Die Stahlpreise explodieren, der Vertrag läuft noch bis Dezember – so verhandeln Sie eine faire Preisanpassung auf Englisch.
B1 · Dialog · 3 Min. · kostenlos
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Transkript
Schlüsselwendungen
Sprachnotizen
In dieser Episode verhandelt ein Key-Account-Manager eine Preisanpassung mitten in der Vertragslaufzeit: Kostenanstieg transparent machen, die Erhöhung teilen, im Gegenzug eine Preisgarantie bieten. Dazu der falsche Freund eventuell/eventually – auf Niveau B1.
Der falsche Freund dieser Episode kann Verhandlungen wirklich entgleisen lassen: „eventuell" heißt „possibly" oder „perhaps" – „eventually" bedeutet „schließlich, am Ende, irgendwann". Als Jonas sagt „Eventually we could share the increase", versteht Laura: „Irgendwann könnten wir teilen" – also gerade nicht jetzt. Bei Terminen und Zusagen ist der Unterschied geschäftskritisch: „We will eventually deliver" verspricht eine Lieferung irgendwann, nicht vielleicht. Merkhilfe: eventually = am Ende sicher, possibly = jetzt vielleicht.
Laura hat rechtlich recht: „We have a signed agreement." Jonas gewinnt trotzdem Boden, weil er drei Dinge richtig macht. Er ruft früh an, statt eine Rechnung zu schicken („thank you for being open about the numbers"). Er belegt den Anstieg mit einer nachprüfbaren Zahl (18 Prozent seit Januar) und zeigt eigene Vorleistung („We've absorbed the increase for three months"). Und er verlangt nicht die volle Anpassung, sondern bietet Teilung an. Diese Kombination – Transparenz, Vorleistung, fairer Vorschlag – macht aus einem Vertragsbruch ein gemeinsames Problem.
Das Gespräch endet nicht mit einer Zahl, sondern mit einem Paket: neun Prozent auf Neubestellungen, eine Preisgarantie bis Ende nächsten Jahres, Priorität bei den Lieferterminen. Jede Seite gibt etwas und bekommt etwas – und Laura bekommt zusätzlich, was sie intern braucht: „I'll need something for my management." Wer in Nachverhandlungen nur über den Preis spricht, verliert; wer Garantien, Laufzeiten und Lieferprioritäten ins Paket nimmt, findet fast immer eine Lösung. Die Schlussformel gehört dazu: Jonas fasst alle drei Punkte zusammen und kündigt die E-Mail an – so wird aus dem Telefonat ein belastbares Ergebnis.
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Häufige Fragen
Niveau B1 (GER). Das Telefonat nutzt klares Geschäftsenglisch mit deutlicher Aussprache; die Vokabelliste erklärt alle acht Schlüsselbegriffe zweisprachig.
In vier Schritten: früh anrufen und den Anstieg belegen („our material costs are up eighteen per cent"), eigene Vorleistung zeigen („we've absorbed the increase"), die Erhöhung teilen („share the increase fifty-fifty") und im Gegenzug etwas bieten („a price guarantee").
„Eventually" heißt „schließlich, irgendwann" – es wird passieren, nur später. „Possibly" heißt „vielleicht, eventuell" – es ist unsicher, ob es passiert. Das deutsche „eventuell" entspricht „possibly", nie „eventually".
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