Wie führe ich eine Telefonkonferenz auf Englisch?
Mit drei Aufgaben, die ohne Gesichter zu Worten werden: dich beim Einwählen zu erkennen geben („Hi, it's Anna from Hamburg.“), dir das Wort holen und dabei deinen Namen nennen („This is Anna — can I come in here?“) und am Ende prüfen und dich abmelden („I need to drop off in five minutes. Thanks everyone, speak soon.“).
- Aufgabe 1 – einwählen und die Runde prüfen: „Hi, it's Anna from Hamburg.“, „Who's just joined?“, „Is everyone on the line?“
- Aufgabe 2 – sprechen ohne Blickkontakt: Namen nennen („This is Anna — can I come in here?“, „Tom, what's your view?“) und bei schlechter Leitung nachfragen.
- Aufgabe 3 – prüfen und gehen: „Can I just check I've understood…“, „I need to drop off in five minutes.“, „Thanks everyone, speak soon.“
B1 · Telefonieren · 10 Min.Telefonkonferenz auf Englisch – Baustein für Baustein.
Eine klar aufgebaute Lektion für Lernende auf B1-Niveau. Du hörst den Einstieg in eine Telefonkonferenz im Zusammenhang, lernst die drei Aufgaben mit einem Tutor kennen und übst sie anschließend in interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB1 · Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenSprechen, Hören, Wortschatz, Redemittel
- Bausteine10 Bausteine
01 / 06
Warum eine Telefonkonferenz schwerer ist als ein Anruf zu zweit
Eine Telefonkonferenz ist ein Anruf, bei dem sich mehrere Menschen in dieselbe Leitung einwählen und niemand jemanden sieht. Genau das macht sie anspruchsvoller als ein Gespräch zu zweit. Sind nur zwei Personen im Gespräch, ist immer klar, wer gerade spricht und wer als Nächstes dran ist. Sitzen fünf oder sechs Leute in derselben Konferenz, fällt diese Klarheit weg: Du hörst eine Stimme, aber du weißt nicht sofort, wem sie gehört. Du willst etwas sagen, aber du siehst nicht, ob jemand anders gerade Luft holt. Und wenn jemand still bleibt, kannst du nicht erkennen, ob die Person nachdenkt, abgelenkt ist oder die Verbindung verloren hat. Das Englische löst das nicht mit Grammatik, sondern mit einer Handvoll fester Wendungen, die im Gespräch die Arbeit deiner Augen übernehmen. Drei Aufgaben musst du dabei sprachlich erledigen: dich beim Einwählen zu erkennen geben, dir das Wort holen und wieder abgeben, und am Ende prüfen, ob alles angekommen ist, bevor du dich abmeldest. Diese Lektion geht sie der Reihe nach durch.
02 / 06
Aufgabe 1: Einwählen und die Runde prüfen
Wenn du dich einwählst, hörst du entweder schon Stimmen oder gar nichts. In beiden Fällen sagst du als Erstes, wer du bist. Die übliche Meldeformel lautet „Hi, it's Anna from Hamburg.“ Genauso natürlich ist „This is Anna from Hamburg.“ – „It's“ klingt etwas lockerer, „This is“ etwas förmlicher, und beide sind in Konferenzen gebräuchlich. Sind mehrere Standorte oder Firmen beteiligt, hängst du gleich an, wofür du stehst: „It's Anna from Hamburg, from the logistics team.“ Danach kommt die Runde. Wer die Konferenz leitet, fragt „Is everyone on the line?“, und nach jedem Signalton „Who's just joined?“ Aber auch als Teilnehmende darfst du fragen, wenn du wissen willst, ob die Person schon dabei ist, auf die du wartest: „Is Tom on the call yet?“ Fehlt jemand, bringt ein einziger Satz die Gruppe zu einer Entscheidung statt zu unangenehmem Schweigen: „Shall we wait a couple more minutes?“ Wer sich gleich zu Beginn einmal gemeldet hat, muss sich später nicht mehr erklären.
