B2 · Geschäftskorrespondenz · 10 Min.Der Bericht auf Englisch – Baustein für Baustein erklärt.
Eine klar aufgebaute Lektion mit zehn Folien für Lernende auf B2-Niveau. Du hörst den Kern eines Berichts im Zusammenhang, lernst mit einem Tutor die drei Bausteine kennen – Zweck nennen, Ergebnisse darstellen, Empfehlungen geben – und übst sie anschließend in interaktiven Aufgaben, bevor ein Abschlusstest folgt. Der gesamte Lernweg dauert weniger als zehn Minuten und funktioniert ohne Anmeldung.
- GER-NiveauB2 · Obere Mittelstufe
- BearbeitungszeitEtwa 10 Minuten
- KompetenzenSchreiben, Wortschatz, Hören, Business-Englisch
- Bausteine10 Bausteine
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Was ein Bericht leisten muss
Ein Bericht im Unternehmen richtet sich oft an jemanden, der eine Entscheidung treffen muss und wenig Zeit dafür hat. Oft ist das eine Führungskraft, die den Bericht zwischen zwei Terminen öffnet, den ersten Absatz liest, die Überschriften überfliegt und dann zu den Empfehlungen springt. Ein guter Bericht ist genau für diese Art zu lesen gebaut. Er sagt am Anfang, wozu er da ist, er trennt Fakten von Schlussfolgerungen, und er endet mit klaren Vorschlägen, denen man zustimmen oder die man ablehnen kann. Daraus ergeben sich drei Bausteine. Baustein eins nennt den Zweck und kurz, woher die Informationen stammen. Baustein zwei stellt die Ergebnisse dar: Fakten, Zahlen und das, was sie nahelegen. Baustein drei gibt die Empfehlungen: was als Nächstes geschehen soll und wer es tun soll. Viele Firmen erwarten dazu Überschriften wie „Introduction“, „Findings“ und „Recommendations“, manchmal mit einer kurzen Zusammenfassung ganz oben – halte dich an das Format, das in deinem Unternehmen üblich ist. In der kürzesten Form trägt schon ein einziger Satz alle drei Bausteine: „The aim of this report is to assess our flexitime scheme: the survey shows that 68% of staff use it every week, so we recommend extending it to all departments.“ Zweck, Ergebnisse, Empfehlung – wer den Bericht liest, weiß sofort, was untersucht wurde, was herauskam und worüber zu entscheiden ist.
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Baustein 1: den Zweck nennen
Die Einleitung beantwortet zwei Fragen: Worum geht es in diesem Bericht, und woher stammen die Informationen? Die üblichen Einstiege sind „The aim of this report is to …“, „The purpose of this report is to …“ und das etwas leichtere „This report looks at …“. In diesen Einstiegen folgt auf „aim“ oder „purpose“ die Wortfolge „of this report is“ und dann ein to-Infinitiv: „The aim of this report is to assess the flexitime scheme introduced in January.“ Wähle ein genaues Verb. „Assess“, „evaluate“, „compare“, „examine“ oder „present“ sagen dem Leser, welche Art von Bericht ihn erwartet. Dann folgt ein Satz zur Methode: „Data was collected through an online survey of 120 employees and interviews with four team leaders.“ Das Passiv ist hier verbreitet, weil die Methode wichtiger ist als die Person, die sie durchgeführt hat. „We surveyed 120 employees“ ist in vielen Unternehmen aber genauso in Ordnung. Halte die Einleitung kurz. Sie bereitet den Bericht vor, sie nimmt nicht alle Ergebnisse vorweg. Zwei oder drei Sätze reichen meistens.
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Baustein 2: die Ergebnisse darstellen
Im Ergebnisteil stellst du dar, was du herausgefunden hast – so sachlich wie möglich. Beginne mit den Fakten und gib jeder Zahl eine Quelle und, wo es passt, einen Zeitraum: „The survey shows that 68% of staff use flexitime every week.“ „According to the HR figures, overtime fell by 15% between January and June.“ „Most respondents said that they could plan their week better.“ In einem eigenen Satz sagst du dann, was die Fakten bedeuten – mit der passenden Vorsicht. „This suggests that …“ und „This indicates that …“ deuten ein Ergebnis, ohne mehr zu behaupten, als die Daten tragen; „This proves that …“ lässt sich mit einer einzigen Umfrage selten rechtfertigen. Achte auf die Zeichensetzung: Nach „shows“, „found“, „said“ oder „suggests“ steht im Englischen vor „that“ kein Komma – „The survey shows that …“, nicht „The survey shows, that …“. Hast du mehrere Ergebnisse, gib jedem einen kurzen Absatz oder einen eigenen Aufzählungspunkt, am besten nach Wichtigkeit geordnet. Empfehlungen gehören nicht in diesen Teil: Die Ergebnisse beschreiben die Lage, die Empfehlungen verändern sie.
