Wie präsentierst du auf Englisch über Teams oder Zoom?
In drei Phasen. Richte zuerst den Bildschirm ein und prüfe die Sicht: „I'll share my screen now.“ – „Can everyone see my screen?“ Halte die Runde dann bei dir, indem du sagst, wie Fragen laufen: „Feel free to use the chat for questions.“ – „I'll pause after each section.“ Und schließe sauber ab: „I'll stop sharing now.“ – „I'll send the slides after the call.“ – „Over to you, Anna.“
- Ankündigen mit „I'll“ oder „I'm going to“: „I'll share my screen now“, nicht „I share now my screen“.
- Kontrollfragen mit „can“ und „everyone“: „Can everyone see my screen?“, „Can you hear me?“
- Übergeben in vier Wörtern: „Over to you, Anna“ – oder ausführlicher „I'll hand over to Anna“.
B1 · Präsentationen · 10 Min.Online präsentieren – Baustein für Baustein erklärt.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Bausteinen für Lernende auf B1-Niveau. Du hörst eine typische Eröffnung im Zusammenhang, lernst mit einem Tutor die Sätze für Bildschirmfreigabe, Chat und Übergabe und übst sie danach in interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- AblaufFreigeben – einbinden – übergeben
- Bausteine10 Bausteine
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Warum eine Online-Präsentation mehr Sprache braucht
Im Besprechungsraum erledigt dein Körper die halbe Moderation. Du siehst, wer nickt und wer die Stirn runzelt, du zeigst mit der Hand auf die Leinwand, und alle sehen, dass du zum Laptop greifst. Über Teams oder Zoom fällt das alles weg: Kacheln sind klein, Kameras bleiben aus, und niemand sieht, was du gerade auf deinem Rechner anklickst. Was dein Körper vorher übernommen hat, musst du online in Worte fassen. Deshalb besteht eine gute Online-Präsentation aus deutlich mehr Ansagen als eine Präsentation vor Ort: Du sagst, was du gleich tust, du fragst nach, ob es angekommen ist, und du sagst, wie die Runde reagieren soll. Das klingt am Anfang nach zu viel Redeaufwand. In Wahrheit sind es drei oder vier kurze Sätze, die du dir einmal einprägst und danach in jedem Meeting wieder benutzt. Genau diese Sätze stehen in dieser Lektion.
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Der Einstieg: Bildschirm ankündigen, Sicht prüfen
Die ersten Sekunden entscheiden, ob dir alle folgen können. Zwei Sätze reichen. Der erste kündigt an: "I'll share my screen now." Der zweite prüft: "Can everyone see my screen?" Hier steckt eine typische deutsche Hürde. „Alle“ steht im Deutschen gern allein als Subjekt – „Können alle meinen Bildschirm sehen?“ –, ein alleinstehendes englisches all klingt in dieser Frage förmlich und ungewohnt. Als Subjekt nimmst du everyone oder everybody: "Can everyone see my screen?" Ebenso wichtig ist can. Bei Wahrnehmungsverben wie see und hear fragt Englisch mit can: "Can you hear me?" – "Do you hear me?" ist zwar grammatisch, klingt im Ohr eines Muttersprachlers aber leicht nachdrücklich. Dazu passt ein dritter, freundlicher Satz für den Notfall: "Let me know if you lose me." Damit gibst du der Runde die Erlaubnis, dich zu unterbrechen, bevor die Hälfte abgehängt ist.
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Ankündigen statt übersetzen: will, going to und die Wortstellung
„Ich teile jetzt meinen Bildschirm.“ Dieser Satz wird im Kopf gern Wort für Wort übersetzt, und dabei gehen zwei Dinge schief. Erstens die Zeitform: Das deutsche Präsens deckt hier eine Ankündigung ab, das englische Present Simple tut das normalerweise nicht. Für etwas, das du in diesem Moment ankündigst, nimmst du "I'll share my screen" oder "I'm going to share my screen." Das reine "I share my screen" klingt eher nach einer Gewohnheit, es sei denn, du kommentierst Schritt für Schritt eine Vorführung. Zweitens die Wortstellung. Im Deutschen darf „jetzt“ zwischen Verb und Objekt stehen. Englisch hält Verb und Objekt zusammen; die Zeitangabe steht davor oder danach: "I'll share my screen now.", "Now I'll share my screen." Daraus wird sonst das verräterische "I share now my screen." Dasselbe Muster gilt für weitere Ansagen: "I'll put the agenda up first.", "I'll open a poll in a moment." Verb und Objekt bleiben zusammen, die Zeitangabe steht außen.
