Simmonds · Lego Principle
B1 · Business Writing · 10 min · 10 Bausteine

Formal vs Informal Emails

Englisch kennt kein Sie. Höflichkeit entsteht allein durch Wortwahl – lerne, wann „Dear Ms Weber“ passt und wann „Hi Anna“.

Der eine Satz, den du dir merken wirst
Dear Ms Weber, I am writing to enquire whether we could postpone Thursday's meeting.
Dieselbe Nachricht an eine Kollegin: „Hi Anna, can we push Thursday's meeting?“
Von Simmonds·Ohne Anmeldung·Kostenlos testen·Ca. 10 Minuten
James · Dein TutorHallo — ich begleite dich in weniger als zehn Minuten durch diese Lektion. Bereit?
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Was unterscheidet formelle und informelle E-Mails auf Englisch?

Englisch hat kein Du und Sie – das Register entsteht allein durch Wortwahl: Anrede und Grußformel, volle Formen oder Kurzformen, lateinische Verben statt Phrasal Verbs. Formell schreibst du „Dear Ms Weber … Kind regards“, informell „Hi Anna … Best“.

  • Formell: „Dear + Ms/Mr + Nachname“, keine Kurzformen, „Kind regards“.
  • Informell: „Hi + Vorname“, Kurzformen, Phrasal Verbs, „Best“.
  • Im Zweifel neutral-professionell schreiben – nie unhöflich, nie steif.

Stand: Juli 2026

B1 · Geschäftskorrespondenz · 10 Min.

Formell oder informell? Englische E-Mail-Register im Griff.

Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf B1-Niveau. Du hörst formelles Register im Zusammenhang, lernst die Skala von formell bis informell mit einem Tutor kennen und übst Anreden, Grußformeln und Verbwahl in sechs interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest mit fünf Fragen folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.

  • GER-NiveauB1 · Mittelstufe
  • BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
  • KompetenzenSchreiben, Lesen, Hören, Sprechen
  • Bausteine10 Bausteine

Vertiefung — Folie für Folie →

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Warum englische E-Mails anders funktionieren

Im Deutschen steckt die Höflichkeit in der Grammatik: Du entscheidest dich für du oder Sie, bevor du überhaupt einen Satz geschrieben hast. Das Englische hat diesen Schalter abgeschafft. Jede Person, an die du schreibst – die Geschäftsführerin, der neue Kunde, dein engster Kollege – ist grammatisch einfach you. Das heißt aber nicht, dass Englisch keine Höflichkeit kennt. Sie hat nur keinen anderen Platz als die Wörter selbst: die Anrede, die Grußformel, die Verben, die Frage, ob du I am zu I'm verkürzt. Genau deshalb verschätzen sich deutsche Lernende so oft im Ton ihrer englischen E-Mails – sie suchen den einen großen Schalter und finden keinen, obwohl das Englische stattdessen Dutzende kleine anbietet. Sobald du Register als Skala begreifst – formell, neutral, informell – statt als Ja-Nein-Entscheidung, werden englische E-Mails deutlich leichter zu steuern.

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Die Bauteile: Anrede, Grußformel, Kurzformen

Das Register einer E-Mail entsteht aus wenigen, immer gleichen Bauteilen. Zuerst die Anrede: Dear Ms Weber ist formell, Hello Anna neutral, Hi Anna informell – und im britischen Englisch folgt nach dem Namen ein Komma, kein Ausrufezeichen. Die Grußformel spiegelt die Anrede: Yours sincerely und Kind regards stehen am formellen Ende, Best regards in der Mitte, Best oder Cheers unter Kolleginnen und Kollegen. Dazwischen arbeiten die Kurzformen im Stillen: Eine formelle E-Mail schreibt I am writing und do not hesitate, während neutrale und informelle E-Mails ganz natürlich verkürzen (I'm, don't, can't). Die wichtigste Regel heißt Konsistenz. Eine E-Mail, die mit Dear Ms Weber beginnt und mit Cheers endet, sendet zwei widersprüchliche Signale – und dein Gegenüber bemerkt das sofort. Lege dein Register fest, bevor du zu tippen beginnst, und lass dann jeden Teil – Anrede, Text, Grußformel – auf derselben Stufe sitzen.