03 / 06
Aufgabe 2: Das Wort ergreifen, ohne gesehen zu werden
Im Gespräch zu zweit reicht ein Blick, um zu zeigen, dass du etwas sagen möchtest. In der Konferenz musst du das aussprechen. Die einfachste und wirksamste Gewohnheit lautet deshalb: Nenne deinen Namen, bevor du sprichst. „This is Anna — can I come in here?“ oder kurz „Anna here — one thought on that.“ So weiß die Runde sofort, wessen Stimme sie hört, und niemand muss raten. Genauso wichtig ist die Gegenrichtung: Sprich die Menschen mit Namen an, von denen du eine Antwort willst. „What do you think?“ kann in einer Gruppe mehrdeutig sein, „Tom, what's your view?“ dagegen nicht. Und weil du nicht siehst, wer gerade Luft holt, fangt ihr manchmal gleichzeitig an. Dafür gibt es eine Wendung, die das in einer Sekunde auflöst: „Sorry, go ahead.“ Ist die Leitung schlecht, bitte lieber sofort um eine Wiederholung, statt zu hoffen, dass sich die Lücke von selbst schließt: „Could you say that again? The line's not great.“ oder „Sorry, you're breaking up a little.“
04 / 06
Aufgabe 3: Verstehen prüfen und sich abmelden
Am Telefon gehen Zahlen, Namen und Zuständigkeiten schnell verloren, und in einer Gruppe nickt niemand sichtbar. Deshalb gehört vor das Ende jeder Telefonkonferenz eine kurze Kontrollschleife. „Can I just check I've understood…“ leitet sie höflich ein, danach liest du die Kernpunkte laut zurück: „…we ship on the fifteenth, and Tom sends the figures on Monday?“ Wer widersprechen muss, kann es jetzt tun, solange alle zusammen sind. Für dein eigenes Gehen gibt es zwei Fälle. Weißt du es vorher, kündige es an, solange die Runde noch vollzählig ist: „I need to drop off in five minutes.“ Damit kann die Gruppe wichtige Punkte vorziehen. Kommt es plötzlich, sagst du es kurz und mit einem Grund: „Sorry, I'll have to leave the call now – I've got another meeting.“ Und zum Schluss die Verabschiedung, die in Gruppengesprächen gut passt: „Thanks everyone, speak soon.“ Bleibt ein nächster Schritt offen, halte ihn ebenfalls fest: „So I'll send the notes round this afternoon.“
05 / 06
Typische Fehler deutschsprachiger Lernender
Drei Gewohnheiten fallen bei deutschsprachigen Teilnehmenden besonders auf. Erstens die Meldeformel: Aus „Hier ist Anna“ oder „Hier spricht Anna“ wird leicht „Here is Anna“ oder „Here speaks Anna“. „Here speaks Anna“ ist im Englischen keine übliche Meldeformel am Telefon, und „Here is Anna“ ist zwar ein möglicher englischer Satz, stellt aber eher jemand anderen vor, als dass du dich damit selbst meldest. Am Telefon heißt es „It's Anna“ oder „This is Anna“. Zweitens die Präposition: Verbunden zu sein heißt „on the line“ oder „on the call“, nicht „in the line“ – „in the line“ klingt im Englischen eher nach einer Warteschlange. Also „Is Tom still on the call?“ und „We're all on the line now.“ Und drittens das Wort „Telko“: Es ist eine deutsche Kurzform. Das englische „telco“ steht für ein Telekommunikationsunternehmen, deshalb sagst du auf Englisch „conference call“, „dial-in“ oder einfach „the call“. „Let's set up a call for Thursday“ ist die neutrale englische Formulierung.
06 / 06
Wortschatz und Register am Konferenztelefon
Ein paar Wörter tauchen in Einwahlkonferenzen immer wieder auf. Du wählst dich ein – „to dial in“ –, meist mit einer „dial-in number“ und einem „access code“ oder einer „PIN“. Wer die Konferenz leitet, ist „the host“ oder „the chair“; die Punkte, die besprochen werden, stehen auf „the agenda“. Für Tonprobleme brauchst du „The line's not great“, „You're breaking up“ und „I can't hear you very well“. Stören Geräusche im Hintergrund, ist der übliche Hinweis „Could you mute your line while you're not speaking?“ – kurz, sachlich und ohne Vorwurf. Zum Register: „Hi everyone“ passt in vielen Firmenkonferenzen, „Good morning, everyone“ ist die förmlichere Variante für Kundinnen und Kunden. „I need to drop off“ ist neutral und nicht unhöflich, „I'll have to leave the call now“ klingt etwas förmlicher. Und die Verabschiedung „Thanks everyone, speak soon“ funktioniert in beide Richtungen: freundlich genug für Kolleginnen und Kollegen, höflich genug für externe Gäste.