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Die Runde bei dir halten: Chat, Namen, Reaktionen
Online hörst du kein Gemurmel und siehst kein Stirnrunzeln, also musst du aktiv Signale einsammeln. Das einfachste Mittel ist der Chat: "Feel free to use the chat for questions." – eine feste Wendung mit Infinitiv, die freundlich klingt und niemanden zwingt, sich einzuschalten. Ein zweites Mittel ist die Zwischenpause: "I'll pause after each section for questions." Damit weiß die Runde, dass sie nicht sofort dazwischenrufen muss, und du behältst deine Struktur. Drittens die schnelle Abfrage: "Let's take a quick show of hands" oder "I'll drop a poll in the chat – just click one." Und viertens der Name. "Sabine, would you like to add anything here?" holt eine stille Gruppe zurück, weil plötzlich jemand konkret gemeint ist. Kündige eine Namensnennung lieber vorher an, etwa mit "I'll ask each of you for a quick reaction at the end." – dann wirkt sie einladend statt prüfend.
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Fragen steuern: jetzt beantworten oder parken
Sobald du Fragen einlädst, brauchst du auch einen Satz, um sie zu verschieben – sonst zerfällt dein Aufbau nach fünf Minuten. Der Standardsatz dafür lautet: "That's a good question – I'll come back to that in the Q&A." Er nimmt die Frage ernst, ohne dich aus dem Konzept zu bringen. Achte auf die Form: I'll für eine Zusage, die du in diesem Moment triffst, und come back to mit to. Wenn du eine Frage sofort beantwortest, sag das ebenfalls laut, damit die Runde die Regel versteht: "Let me take that one straight away, because it changes the next slide." Und wenn eine Frage im Chat steht, lies sie vor, bevor du antwortest: "Markus asks whether the pilot includes the Berlin team – yes, from March." Alle anderen sehen den Chat vielleicht nicht, und so bleibt dein Vortrag auch für Zuhörende nachvollziehbar, die nur zuhören.
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Abschließen und übergeben
Das Ende einer Online-Präsentation hat zwei Teile: den Bildschirm und die Person. Zum Bildschirm sagst du, was du tust, bevor das Bild verschwindet: "I'll stop sharing now." Nach stop steht die -ing-Form, wenn du die Tätigkeit beendest; "stop to share" hieße, dass du etwas anderes unterbrichst, um zu teilen. Dazu gehört die Zusage für später: "I'll send the slides after the call." oder "I'll put the deck in the chat now." Der zweite Teil ist die Übergabe, und sie ist kürzer, als Deutschsprachige erwarten: "Over to you, Anna." Vier Wörter, kein Verb. Etwas förmlicher geht auch "I'll hand over to Anna, who will take you through the timeline." Die wörtliche Übertragung von „Ich gebe an Anna weiter“ ergibt im Englischen dagegen nichts: "I give over to Anna" versteht niemand, während "I'll hand you over to Anna" funktioniert, wenn du die Runde ansprichst – „you“ sind dann die Zuhörenden.
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Wo diese Lektion endet und die nächste beginnt
Diese Lektion behandelt das Moderieren einer Online-Präsentation: Bildschirmfreigabe, Orientierung, Chat und Beteiligung, das Steuern von Fragen und die Übergabe. Sie behandelt nicht die Technikpannen selbst – abgehackter Ton, eingefrorenes Bild, jemand ist stummgeschaltet. Dafür gibt es Tech Problems in Video Calls (B1), und die Sätze dort ergänzen deine Ansagen, wenn die Verbindung wackelt. Wie du überhaupt in eine Präsentation einsteigst, dich vorstellst und dein Thema ankündigst, gehört zu Opening a Presentation (B1); diese Lektion setzt dort an, wo der Bildschirm dazukommt. Und wenn die Fragerunde am Ende wirklich losgeht, brauchst du die Sprache zum Nachfragen, Umformulieren und höflichen Ausweichen aus Handling Questions (Q&A) (B2). In einer echten Videokonferenz greifen alle drei ineinander. Beim Lernen nimmst du sie am besten nacheinander, und du findest sie unten auf dieser Seite verlinkt.