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Verbwahl: Phrasal Verbs gegen lateinische Verben

Der englische Wortschatz besteht aus zwei historischen Schichten, und das E-Mail-Register verläuft genau entlang dieser Grenze. Kurze germanische Phrasal Verbs – put off, set up, find out, get back to – sind die Sprache des Gesprächs. Ihre lateinisch-französischen Gegenstücke – postpone, arrange, enquire, respond – tragen das formelle Register. Eine Kollegin liest also Can we put the call off?, eine Kundin dagegen I would like to postpone the call. Weitere verlässliche Paare: ask forrequest, look intoinvestigate, needrequire, helpassist. Zwei Warnungen gehören dazu. Erstens: Neutrales Geschäftsenglisch nutzt Phrasal Verbs völlig selbstverständlich – follow up, reach out und set up a call sind absolut professionell. Zweitens: Gestapelte lateinische Verben machen dich nicht kompetenter, nur distanzierter. Ein Text voller herewith und aforementioned wirkt altmodisch, nicht höflich. Setze ein bis zwei formelle Verben dort, wo sie zählen, und halte den Rest des Satzes schlicht.

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Typische deutsche Fehler: „Dear Sirs“ und „Hello Mr Thomas“

Die meisten Registerfehler deutscher Muttersprachler entstehen durch direkte Übertragung deutscher Konventionen. Der Klassiker ist Dear Sirs als Übersetzung von „Sehr geehrte Damen und Herren“ – im modernen Geschäftsenglisch wirkt das veraltet und spricht nur Männer an. Schreib stattdessen an eine namentlich bekannte Person, nutze Dear Sir or Madam oder adressiere das Team (Dear Hiring Team). Die zweite Falle ist die Mischung aus Titel und Vornamen: Hello Mr Thomas für einen Mann namens Thomas Becker. Mr und Ms gehören vor den Nachnamen – Dear Mr Becker –, nie vor den Vornamen. Drittens die generelle Überförmlichkeit: Die deutsche Geschäftskultur hält mehr zeremonielle Distanz als die englische, deshalb klingt eine wörtlich übersetzte deutsche E-Mail oft kühler als beabsichtigt. Englische Geschäftsmails sind von Haus aus wärmer; ein Hello plus Vorname ist nach dem ersten Kontakt keine Respektlosigkeit. Und schließlich: gemischte Register – formelle Anrede, dann asap und Smileys – wirken nachlässig, nicht locker.

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Das richtige Register wählen: neue Kundin oder alte Kollegin?

Welches Register passt zu welcher Situation? Die erste E-Mail an eine neue Kundin, eine Bewerbung, eine Beschwerde oder eine Nachricht an eine ranghohe Person, die du nie getroffen hast: formell. Laufende Zusammenarbeit mit bekannten Kunden und Partnern: neutral-professionell – hier spielt sich der Großteil echter Geschäftskorrespondenz ab. Kurze Nachrichten an Kolleginnen und Kollegen, mit denen du täglich sprichst: informell ist in Ordnung und oft sogar erwartet. Zwei Gewohnheiten machen die Entscheidung leicht. Erstens: Im Zweifel neutral – Hello plus Vorname, Kurzformen, Best regards. Das ist nie unhöflich und nie steif. Zweitens: Spiegle dein Gegenüber. Unterschreibt eine Kundin nach zwei Runden mit Best, Claudia, darfst du eine Stufe heruntergehen und ebenso antworten; bleibt sie bei Kind regards, Claudia Weber, bleibst du auch formell. Register ist ein Beziehungssignal – und die ranghöhere Seite das Niveau bestimmen zu lassen, ist im englischen Geschäftsleben die sicherste Strategie.

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Höflich absagen – in beiden Registern

Beim Absagen zeigt sich das Register am deutlichsten, denn eine Absage trifft härter als eine Bitte. Das Englische polstert Absagen mit festen Wendungen, und jedes Register hat seine eigenen. Formell, an eine Kundin: Unfortunately, I am unable to attend the meeting on Thursday. Would it be possible to reschedule? – beachte unable to statt can't und die Frage statt eines glatten Neins. Neutral: I'm afraid Thursday doesn't work for me — could we look at Friday instead? Die Wendung I'm afraid ist eines der fleißigsten Höflichkeitswerkzeuge des Englischen und passt in fast jedes Register. Informell, an einen Kollegen: Sorry, can't make Thursday — Friday OK? Alle drei Nachrichten sagen dasselbe Meeting ab, und keine benutzt das Wort no. Genau dieses Muster lohnt sich zu kopieren: In englischen Geschäftsmails lehnst du ab, indem du eine Alternative anbietest – das Register bestimmt nur, wie viel Polsterung darum liegt.

Arbeitsblatt: Formal vs Informal Emails (PDF)3 Seiten · am Bildschirm ausfüllbar oder ausdrucken · mit LösungsschlüsselPDF herunterladen

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