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Baustein 3: Empfehlungen geben
Die Empfehlungen sind oft der Teil, den dein Leser zuerst liest. Mach deshalb jede einzelne konkret: was geschehen soll, wer es tun soll und bis wann. Verbinde jede Empfehlung mit einem Ergebnis, damit man sieht, warum sie sinnvoll ist. Zwei Muster sind sicher und verbreitet. „We recommend“ plus -ing-Form: „We recommend extending the scheme to all departments from September.“ Und „We recommend that“ plus Nebensatz: „We recommend that team leaders review the core hours every six months.“ Unpersönlicher klingt „It is recommended that …“: „It is recommended that all departments adopt the scheme.“ Weichere Alternativen sind „We would suggest …“ und „One option would be to …“. Auf das Verb „recommend“ folgt normalerweise kein to-Infinitiv; „We recommend to extend the scheme“ ist nicht idiomatisch. Wenn eine Empfehlung Kosten oder Risiken hat, nenne sie kurz – eine Empfehlung, die ihren Nachteil verschweigt, provoziert nur Rückfragen. Erwartet das Format deines Unternehmens einen Schlusssatz, ergänze ihn, etwa „In conclusion, the scheme has worked well and should be extended.“
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Die deutschen Fallen: recommend, das Komma, information, aktuell
Vier Stellen, an denen das Deutsche in die Quere kommt. Erstens „recommend“: „Wir empfehlen, die Regelung auszuweiten“ verführt zu „We recommend to extend the scheme“. Im Englischen folgt auf „recommend“ normalerweise kein to-Infinitiv; nimm die -ing-Form oder einen that-Satz: „We recommend extending the scheme“ oder „We recommend that all departments adopt it“. Zweitens das Komma: Im Deutschen steht vor „dass“ ein Komma, deshalb wird aus „Die Umfrage zeigt, dass …“ allzu leicht „The survey shows, that …“. Im Englischen bekommt ein that-Satz nach einem Verb wie „show“, „find“ oder „suggest“ kein Komma: „The survey shows that 68% of staff use flexitime.“ Drittens ist „information“ im Englischen unzählbar: „useful information“, „a piece of information“, aber nicht „informations“ oder „an information“. Dasselbe gilt für „advice“, „feedback“ und „equipment“. Viertens der falsche Freund „aktuell“: Die aktuellen Zahlen sind „the current figures“ oder „the latest figures“. Das englische „actual“ bedeutet „tatsächlich“, wie in „the actual cost was higher than planned“, und „actually“ heißt „eigentlich“ oder „in Wirklichkeit“.
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Klar und leicht zu überfliegen: der richtige Stil
Ein Bericht sollte sich leicht überfliegen lassen. Verwende Überschriften, die zeigen, wo man gerade ist – „Introduction“, „Findings“, „Recommendations“ –, und halte die Absätze kurz, mit einem Hauptgedanken pro Absatz. Aufzählungspunkte eignen sich gut für Ergebnisse oder Empfehlungen, aber schreibe darin ganze Sätze, damit jeder Punkt für sich verständlich ist. Wähle einen neutralen Ton: „staff“, „employees“ oder „respondents“, wenn du genau diese Gruppen meinst, und „fell by 15%“ statt „went way down“. „People“ ist neutral, aber weniger genau; „guys“ ist umgangssprachlich. Kurzformen wie „don't“ und „it's“ lässt du in einem förmlichen Bericht besser weg. Sei vorsichtig mit absoluten Wörtern: „all“, „never“ und „proves“ laden den Leser ein, nach der Ausnahme zu suchen, während „most“, „rarely“ und „suggests“ zu dem passen, was eine Umfrage zeigen kann. Prüfe zum Schluss, ob die drei Bausteine zusammenpassen. Jede Empfehlung sollte auf einem Ergebnis beruhen, und jedes Ergebnis sollte zu dem Zweck passen, den du am Anfang genannt hast. Führt ein Ergebnis nirgendwohin, streiche es; steht hinter einer Empfehlung kein Ergebnis, liefere den Beleg nach oder lass die Empfehlung weg.