Welche Signalwörter gehören zum Will Future?
Zum Will Future gehören Zeitmarker wie tomorrow, next week, soon, in 2030 und in the future sowie Meinungsmarker wie I think, I hope, probably, perhaps, maybe und I'm sure. Auch spontane Entscheidungen und Versprechen im Moment des Sprechens verlangen will.
- Zeitmarker: tomorrow, next week/month/year, soon, in 2030, in the future.
- Meinungsmarker: I think, I hope, probably, perhaps, maybe, I'm sure.
- Englisch will ≠ deutsch „will“: „He will call“ heißt „er wird anrufen“, nicht „er will anrufen“.
A2 · Signalwörter · 10 Min.Signalwörter für das Will Future – Gruppe für Gruppe erklärt.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A2-Niveau. Du hörst die Signalwörter im Business-Kontext, lernst die drei Gruppen mit einem Tutor kennen und übst sie in sechs interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest mit sechs Fragen folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauA2 · Grundstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenGrammatik, Hören, Schreiben, Sprechen
- Bausteine10 Bausteine
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Was Signalwörter beim Will Future leisten
Das Will Future ist die englische Zeitform für Vorhersagen, Versprechen, Angebote und spontane Entscheidungen. Gebildet wird es mit will plus der Grundform des Verbs – für alle Personen gleich: I will go, she will go, they will go. Signalwörter sind die kleinen Marker, die dir verraten, dass ein Satz dorthin unterwegs ist. Sie treten in zwei Familien auf. Zeitmarker wie tomorrow, next week, soon und in 2030 legen die Handlung hinter den Moment des Sprechens. Meinungs- und Wahrscheinlichkeitsmarker wie I think, probably und I'm sure zeigen, dass du etwas voraussagst und nicht berichtest. Der dritte Auslöser ist gar kein Wort, sondern eine Situation: die Entscheidung, die du triffst, während du sprichst. Das Telefon klingelt, und du sagst „I'll get it“ – weit und breit kein Signalwort, und trotzdem ist will die einzige natürliche Wahl. Lerne die Marker und diese eine Situation, und die meisten Zukunftssätze wählen ihre Zeitform für dich.
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Gruppe 1 – Zeitmarker: tomorrow, next week, soon, in 2030
Zeitmarker sind die sichtbarste Gruppe: tomorrow, next week, next month, next year, soon, in 2030 und das weite in the future. Sie alle legen die Handlung hinter den Moment des Sprechens. Eine ehrliche Warnung gehört dazu: Ein Zeitmarker allein erzwingt will nicht, denn Englisch hat mehrere Zukunftsformen. „I'm flying to Berlin tomorrow“ steht im Present Continuous, weil ein fester Termin dahintersteht. Die Faustregel: Wenn hinter dem Satz kein fester Plan steckt – eine Prognose, eine Vermutung, ein Versprechen –, ist der Zeitmarker plus will die natürliche Paarung. „Prices will rise next year.“ „The new system will be ready soon.“ „I'll send you the report tomorrow.“ In geschäftlichen E-Mails und Telefonaten erledigt genau diese Kombination die Alltagsarbeit: Fristen (by Friday), Follow-ups (next week) und langfristige Prognosen (in 2030) laufen fast immer über will. Siehst du ein Zukunftswort und keinen festen Plan, greif zuerst zu will.
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Gruppe 2 – Meinung und Wahrscheinlichkeit: I think, probably, I'm sure
Die zweite Familie nennt gar keine Zeit – sie nennt, wie sicher du bist. I think, I hope, I expect, I'm sure, probably, perhaps und maybe leiten Vorhersagen ein, und Vorhersagen sind das Heimatrevier von will. „I think the client will accept the offer.“ „Perhaps we'll need more time.“ „I'm sure the presentation will go well.“ Zwei Details lohnen das Einüben. Erstens die Position: probably und definitely stehen nach will – „It will probably work“ –, aber vor won't: „It probably won't work.“ Zweitens sind diese Marker deine Höflichkeitswerkzeuge in Meetings. Ein bloßes „Sales will fall“ klingt wie ein Urteil; „I think sales will fall“ oder „Sales will probably fall“ kennzeichnet die Aussage als deine Einschätzung und hält die Diskussion offen. Das Deutsche macht dieselbe Abmilderung mit „wohl“, „wahrscheinlich“ und „ich denke“ – der Mechanismus überträgt sich also eins zu eins, nur die Wortstellung um won't ist für dich neu.
