Wie sagt man auf Englisch „Können Sie mich hören?“ und was sagt man bei Technikproblemen im Video-Call?
Die Standardfrage lautet „Can you hear me?“ – bei hear und see arbeitet das Englische mit „can“, deshalb heißt es auch „I can’t hear you“ statt „I don’t hear you“. Für die Probleme gibt es feste Wendungen: „You’re on mute“, „You’re breaking up“, „Your video is frozen“, „We lost you“. Und für die Reparatur: „Let me try turning my camera off“, „I’ll dial back in“, „Can everyone hear me now?“
- Prüfen: Can you hear me? / Can everyone hear me? / Can you see my screen?
- Benennen: You’re on mute. / You’re breaking up. / Your video is frozen. / We lost you.
- Beheben: Let me try turning my camera off. / I’ll dial back in. / Could you repeat the last part? I missed it.
B1 · Meetings · 10 Min.Technikprobleme im Video-Call – Baustein für Baustein erklärt.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Bausteinen für Lernende auf B1-Niveau. Du hörst eine Tonstörung im Zusammenhang, lernst mit einem Tutor die drei Werkzeugkästen kennen – prüfen, benennen, beheben – und übst die Redemittel anschließend in interaktiven Aufgaben, bevor der Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenHören, Sprechen, Business-Englisch, Schreiben
- Bausteine10 Bausteine
01 / 06
Warum Technikprobleme eigene Redemittel brauchen
Es gibt diesen Moment im englischsprachigen Video-Call, in dem plötzlich nicht mehr die Sprache das Problem ist, sondern die Leitung: Der Mund deines Kollegen bewegt sich, aber es kommt kein Ton an. Das Bild steht still. Die Stimme der Kundin zerfällt in Bruchstücke. Fachlich weißt du genau, was zu sagen wäre – nur fehlen dir die vier oder fünf englischen Sätze, mit denen man das beschreibt. Und weil das Gespräch weiterläuft, bleibt keine Zeit, sie im Kopf zu bauen. Genau deshalb lohnt es sich, diese Wendungen wie Vokabeln zu lernen. Sie sind kurz, sie sind fest, und sie kehren mit denselben Wörtern wieder. Diese Lektion ordnet sie in drei Werkzeugkästen: Sätze, mit denen du Ton und Bild prüfst; Sätze, mit denen du das Problem beim Namen nennst; und Sätze, mit denen du eine Lösung ankündigst und anschließend wieder in die Besprechung einsteigst. Wer diese drei Gruppen parat hat, verliert bei einer Störung keine Minute mehr – und wirkt im internationalen Team souverän statt hilflos.
02 / 06
Werkzeugkasten eins: Ton und Bild prüfen
Für die kurze Prüfung am Anfang brauchst du erstaunlich wenig Englisch. „Can you hear me?“ ist die Grundfrage; in der Gruppe sagst du „Can everyone hear me?“, und wenn du dir zusätzlich eine Rückmeldung zur Qualität wünschst, hängst du „okay“ an: „Can you hear me okay?“ Für das Bild gilt dieselbe Bauweise: „Can you see me?“ und, sobald du etwas zeigst, „Can you see my screen?“ Wichtig ist das Muster dahinter: Englisch benutzt bei den Wahrnehmungsverben hear und see in der Regel „can“, nicht das einfache Präsens. Deshalb heißt es „Can you hear me?“ und nicht „Do you hear me?“ – und in der Antwort entsprechend „Yes, I can hear you“ oder „Sorry, I can’t hear you“. Zwei knappe Antworten auf eine geglückte Prüfung sind „Loud and clear“ und schlicht „Yes, all good“. Und nach einer Reparatur kommt dieselbe Frage noch einmal, jetzt mit „now“: „Can everyone hear me now?“ Dieses kleine Wort markiert, dass die Frage sich auf den Zustand nach dem Eingriff bezieht.
03 / 06
Werkzeugkasten zwei: das Problem beim Namen nennen
Die vier typischen Störungen haben im Englischen jeweils ihre eigene feste Wendung, und die Unterschiede sind praktisch: Wer genau benennt, was er wahrnimmt, spart der anderen Person das Raten. „You’re on mute“ heißt, dass das Mikrofon stummgeschaltet ist und gar nichts ankommt. „You’re breaking up“ heißt, dass die Stimme in Stücken ankommt, mit Lücken mittendrin; eine Variante dazu ist „The audio keeps cutting out“, wobei „keep“ die Wiederholung betont. „Your video is frozen“ beschreibt ein stehendes Bild bei laufendem Ton; „Your video has frozen“ sagt dasselbe mit Blick auf den Moment, in dem es passiert ist. Ist jemand ganz aus dem Call geflogen, sagst du „We lost you“ oder, aus deiner Sicht, „I lost you for a second“. Und wenn du nur eine Vermutung hast, verpackst du sie höflich: „I think the connection is unstable“ oder „I think it’s on my end.“ Diese Zurückhaltung ist im Beruf nützlich, denn im ersten Moment weiß niemand sicher, auf welcher Seite die Störung sitzt.
