Ein Meilenstein ist gescheitert – so analysieren Sie Ursachen statt Schuldige: differenziertes Englisch für die ehrliche Nachbetrachtung (C1).
C1 · Dialog · 5 Min. · kostenlos
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Transkript
Schlüsselwendungen
Sprachnotizen
In dieser Episode berichtet ein Teamleiter seinem Senior Director, warum ein Kundenpilot den Meilenstein verfehlt hat – ohne Schuldzuweisung, mit drei Einflussfaktoren und drei Lessons Learned. Sie lernen das Vokabular der No-Blame-Analyse („contributing factors", „single point of failure", „with hindsight") und die „Chef/chef"-Falle (Niveau C1).
Die Wortwahl entscheidet, ob eine Nachbetrachtung ehrlich wird. Richard rahmt das Gespräch mit „causes, not culprits", Jonas antwortet mit unpersönlichen Strukturen: „three contributing factors", „a dependency we had never flagged", „a single point of failure we created ourselves". Das Passiv und das kollektive „we" verschieben den Fokus von Personen auf Systeme – im Englischen das Kennzeichen professioneller Post-mortems. Wer stattdessen Namen nennt („Because Mr Weber forgot…"), beendet die Offenheit im Raum sofort.
Der deutsche „Chef" ist im Englischen „boss", „manager" oder „line manager" – ein englischer „chef" ist ausschließlich ein Koch. „I raised it with our chef" klingt für Muttersprachler, als sei die Küche eskaliert worden. Auf C1-Niveau passiert dieser Fehler selten aus Unwissen, aber oft als fossilierter Reflex unter Druck. Alternativen mit Registerunterschied: „my boss" (neutral), „my line manager" (formell), „senior management" (kollektiv).
Jonas' stärkste Analyse ist systemisch: „We were measuring motion, not progress." Der Status stand auf Grün, weil Aufgaben abgehakt wurden – nicht, weil die Integration lief. Seine dritte Lesson Learned zieht die Konsequenz: „Milestone reviews will test outcomes, not activity." Diese Unterscheidung – activity vs. outcomes, motion vs. progress – gehört zum Kernvokabular englischsprachiger Projektsteuerung und eignet sich hervorragend, um im Steering-Meeting Substanz von Beschäftigung zu trennen.
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Häufige Fragen
Niveau C1 (GER). Der Dialog nutzt differenziertes Management-Englisch mit Idiomen („to drop the ball") und Fachbegriffen („single point of failure"); alle acht Schlüsselbegriffe werden zweisprachig erklärt.
Mit unpersönlichen Strukturen: Einflussfaktoren statt Personen („three contributing factors"), kollektives „we" statt Namen, ehrliche Rückschau („with hindsight, later than we should have") und konkrete Lessons Learned mit Systemänderungen.
Nein – der englische „chef" ist ein Koch. Der deutsche „Chef" ist „boss", „manager" oder „line manager". „I told my chef" bedeutet wörtlich, dass Sie mit Ihrem Koch gesprochen haben.
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