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C1Dialog5 Min.

Negotiating Across Cultures When "Direct" Sounds Rude

Ein deutscher Manager sagt „That is not possible" – und die britische Seite eskaliert. Warum deutsche Klarheit auf Englisch hart klingt, und wie Sie beides behalten: Substanz und Beziehung.

Redaktionell geprüft von James Simmonds – Englischlehrer seit 2004Veröffentlicht am

Direktheit in Verhandlungen auf Englisch

SzeneNach einem missglückten Call mit dem Kunden in Manchester holt sich Key-Account-Manager Stefan Rat bei der britischen Kommunikationstrainerin Emma: Warum kam seine Klarheit als Unhöflichkeit an – und wie repariert er das?
0:00 / 5 Min.

Tipp: Hören Sie die Episode zweimal, bevor Sie den Test starten.

Zum Verständnistest
Stefan — Key-Account-Manager, MaschinenbauEmma — Interkulturelle Kommunikationstrainerin, britisch

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Verständnistest

Zuerst hören, dann antworten. Keine Punktabzüge – jede Erklärung zeigt die Stelle im Gespräch.

01Warum ging der Call mit Manchester schief?
02Was kann „I'm not sure that would work for us" laut Emma bedeuten?
03Emma says that 'quite interesting' from a British partner is always praise.
04Emma advises Stefan to send Manchester a bridge-building message the same day.
05Welches Wort fehlt?

I see a real problem with that timeline — may I walk you ___ it?

06Welches Wort fehlt?

Say 'see you next week' or 'we'll see each ___ in Leeds.'

07Bringen Sie die Schritte des Coachings in die richtige Reihenfolge.

Transkript

Das vollständige Transkript öffnet sich nach dem Verständnistest – so trainieren Sie echtes Hörverstehen statt Mitlesen.

Schlüsselwendungen

that's putting it mildly
das ist noch untertrieben
'Difficult meeting?' — 'That's putting it mildly.'
to walk someone through something
jemandem etwas Schritt für Schritt erklären
Let me walk you through the revised timeline.
I have some concerns
ich habe Bedenken (höfliche erste Widerspruchsstufe)
I have some concerns about the payment terms.
to see it quite differently
es deutlich anders sehen (deutlicher Widerspruch, höflich verpackt)
To be honest, I see it quite differently.
a hard no
ein klares, endgültiges Nein
Their polite reply was, in substance, a hard no.
to flag a problem
auf ein Problem hinweisen
I want to flag a problem with the delivery schedule.
to come across
wirken, ankommen (bei anderen)
I may have come across more directly than intended.
see you next week
bis nächste Woche / wir sehen uns (NIE „we see us"!)
Thanks for the productive call — see you next week in Leeds.

Sprachnotizen

In dieser Episode analysiert eine britische Kommunikationstrainerin, warum die direkte deutsche Verhandlungsart auf Englisch unhöflich wirkt: „That is not possible" klingt wie eine zuschlagende Tür. Sie lernen die C1-Technik des gestuften Widerspruchs („I have some concerns" → „I see it quite differently"), das Dekodieren britischer Softsignale – und warum „Wir sehen uns" nie „we see us" heißt.

Substanz behalten, Ohrfeige weglassen

Emmas Reparaturformel ändert keine Fakten, nur den Rahmen: Aus „That is not possible. The plan is wrong." wird „I see a real problem with that timeline — may I walk you through it?" Der zweite Satz enthält dieselbe Ablehnung, verwandelt sie aber in ein Gesprächsangebot. Auf C1-Niveau ist genau das die Übung: dieselbe Substanz in einem Rahmen, der die Beziehung nicht beschädigt.

Kulturnotiz: das britische Untertreibungssystem

Deutsche und britische Geschäftskultur kodieren Widerspruch spiegelverkehrt. Im Deutschen ist Klarheit Respekt: Wer Einwände weich verpackt, gilt schnell als unverbindlich. Im britischen Englisch läuft Widerspruch über Untertreibung: „I'm not sure that would work for us" kann ein hartes Nein sein, „quite interesting" oft keine Anerkennung. Wer nur die Wörter übersetzt und nicht die Kodierung, hört Zustimmung, wo Ablehnung gemeint ist – und sendet Aggression, wo Klarheit gemeint war.

Gestufter Widerspruch und die „we see us"-Falle

Die Eskalationsleiter für Widerspruch hat drei Stufen: „I have some concerns" (Bedenken anmelden), „to be honest, I see it quite differently" (deutlicher Widerspruch) und erst zuletzt das offene Nein. Dazu kommt der Klassiker unter den wörtlichen Übersetzungen: „Wir sehen uns" wird nicht „we see us" – das reflexive „uns" funktioniert im Englischen hier nicht. Richtig sind „see you next week" oder „we'll see each other in Leeds". Kleiner Fehler, großer Lacher – und leicht zu vermeiden.

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Häufige Fragen

Für welches Sprachniveau ist diese Episode geeignet?

Niveau C1 (GER). Der Dialog behandelt interkulturelle Verhandlungssprache mit feinen Bedeutungsnuancen; die Vokabelliste erklärt alle acht Schlüsselwendungen zweisprachig.

Wie widerspreche ich auf Englisch, ohne unhöflich zu wirken?

In Stufen: erst „I have some concerns", dann „to be honest, I see it quite differently". Statt „that is not possible" sagen Sie „I see a real problem with that — may I walk you through it?" – gleiche Substanz, verträglicher Rahmen.

Heißt „Wir sehen uns" auf Englisch „we see us"?

Nein — „we see us" ist die klassische wörtliche Fehlübersetzung und klingt für Muttersprachler wie eine Spiegelbeschreibung. Richtig: „See you next week" oder „We'll see each other in Leeds".

Gibt es ein Transkript zum Mitlesen?

Ja, das vollständige Transkript mit deutschen Verständnishilfen steht direkt auf dieser Seite – zuerst hören, dann testen, dann mitlesen.

Wo kann ich interkulturelle Verhandlungssprache live üben?

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