04 / 06
Werkzeugkasten drei: beheben und den Faden wieder aufnehmen
Der dritte Werkzeugkasten unterscheidet sich von den ersten beiden in der Grammatik: Hier beschreibst du keinen Zustand mehr, sondern kündigst eine Handlung an. „Let me try turning my camera off“ ist dafür die Musterzeile – nach „try“ steht die ing-Form, wenn du etwas ausprobierst, um ein Problem zu lösen. Genauso funktionieren „Let me try a different network“ und „I’ll switch to my phone“. Hilft das nicht, bleibt der Neustart: „I’ll dial back in“ heißt, dass du den Call verlässt und dich gleich wieder einwählst; ein „Give me two minutes“ davor nimmt allen die Ungewissheit. Kommst du zurück, brauchst du zwei Sätze. Der erste prüft den Erfolg: „Can everyone hear me now?“ Der zweite holt nach, was du verpasst hast: „Could you repeat the last part? I missed it.“ Achte hier auf „missed“ – es heißt „nicht mitbekommen“, nicht „vermissen“. Nützlich ist außerdem „Could you put that in the chat?“, denn bei Zahlen, Namen und Links kann der Chat schneller sein als eine dritte Wiederholung.
05 / 06
Typische Stolperstellen deutscher Lernender
Vier Übertragungen aus dem Deutschen fallen im englischen Call besonders auf. Die erste ist „Ich höre Sie nicht“, wörtlich „I don’t hear you“. Gemeint ist „I can’t hear you“: Bei den Wahrnehmungsverben hear und see steht im Englischen üblicherweise „can“, weil es hier nicht um eine Gewohnheit geht, sondern darum, ob etwas gerade ankommt. Dasselbe gilt für „I can’t see your screen“. Die zweite betrifft „Sie sind stummgeschaltet“. Daraus wird gern „You are silent“ oder „You are mute“ – im Call heißt es aber „You’re on mute“, mit der festen Verbindung aus „on“ und dem Substantiv, ganz ähnlich wie bei „on hold“ und „on speaker“. Die dritte ist „Das Bild hängt“: „hang“ passt hier nicht, das englische Bild ist eingefroren, also „Your video is frozen“ oder „Your video has frozen“. Und die vierte betrifft „Sie sind weg“ – „You are away“ bedeutet eher „abwesend“ oder „verreist“. Im Call sagst du „We lost you“ oder „You dropped out.“ Ein Randhinweis noch: „Verbindung“ heißt hier „connection“; „binding“ und „compound“ gehören in ganz andere Zusammenhänge.
06 / 06
Der Kanal entscheidet: Standup, Team-Call, Kundengespräch
Die Wendungen bleiben dieselben, der Ton passt sich an. Im täglichen Remote-Standup darf es knapp sein: „You’re on mute“, „Say again?“, „Back in a sec“ – niemand erwartet hier einen ganzen Satz, und die Kürze hält das Meeting kurz. Im normalen Team-Call setzt du eine Entschuldigung davor, weil du jemanden unterbrichst: „Sorry, you’re breaking up.“ Im Kundengespräch steigt die Höflichkeitsstufe noch eine Stufe weiter, und die Diagnose wird zur Vermutung: „Sorry, I think the connection is unstable at my end – could you repeat the last part?“ Mit „I think“ und „at my end“ nimmst du die Schuld auf deine Seite, statt sie zur Kundin zu schieben; das kostet nichts und klingt deutlich angenehmer. Zwei Gewohnheiten helfen in allen drei Situationen. Erstens: Sag zuerst, was du wahrnimmst, und erst danach, was du vermutest – „I can’t hear you“ ist eine Tatsache, „you’re on mute“ ist eine Vermutung. Zweitens: Übe die Sätze laut, bis sie ohne Nachdenken kommen. Fang mit dreien an – „Can you hear me?“, „You’re on mute“ und „I’ll dial back in“ – und ergänze den Rest nach und nach.