kranz GmbH.“ Nützlich ist außerdem ein Satz, der das Thema eingrenzt, bevor die Fragen kommen: „It's about an order of around forty units.“ So kann dein Gegenüber sofort entscheiden, ob es dich weiterverbindet. Halte diesen Schritt kurz – zwei Sätze reichen, und dann bist du bei den Fragen.
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Schritt 2: Indirekt fragen – und die Wortstellung halten
Im Geschäftsenglisch verpackt man Fragen gern in einen höflichen Einleitungssatz. Die drei Arbeitspferde sind „Could you tell me…“, „Do you know whether…“ und „I was wondering if…“. Damit werden aus knappen Fragen freundliche Bitten: „Could you tell me what the minimum order is?“ statt „What is the minimum order?“ Entscheidend ist, was nach dem Einleitungssatz passiert: Die eingebettete Frage behält die Wortstellung eines Aussagesatzes. Also „…how much it costs“ und nicht „…how much does it cost“; „…where the meeting room is“ und nicht „…where is the meeting room“. Bei Ja-Nein-Fragen brauchst du zusätzlich „whether“ oder „if“: „Do you know whether you deliver to Germany?“ Nach „Could you tell me…?“ steht ein Fragezeichen; nach „I was wondering if you have anything free in May.“ ist ein Punkt üblich. Diese eine Regel trägt fast die ganze Höflichkeit dieser Lektion.
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Schritt 3: Details prüfen und das Gespräch abschließen
Am Telefon siehst du keine Mimik, und Zahlen, Namen und Termine gehen schnell verloren. Deshalb gehört ans Ende jeder Anfrage eine kurze Kontrollschleife. „Could I just check that?“ leitet sie höflich ein, dann liest du die wichtigsten Angaben laut zurück: „So that's forty units, delivered within two weeks.“ Bei Namen und E-Mail-Adressen hilft „Could you spell that for me?“, bei Zahlen „Was that fifteen or fifty?“ – diese beiden Zahlen kann man am Telefon leicht verwechseln. Danach sicherst du das Ergebnis: „Could you send me that in writing?“ oder „Could you email me a quote?“ Eine schriftliche Bestätigung kann helfen, spätere Missverständnisse darüber zu vermeiden, was vereinbart wurde. Zum Schluss bedankst du dich, und dafür gibt es eine Wendung, die fast immer passt: „Thanks, that's very helpful.“ Wenn ein nächster Schritt offen ist, halte ihn ebenfalls fest: „So I'll wait for your email, and I'll come back to you on Friday.“
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Typische Fehler deutschsprachiger Lernender
Drei Gewohnheiten fallen bei deutschsprachigen Anrufenden besonders auf. Erstens die zu direkte Frage: „I want to know your prices“ oder „Send me an offer“ sind grammatisch einwandfrei und werden verstanden, klingen in einem ersten Geschäftsgespräch aber abrupt, weil der höfliche Rahmen fehlt. „Could you tell me what your prices are?“ und „Could you send me a quote?“ sagen dasselbe und kommen in der Regel besser an. Zweitens die Wortstellung innerhalb der indirekten Frage: „Could you tell me how much does it cost?“ ist ein bekannter Stolperstein und tatsächlich ungrammatisch – nach dem Einleitungssatz bleibt es bei „how much it costs“. Ebenso falsch ist „What costs the delivery?“, eine wörtliche Übertragung aus dem Deutschen; korrekt heißt es „How much does the delivery cost?“ Und drittens das Wort „Angebot“: Es wird oft automatisch zu „offer“, doch wenn du einen Preis für eine bestimmte Leistung möchtest, heißt das im Geschäftsenglisch meistens „quote“ oder „quotation“.
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Wortschatz und Register: Lieferant, Hotel, Anbieter
Welche Wörter du brauchst, hängt davon ab, wen du anrufst. Bei einem Lieferanten drehen sich die Fragen um „lead time“ (Lieferzeit), „minimum order“ (Mindestbestellmenge), „availability“ (Verfügbarkeit) und „unit price“ (Stückpreis): „Could you tell me what your lead time is for fifty units?“ Bei einem Hotel oder einem Tagungshaus geht es um „meeting rooms“, „capacity“, „catering“ und „availability“: „Do you know whether the large room is free on the fifteenth?“ Bei einem Anbieter von Schulungen fragst du nach „group size“, „start dates“ und „levels“. Zum Register: „Could you tell me…“ passt überall, „I was wondering if…“ klingt etwas vorsichtiger und eignet sich für heiklere Fragen, und „Do you know whether…“ ist die entspannte Variante unter Kollegen. Zur Schreibung noch ein Hinweis: „enquiry“ und „inquiry“ existieren beide. Im britischen Englisch wird „enquiry“ eher für eine allgemeine Frage verwendet und „inquiry“ eher für eine förmliche Untersuchung, doch die beiden überschneiden sich, und im amerikanischen Englisch ist „inquiry“ die übliche Schreibung. Verstanden wirst du mit beiden.