Welche Signalwörter gehören zum Present Continuous?
Zum Present Continuous gehören Wörter für genau jetzt (now, right now, at the moment), Wörter für einen vorübergehenden Zeitraum (today, this week, currently, these days) und Aufmerksamkeits-Rufe (Look!, Listen!). Die Form ist immer am/is/are + Verb-ing.
- Genau jetzt: now, right now, at the moment.
- Vorübergehend: today, this week, currently, these days.
- Aufmerksamkeit: Look! und Listen! – Form: am/is/are + Verb-ing.
A1 · Signalwörter · 10 Min.Die Signalwörter des Present Continuous – Baustein für Baustein.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf A1-Niveau. Du hörst ein typisches Signalwort im Zusammenhang, lernst die drei Gruppen mit einem Tutor kennen und übst sie anschließend in sechs interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest mit fünf Fragen folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauA1 · Anfänger
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenGrammatik, Hören, Schreiben, Sprechen
- Bausteine10 Bausteine
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Was Signalwörter für dich tun
Signalwörter sind kleine Zeitangaben und Rufe, die dir verraten, welche Zeitform ein englischer Satz braucht. Du musst den Satz nicht komplett analysieren; oft genügt ein Blick auf ein einziges Wort. Steht „right now“ am Ende oder „Listen!“ am Anfang, weißt du sofort: Hier läuft etwas in genau diesem Moment, und dafür verwendet Englisch das Present Continuous. Das ist besonders für Anfänger wertvoll, denn im Deutschen musst du diese Entscheidung nie treffen – dazu gleich mehr. Signalwörter funktionieren wie Verkehrsschilder: Sie stehen gut sichtbar im Satz und zeigen dir die Richtung, bevor du losfährst. In dieser Lektion lernst du die Schilder für das Present Continuous kennen, sortiert in drei Gruppen: Wörter für genau jetzt, Wörter für einen vorübergehenden Zeitraum und Aufmerksamkeits-Rufe. Wichtig ist dabei eine ehrliche Einschränkung: Signalwörter sind starke Hinweise, keine Naturgesetze. Sie treffen in den allermeisten Sätzen zu, aber es gibt Ausnahmen, die du später kennenlernen wirst. Für den Anfang gilt trotzdem: Wer die Signale kennt, wählt die richtige Zeitform fast automatisch – und genau dieses Automatische ist das Ziel.
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Die drei Gruppen im Überblick
Die erste Gruppe sind die Jetzt-Wörter: „now“, „right now“ und „at the moment“. Sie zeigen auf genau diesen Augenblick. „I'm working on the report right now“ bedeutet: Ich sitze in dieser Sekunde daran. Die zweite Gruppe beschreibt einen vorübergehenden Zeitraum: „today“, „this week“, „currently“ und „these days“. Hier läuft die Handlung nicht unbedingt in dieser Sekunde, aber sie ist zeitlich begrenzt und gerade aktuell: „The team is testing the new system this week“ – nächste Woche ist der Test vorbei. „Currently“ ist dabei das förmlichste Wort der Gruppe und taucht besonders oft in beruflichen Status-Updates und E-Mails auf. Die dritte Gruppe sind die Aufmerksamkeits-Rufe „Look!“ und „Listen!“. Sie sind streng genommen keine Zeitangaben, aber sie zeigen immer auf etwas, das gerade passiert und das man sehen oder hören kann: „Listen! The phone is ringing.“ Alle drei Gruppen führen zur selben Form: am, is oder are plus Verb mit -ing. Wenn du dir nur eine Sache aus dieser Lektion merkst, dann diese Dreiteilung – jetzt, vorübergehend, Achtung – und die Form dahinter.
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Die Form: am / is / are + Verb-ing
Das Present Continuous besteht immer aus zwei Bausteinen, und beide sind Pflicht. Baustein eins ist eine Form von „be“: „am“ nach „I“, „is“ nach „he“, „she“, „it“ und Einzelpersonen oder -dingen, „are“ nach „you“, „we“, „they“ und Mehrzahlwörtern. Baustein zwei ist das Verb mit der Endung -ing: „working“, „testing“, „playing“. Beide zusammen ergeben „I am working“, „the team is testing“, „they are playing“. In der gesprochenen Sprache verschmilzt „be“ fast immer mit dem Subjekt: „I'm working“, „she's testing“, „we're playing“. Zwei typische Anfängerfehler entstehen, wenn einer der beiden Bausteine fehlt: „I working on the report“ hat kein „be“, „I'm work on the report“ hat kein -ing. Beide Sätze sind falsch, und beide klingen für englische Ohren sofort auffällig. Präge dir deshalb das Paar als Einheit ein: be + -ing, niemals nur eine Hälfte. Bei der Schreibung gibt es kleine Anpassungen – aus „make“ wird „making“, aus „sit“ wird „sitting“ –, aber das Prinzip bleibt in jedem Satz identisch: erst die passende Form von be, dann das Verb mit -ing.
