Ein Wort, zwei Bedeutungen, ein Beinahe-Missverständnis: Warum „eventually“ in einer Lieferverhandlung wie eine feste Zusage klingt – und „eventuell“ eben nicht.
B1 · Dialog · 3 Min. · kostenlos
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Transkript
Schlüsselwendungen
Sprachnotizen
In dieser Episode verhandelt ein Einkaufsleiter einen Liefertermin – und löst mit „eventually“ fast eine Kapazitätsplanung für einen Auftrag aus, den es nicht gibt. Sie lernen die wichtigsten Liefer-Vokabeln (Niveau B1) und den Unterschied zwischen „eventually“ (irgendwann sicher) und „eventuell“ (vielleicht), einem der teuersten falschen Freunde im Geschäftsenglisch.
Frank sagt „we will eventually order a second batch“ und meint: vielleicht, fifty-fifty. Rachel hört: Der Auftrag kommt sicher, nur der Zeitpunkt ist offen – denn genau das bedeutet „eventually“: „in the end, definitely at some point“. Sie will sofort Produktionskapazität reservieren. Richtig wäre „possibly“ oder „perhaps“ gewesen. Die Faustregel: „eventually“ = „schließlich/irgendwann (sicher)“, „eventuell“ = „possibly“. In Verhandlungen entscheidet dieser Unterschied über Kapazitäten, Budgets und Vertrauen.
Das Gespräch enthält das Kernvokabular jeder Lieferverhandlung: „in stock“ (auf Lager), „lead time“ (die Zeit von Bestellung bis Lieferung – im B2B-Einkauf üblicher als „delivery time“), „to place the order“ (die Bestellung aufgeben) und „batch“ (die Charge). Rachels Satzmuster lohnt das Auswendiglernen: „If you place the order this week, we can deliver by the eighteenth“ – Bedingung plus Zusage in einem Satz, die Grundfigur jedes Lieferangebots.
Nach der Klärung formuliert Frank neu: „We could possibly order … it depends on our sales“ – Möglichkeit, Bedingung, Zeitpunkt für die Entscheidung. Rachel spiegelt professionell zurück: „a possibility, not a commitment“ und behandelt beides unterschiedlich (keine Kapazität reservieren, aber als „potential follow-up order“ notieren). Der verbindliche Teil des Deals wandert dagegen sofort in die Schriftform: „Please send me the order confirmation in writing.“ Genau diese saubere Trennung macht Verhandlungspartner berechenbar.
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Häufige Fragen
Niveau B1 (GER). Die Verhandlung nutzt klares Einkaufs-Englisch; die Vokabelliste erklärt alle acht Schlüsselbegriffe zweisprachig.
„Possibly“, „perhaps“ oder „maybe“ – niemals „eventually“. „Eventually“ bedeutet „schließlich, irgendwann ganz sicher“: „We eventually signed“ heißt „Am Ende haben wir unterschrieben“. Wer „eventuell“ mit „eventually“ übersetzt, macht aus einer vagen Möglichkeit eine feste Zusage.
Weil er die Verbindlichkeit umdreht: Der deutsche Sprecher glaubt, „vielleicht“ gesagt zu haben – der englische Partner hört ein Versprechen und plant Kapazität, Budget oder Personal ein. In der Episode hätte Rachel fast Produktionskapazität für einen Auftrag reserviert, der nur zu 50 Prozent wahrscheinlich war.
Ja, das vollständige Transkript mit deutschen Verständnishilfen steht direkt auf dieser Seite – zuerst hören, dann testen, dann mitlesen.
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