„90 % fertig" klingt nach Zielgerade – ist es aber selten. So erklären Sie auf Englisch, warum die letzten zehn Prozent die härtesten sind, ohne Ausreden-Vokabular.
C1 · Dialog · 5 Min. · kostenlos
Tipp: Hören Sie die Episode zweimal, bevor Sie den Test starten. · Arbeitsblatt (PDF)
✓ Zum VerständnistestDas könnte Ihnen auch gefallen
Transkript
Schlüsselwendungen
Sprachnotizen
In dieser Episode verhindert ein Projektleiter einen verfrühten Launch: Er erklärt, warum „90 % fertig" nicht „fast fertig" heißt – mit konkretem Sonderfall, belastbarer Vier-Wochen-Zusage und offenem Puffer. Sie lernen die C1-Sprache für ehrliche Restaufwand-Berichte und den Unterschied zwischen „eventually" und „eventuell".
Sarahs „so we're nearly finished" ist der gefährlichste Moment der Episode: In wenigen Sekunden würde aus einer Statuszahl eine Marketing-Zusage. Thomas unterbricht sofort – „I'd hold off on that message" – und begründet mit der Struktur der Restarbeit statt mit Ausreden. Das Muster: Erwartung stoppen, Mechanik erklären (planbare vs. unplanbare Arbeit), konkretes Beispiel liefern. Ein Sonderfall mit Zahlen („three days to build, two to fix one edge case") überzeugt Führungskräfte mehr als jede Prozent-Diskussion.
„Eventually" heißt „schließlich, irgendwann ganz sicher" – es beschreibt ein garantiertes Endergebnis, keinen Vorbehalt. Das deutsche „eventuell" (vielleicht) übersetzt sich mit „possibly", „perhaps" oder „we may need". Die Falle ist im Projektkontext besonders teuer: „Eventually we will need more budget" ist für englische Ohren eine feste Ankündigung, keine Möglichkeit. Wer absichern will, formuliert zweistufig wie Thomas: „we will definitely …" für das Sichere, „we may possibly …" für das Ungewisse.
Der Schluss der Episode trägt die wichtigste Management-Lektion: Prozentangaben messen Vergangenheit („ninety per cent complete sounds like an achievement"), Führung braucht aber Zukunft – Resttage, offene Fehler, Risiken. Im DE↔EN-Vergleich fällt auf: Deutsche Statusberichte lieben die präzise wirkende Prozentzahl; britische Führungskräfte wie Sarah misstrauen ihr zu Recht („they promise more than they tell us"). Wer auf „remaining effort" umstellt, berichtet automatisch ehrlicher – und verhandelbarer.
Weiter üben: Business-Englisch online lernen – mit echten Lehrern von Simmonds, seit 2004.
Häufige Fragen
Niveau C1 (GER). Der Dialog nutzt nuanciertes Projekt-Englisch (Hedging, verbindliche Zusagen, Software-Vokabular); die Vokabelliste erklärt alle acht Schlüsselwendungen zweisprachig.
Mit dem Dreischritt aus der Episode: Erwartung stoppen („I'd hold off on that"), die Mechanik erklären (die letzten 10 % sind Integration, Tests und Sonderfälle) und ein konkretes Beispiel mit Zahlen liefern – dann eine verbindliche Frist mit offenem Puffer zusagen.
„Eventually" heißt „schließlich, am Ende ganz sicher" – ein garantiertes Ergebnis. Das deutsche „eventuell" heißt „vielleicht" und übersetzt sich mit „possibly", „perhaps" oder „we may need". „Eventually we need more budget" kündigt Mehrkosten fest an, statt sie nur für möglich zu erklären.
In den Online-Business-Englischkursen von Simmonds Language Services (englisch-lehrer.com/online): Live-Unterricht mit echten Lehrern per Zoom, für Firmen und Privatpersonen in ganz Deutschland – mit kostenloser Besprechung vorab, seit 2004.
Ja, das vollständige Transkript mit deutschen Verständnishilfen steht direkt auf dieser Seite – zuerst hören, dann testen, dann mitlesen.
Der Podcast trainiert Ihr Ohr – im Online-Unterricht üben Sie das Gespräch selbst, mit echten Lehrern. Seit 2004 für Firmen in ganz Deutschland.