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Die deutsche Falle: „Ich arbeite gerade“ ist nur eine Form
Hier liegt die größte Stolperstelle für deutschsprachige Lernende: Das Deutsche hat keine eigene Verlaufsform. „Ich arbeite“ und „Ich arbeite gerade“ benutzen dasselbe Verb in derselben Form – nur das Wörtchen „gerade“ macht den Unterschied. Englisch dagegen verlangt zwei verschiedene Grammatiken: „I work“ für Gewohnheiten und „I'm working“ für den Moment. Weil dein Sprachgefühl aus dem Deutschen nur eine Form kennt, entsteht der typische Fehler „I work now“ statt „I'm working now“. Genau hier helfen dir die Signalwörter: Sie übernehmen die Rolle, die im Deutschen „gerade“ spielt, und erinnern dich daran, auf be + -ing umzuschalten. Dazu kommt ein zweiter Klassiker: der falsche Freund „aktuell“. Das deutsche „aktuell“ heißt auf Englisch „currently“ oder „at the moment“ – niemals „actually“. „Actually“ bedeutet „eigentlich“ oder „tatsächlich“ und ist kein Zeitwort. Wer in einer Besprechung sagt „Actually we are testing the system“, sagt damit „Eigentlich testen wir das System“ – eine ganz andere Aussage als geplant. Merke dir das Paar deshalb aktiv: aktuell → currently, actually → eigentlich.
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Continuous-Signale und Simple-Signale im Vergleich
Signalwörter entfalten ihren vollen Wert erst im Kontrast. Das Present Simple hat nämlich seine eigenen Signale: „always“, „usually“, „often“, „sometimes“, „never“, „every day“. Diese Wörter beschreiben Gewohnheiten und Routinen – Dinge, die immer wieder passieren, aber nicht unbedingt jetzt. Stell die beiden Listen nebeneinander, und der Unterschied wird greifbar: „I usually work in the office“ (Gewohnheit, Present Simple), aber „I'm working from home today“ (vorübergehend, Present Continuous). Beide Sätze können sogar direkt hintereinander stehen, und genau so sprechen Muttersprachler tatsächlich: erst die Regel, dann die aktuelle Ausnahme. Eine Warnung gehört zur Wahrheit dazu: Wörter wie „today“ und „this week“ sind schwächere Signale als „right now“. Sie können auch in Simple-Sätzen auftauchen, etwa „I have a meeting today“. Entscheidend ist die Frage dahinter: Beschreibst du eine laufende oder vorübergehende Handlung – oder einen Fakt und Termin? Für A1 reicht die Faustregel: Jetzt-Wörter und „Look!/Listen!“ führen praktisch immer zum Continuous; bei Zeitraum-Wörtern prüfe kurz, ob gerade etwas im Gange ist.
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Im Beruf: Status-Updates und Telefon-Smalltalk
Kaum eine Struktur wirst du im Berufsalltag so häufig brauchen wie das Present Continuous mit seinen Signalwörtern. Der Grund: Status-Updates beschreiben fast immer laufende, vorübergehende Arbeit. „I'm working on the report“ sagt der Kollegin, wo du gerade stehst. „The team is testing the new system this week“ ist der klassische Satz aus dem Wochen-Meeting. „We're currently reviewing your offer“ ist die höfliche, förmliche Variante für E-Mails an Kunden – hier zeigt sich, warum „currently“ das Lieblingswort der Geschäftswelt ist. Auch am Telefon trägt dich diese Struktur durch die ersten Sekunden: „Sorry, I'm driving right now – can I call you back?“ oder die freundliche Einstiegsfrage „How are things going?“ mit der Antwort „We're moving offices at the moment, so it's a bit chaotic.“ Übe diese Sätze als fertige Bausteine, nicht Wort für Wort. Wer drei oder vier solcher Update-Sätze auswendig abrufen kann, klingt im Meeting sofort sicherer – und erkennt die Signalwörter auch beim Zuhören schneller, wenn andere über ihre laufenden Projekte sprechen.