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Gruppe 3 – Spontane Entscheidungen, Versprechen und die Grenze zu going to
Der dritte Auslöser für will ist eine Situation, kein Wort: Du entscheidest dich im Moment des Sprechens. Jemand bittet um den Bericht, und du antwortest „I'll send it right away.“ Eine Kollegin kämpft mit einer Kiste – „I'll give you a hand.“ Angebote, Versprechen und spontane Reaktionen laufen alle über will, meist zur Kurzform 'll verkürzt. Die wichtige Grenze verläuft zwischen will und going to. Stand die Entscheidung schon vor dem Gespräch fest, bevorzugt Englisch going to: „We're going to launch the product in May“ – dieser Plan wurde vor Wochen gefasst. Vergleiche: „The printer's broken.“ – „Really? I'll call support.“ (in dieser Sekunde entschieden) gegenüber „I'm going to call support this afternoon“ (schon länger geplant). Die Signalfrage lautet schlicht: Wann fiel die Entscheidung? Jetzt → will. Vorher → going to. Dein deutsches Sprachgefühl hilft dir hier nicht weiter, denn das Deutsche verwendet für beide Fälle bequem dasselbe Präsens.
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Die deutschen Fallen: will ist ein falscher Freund – und das Präsens täuscht
Zwei Übertragungsfehler aus dem Deutschen betreffen genau diese Lektion. Erstens der falsche Freund: Das englische will ist ein Hilfsverb für die Zukunft, das deutsche „will“ ist eine Form von wollen. „He will call you“ heißt „Er wird dich anrufen“ – nicht „er will dich anrufen“. Wer Wollen ausdrücken möchte, braucht want to: „He wants to call you.“ Diese Verwechslung stört in beide Richtungen: Deutschsprachige lesen in eine englische Zusage einen bloßen Wunsch hinein, und umgekehrt klingt „I will…“ für deutsche Ohren schwächer, als es ist – im Englischen ist es eine echte Zusage. Zweitens die Präsens-Falle: Deutsch drückt Zukunft bequem mit der Gegenwartsform aus – „Ich schicke es morgen.“ Überträgst du das wörtlich, entsteht „I send it tomorrow“, und das ist in dieser Situation falsch. Ein persönliches Versprechen verlangt will: „I'll send it tomorrow.“ Das Present Simple bleibt im Englischen Fahrplänen und festen Programmen vorbehalten, etwa „The train leaves at 9.“
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Das Will Future im Beruf
Im Berufsalltag ist das Will Future deine Zusage-Zeitform. Am Telefon versprichst du konkrete Ergebnisse: „I'll send you the report by Friday.“ „I'll get back to you tomorrow morning.“ Die Kurzform 'll ist hier Standard – das volle „I will send“ klingt schnell übertrieben feierlich. In Meetings und Präsentationen trägt will die Prognosen: „Revenue will grow by five percent.“ „The new process will save us two days per order.“ Kombiniert mit einem Wahrscheinlichkeitsmarker wird daraus eine vorsichtige, professionelle Einschätzung: „This will probably take until March.“ Und beim Planen nächster Schritte mit Kunden schließt will das Gespräch: „I'll prepare the offer, and we'll speak again next week.“ Ein Detail für dein Sprachgefühl: Eine Zusage mit will gilt im Englischen als verbindlich. Wer „I'll call you tomorrow“ sagt und nicht anruft, hat ein kleines Versprechen gebrochen – nimm die Formel deshalb genauso ernst wie ein deutsches „Ich melde mich morgen“ und plane sie entsprechend ein.